Spanische Late-Night-Shows reagieren auf Pedro Sánchez' Ansetzung von Neuwahlen am 29. November
David Broncano und Pablo Motos griffen in ihren Sendungen vom 5. Oktober Pedro Sánchez' Ansetzung von Parlamentswahlen am 29. November auf, scherzten über Umfragereaktionen und sprachen Interview-Einladungen aus.
Neuwahl-Ansetzung bestimmt Late-Night-Sendungen
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte am Montagnachmittag im Moncloa-Palast an, dass die vorgezogenen Parlamentswahlen am 29. November 2026 stattfinden werden. Die Ankündigung wurde am 5. Oktober unmittelbar zum beherrschenden Thema des spanischen Late-Night-Fernsehens. David Broncano eröffnete die Ausgabe von La Revuelta auf dem öffentlich-rechtlichen Sender La 1, indem er im Teatro Príncipe Gran Vía in Madrid eine große Trommel schlug und Wahlkampfparolen skandierte. Das Studiopublikum stimmte ein, bevor es in Rufe nach einem Generalstreik überging. Broncano wies auf die wiederkehrenden schnellen Wahlzyklen in Spanien hin und erinnerte an die zahlreichen Urnengänge des Jahres 2019.
- Pedro Sánchez kündigt im Moncloa-Palast vorgezogene Parlamentswahlen an.
- La Revuelta und El Hormiguero strahlen Sendungen aus, die die Wahlankündigung aufgreifen.
- Spanien hält die angesetzten vorgezogenen Parlamentswahlen ab.
Spekulationen über RTVE und den Wahlausgang
Die Comedysendung widmete sich den ersten Umfragedaten, die nach der Ankündigung der Regierung veröffentlicht wurden. Broncano fasste die möglichen Reaktionen der Öffentlichkeit in zwei umgangssprachlichen Szenarien zusammen und scherzte, die Wähler würden das Ergebnis entweder als eskalierendes Chaos betrachten oder mit Kraftausdrücken reagieren. Ricardo Castella merkte an, dass eine Wahl am 29. November politische Spannungen in die Weihnachtsessen am Heiligabend tragen würde. Das Ensemble erörterte zudem die wiederkehrenden Kommentare zur Gefährdung ihres Vertrags beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen, sollte eine Koalition aus Partido Popular und Vox die Regierung übernehmen. Broncano schlug vor, das Format anzupassen, statt eine Absetzung hinzunehmen, und wandte sich dabei an Castella.
Ricardo, vielleicht sollte man dich in ein Pflegeheim der Autonomen Gemeinschaft Madrid stecken, damit du die Hand des Liberalismus im Nacken spürst.
Castella reagierte mit einem alternativen Karriereweg für den Moderator.
Du könntest selbst bei den Wahlen antreten. Und wenn du gewinnst, gibst du Pedro Sánchez eine Show.
Kommentare zu Parteiführern und Wahlkampfdynamik
Die Sendung fuhr fort mit einem Überblick darüber, wie verschiedene politische Akteure sich der bevorstehenden Abstimmung näherten. Broncano bemerkte, dass Funktionäre der Partido Popular besorgt seien, ob Alberto Núñez Feijóo die Wahl gewinnen und frühere Zurückhaltung bei der Regierungsbildung wiederholen könnte. Der Moderator verwies zudem auf öffentliche Äußerungen der Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso zu möglichem Briefwahlbetrug, sollten die rechten Parteien nicht obsiegen. Die Diskussion zeichnete Sánchez als jemanden, der auf eine weitere komplizierte politische Konstellation hofft, um seine parlamentarische Mehrheit zu halten. Später in der Sendung berichtete Mitarbeiter Jorge Ponce live von einem andauernden Wohnungsprotestcamp an der Puerta del Sol, um Reaktionen der Demonstrierenden zur Wahlansetzung einzuholen.
Quotenkonkurrenz mit Cuatro und Antena 3
Die Moderatoren besprachen außerdem die Zuschauerzahlen des vorangegangenen Donnerstags, als La Revuelta den auf Räumungsklagen spezialisierten Anwalt Mariano Benítez de Lugo zu Gast hatte. Während die Sendung den direkten Rivalen El Hormiguero auf Antena 3 übertraf, lag sie hinter Horizonte auf Cuatro, das ein von Iker Jiménez geführtes Interview mit Isabel Díaz Ayuso ausstrahlte. Broncano merkte an, El Hormiguero sei in diesem Zeitfenster auf den dritten Platz gefallen, und gratulierte Jiménez scherzhaft mit dem Hinweis, der Cuatro-Moderator könne im Dezember zum Innenminister ernannt werden. Unterdessen zeigte El Hormiguero eine Imitation von Sánchez durch Carlos Latre und eine politische Gesprächsrunde, wobei Moderator Pablo Motos ankündigte, sein Produktionsteam habe sich offiziell an den Moncloa-Palast gewandt.
Der Ministerpräsident hat Wahlen angesetzt, und heute Nachmittag haben wir mit Moncloa gesprochen und ihn eingeladen. Er ist die erste Person, die wir angerufen haben; wir würden uns freuen, wenn der Ministerpräsident zu El Hormiguero käme, wo ihm 70 Minuten zur Verfügung stehen, um zu erklären, was er tun will und was seine Pläne sind, und wir würden uns freuen, wenn er käme.


