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Sicherheit·vor 2 Std.

Leiche der Lehrerin Chiara Guerra nach Geständnis ihres Neffen im Kanal von Venedig gefunden

Feuerwehrleute haben die Leiche von Chiara Guerra, einer 53-jährigen Lehrerin, am dritten Tag der Suche aus dem Malgher-Kanal in San Stino di Livenza geborgen, nachdem ihr 17-jähriger Neffe den Mord an ihr im Rahmen eines Erbstreits gestanden hatte.

Entdeckung nach dreitägiger Suche

Feuerwehrleute haben die Leiche von Chiara Guerra am Morgen des 16. Juni aus dem Malgher-Kanal in San Stino di Livenza geborgen, dem dritten aufeinanderfolgenden Suchtag. Die Entdeckung erfolgte nach intensiven Einsätzen mit Tauchern, Schlauchbooten, Drohnen und dem Hubschrauber Drago. Der etwa 15 Kilometer lange Kanal von Motta di Livenza bis zur Adria bei Caorle stand seit dem Geständnis des 17-Jährigen im Fokus, der die Leiche dort am Samstagabend entsorgt haben will. Feuerwehrmann Cirnelli erklärte die Schwierigkeit:

Normalerweise sinkt eine ins Wasser geworfene Leiche zunächst und taucht dann wieder auf, wenn die Zersetzung beginnt. Aber hier ist das Problem, dass er sie in einen Sack gesteckt hat, also ist das Verhalten anders.

Die Bergungsaktion war am Morgen noch im Gange.

Zeitleiste der Tragödie

Wichtige Ereignisse im Fall Chiara Guerra
  1. Chiara Guerra wird von ihrem Neffen während eines Streits auf dem gemeinsamen Anwesen getötet.
  2. Nach 10 Stunden Verhör gesteht der Neffe den Mord und verrät den Ort der Leiche.
  3. Feuerwehrleute beginnen die Suche im Malgher-Kanal mit Tauchern, Schlauchbooten und Drohnen.
  4. Suche wird mit dem Hubschrauber Drago und zusätzlichen Ressourcen fortgesetzt; Leiche nicht gefunden.
  5. Leiche von Chiara Guerra wird von Feuerwehrtauchern im Malgher-Kanal gefunden.

Das Geständnis

Der Jugendliche bestritt zunächst während zehnstündiger Vernehmung jegliche Beteiligung, gab die Tat aber schließlich zu, nachdem die Ermittler ihn mit Beweisen konfrontierten, dass er die letzte Person war, die seine Tante lebend sah. Er sagte den Ermittlern, er sei zum Haus seiner Tante gegangen, sie hätten gestritten, und dann habe er sie in der Holzwerkstatt mit einem Küchenmesser erstochen. Anschließend habe er die Leiche in einen Sack gelegt, auf eine Schubkarre geladen und bei Tageslicht durch die Straßen zum Kanal geschoben, wo er sowohl die Leiche als auch die Tatwaffe entsorgte. Überwachungskameras sollen ihn dabei gefilmt haben, wie er die mit einem Tuch bedeckte Schubkarre transportierte. Pietro Montrone, der Staatsanwalt von Pordenone, sagte:

Der Durchbruch bei den Ermittlungen gelang, als ernsthafte, bereits bestehende Familienstreitigkeiten zwischen dem Opfer und der Familie des Bruders zutage traten. Von diesem Moment an konzentrierte sich die Aufmerksamkeit auf den Minderjährigen, der nach vielen Stunden Verhör am Samstagabend den Mord gestand.

Er betonte auch, dass derzeit keine Dritten verdächtigt würden, aber erst die Bergung der Leiche werde die Aussage des Jungen endgültig bestätigen.

Erbschaft als Motiv

Der Streit drehte sich um einen 5.000 Quadratmeter großen Bauernhof und ein Bauernhaus, das die Urgroßeltern des Jugendlichen gebaut hatten. Chiara Guerra lebte allein in dem großen Familienhaus, während ihr Bruder, seine Frau und ihre beiden Kinder in einer angrenzenden Villa wohnten. Die beiden Geschwister, beide Lehrer, hatten sich um die Verwaltung des Anwesens gestritten, und der Neffe stellte sich fest auf die Seite seines Vaters. Freunde erinnerten sich, dass Chiara von diesen Spannungen gesprochen hatte. Die Ermittler fanden Kratzer an Armen und Gesicht des Jungen, die mit Abwehrverletzungen vereinbar sind, was auf einen heftigen Kampf vor der tödlichen Messerattacke hindeutet. Der genaue Auslöser des Angriffs bleibt unklar, aber der Immobilienstreit schwelte schon länger.

Rechtliche Schritte

Nach dem Geständnis wurde der Fall von der Staatsanwaltschaft Pordenone an die Jugendstaatsanwaltschaft in Triest übergeben. Der 17-Jährige wurde in einer Jugendeinrichtung in der Provinz Treviso untergebracht. Ihm drohen Anklagen wegen vorsätzlichen Totschlags in Verbindung mit Erschwerungsgründen sowie Leichenbeseitigung. Seine Eltern wurden nur als Zeugen vernommen, und die Behörden haben eine Beteiligung Dritter bisher ausgeschlossen. Das Büro in Pordenone hält die ursprüngliche Vermisstenermittlung aufrecht, bis die Leiche formell identifiziert ist.

Trauer in der Gemeinde

Vor Chiara Guerras Haus haben Freunde, ehemalige Schüler und Bekannte Blumen und Kondolenzbotschaften hinterlassen. Die Schule, an der sie Italienisch, Geschichte und Geographie unterrichtete, organisierte eine Gebetsversammlung, und die Gemeinde richtete ein Beratungszentrum und psychologische Unterstützung für die Schüler ein.

San Stino di Livenza

8 Quellen

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