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Heutiger Brief

Kongos Ebola-Ausbruch wird der tödlichste

Kolumbien durchsucht Trümmer, die Ukraine brennt, Ebola breitet sich aus und Hormus schnürt Ölmärkte ein

Die vergangenen 12 Stunden brachten eine düstere Mischung aus Naturkatastrophe, zermürbendem Krieg und Belastung für die öffentliche Gesundheit. Auch die Märkte begannen, die Politik rund um Seewege und künstliche Intelligenz einzupreisen, und genau dann werden aus Abstraktionen gewöhnlich Rechnungen.

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    Er tritt vor der Aktionärsversammlung nächste Woche als Vorsitzender von Tata Sons zurück. Quellen zufolge wird er seine Amtszeit bis Februar 2027 erfüllen.

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Welt · Aktualisiert vor 57 m

Der Krieg in der Ukraine und seine Grenzen

Die Aussage von Präsident Selenskyj über die 40-tägige Druckkampagne der Ukraine und neue Tiefschläge auf die russische Infrastruktur, darunter ein petrochemisches Werk in Sibirien, deuten auf eine Fortsetzung der wechselseitigen Eskalationsstrategie hin.

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Gesundheit & Bildung·28. Juni

Keine Kurzsichtigkeitsepidemie bei deutschen Kindern in 25 Jahren, groß angelegte Studie bestätigt

Eine neue Analyse von über 1,2 Millionen Brillenverordnungen von fast 438.000 Kindern zeigt von 2001 bis 2025 keinen Anstieg der Kurzsichtigkeit in Deutschland – ein Widerspruch zu globalen Befürchtungen einer Kurzsichtigkeitsepidemie.

Die Daten: Kein Anstieg bei Kurzsichtigkeitsverordnungen

Die im Fachjournal Frontiers in Public Health veröffentlichte Forschung stützt sich auf 1,25 Millionen Brillenverordnungen, die zwischen 2001 und 2025 an etwa 437.700 Kinder im Alter von 3 bis 18 Jahren ausgestellt wurden. Die Daten stammen aus echten Optikeraufzeichnungen, nicht aus standardisierten augenärztlichen Untersuchungen, erfassen also nur Kinder, die tatsächlich eine Brille erhielten. Kurzsichtigkeit wurde ab minus 0,50 Dioptrien oder schlechter definiert. Über die gesamten 25 Jahre hinweg blieb die Wahrscheinlichkeit, eine Verordnung für Kurzsichtigkeit zu erhalten, stabil, und die durchschnittliche Verordnungsstärke nahm nicht zu. Die Forscher weisen zudem darauf hin, dass ihr Datensatz unkorrigierte Kurzsichtigkeit nicht erfassen kann, sodass Kinder mit leichten Sehproblemen, die nie eine Brille bekamen, in der Analyse fehlen.

Entgegen der weit verbreiteten Annahme einer sich rasch beschleunigenden globalen Kurzsichtigkeitsepidemie fanden wir zwischen 2001 und 2025 keinen Anstieg bei Brillenverordnungen für Kurzsichtigkeit.

— Wolf Lagrèze

Das Team stellte außerdem fest, dass Brillen heute in etwas jüngerem Alter verschrieben werden, vermutet jedoch, dass dies eher auf eine erhöhte Wachsamkeit von Eltern und Ärzten zurückzuführen ist als auf eine tatsächliche Verschlechterung des Sehvermögens von Kindern. Dieses Ergebnis deckt sich mit einer aktuellen europäischen Metaanalyse, die zeigt, dass die Kurzsichtigkeitsprävalenz auf dem Kontinent seit der Jahrtausendwende stagniert.

Europas Plateau vs. Asiens Anstieg

In Ostasien ist die Situation dramatisch anders. Die Kurzsichtigkeitsraten junger Erwachsener stiegen dort von 20–40 % vor dem Zweiten Weltkrieg auf 60–90 % heute. Die Freiburger Forscher verweisen auf extrem intensiven, frühen akademischen Druck und ein schweres Defizit an Zeit im Freien als Hauptbeschleuniger. Im Gegensatz dazu verbringen deutsche Kinder typischerweise mehr Stunden draußen und sind einem weniger prüfungsgetriebenen Bildungssystem ausgesetzt, was das Plateau wahrscheinlich erklärt.

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Bildschirmzeit: Das Dosis-Wirkungs-Risiko

Die Autoren befassten sich auch mit der Bildschirmzeit. Ihre Auswertung der Evidenz ergab, dass weniger als eine Stunde tägliche Bildschirmnutzung fast kein zusätzliches Kurzsichtigkeitsrisiko birgt. Jede weitere Stunde darüber hinaus erhöht das Risiko jedoch um etwa 20 %, bis zu etwa fünf Stunden. Jenseits dieser Schwelle flacht die Risikokurve ab, und weitere Steigerungen fügen nur noch marginale zusätzliche Gefahr hinzu.

Geschätztes relatives Risiko für Kurzsichtigkeit nach täglicher Bildschirmzeit · relatives Risiko
1 h
1 relatives Risiko
2 h
1.2 relatives Risiko
3 h
1.4 relatives Risiko
4 h
1.6 relatives Risiko
5 h
1.8 relatives Risiko
6 h
1.85 relatives Risiko

Der Artikel betont, dass dieses Dosis-Wirkungs-Muster bedeutet, dass moderate Bildschirmnutzung, insbesondere wenn sie mit Zeit im Freien ausgeglichen wird, nicht so schädlich ist, wie einige alarmistische Narrative suggerieren.

Kein Pandemie-Anstieg

Die COVID-19-Pandemie und der damit verbundene digitale Schub ließen Befürchtungen aufkommen, dass Kinder in Quarantäne einen Kurzsichtigkeitsboom erleiden würden, wie er in mehreren asiatischen Studien dokumentiert wurde. Die deutschen Daten liefern keine Hinweise auf einen solchen Anstieg.

Dies widerlegt die Befürchtung, dass die COVID-19-Pandemie und die zunehmende Digitalisierung in Deutschland während der Quarantäne zu einem Anstieg der Kurzsichtigkeit geführt haben, wie in anderen, vor allem asiatischen Studien berichtet.

— Wolf Lagrèze

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Deutschlands Umgebung und Lebensstil Kinder offenbar wirksam vor dem globalen Trend der Sehverschlechterung schützen – zumindest bisher.

Freiburg
Wolf Lagrèze
Freiburg im Breisgau

3 Quellen

  • Keine Epidemie der Kurzsichtigkeit in Deutschland
    DIE WELT·28. Juni
  • Keine Epidemie der Kurzsichtigkeit in Deutschland
    Süddeutsche Zeitung·28. Juni
  • Sehvermögen bei Kindern: Keine Epidemie der Kurzsichtigkeit in Deutschland
    Der Tagesspiegel·28. Juni

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