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Regierung·vor 1 Std.

Aufsichtsrat des Warschauer Krankenhauses nach Skandal um 1,6 Mio. Złoty Gehalt und VIP-Behandlung eines Arztes ausgetauscht

Der Aufsichtsrat des Warschauer Südkrankenhauses wird am Montag, dem 22. Juni, ausgetauscht, nachdem ein Assistenzarzt im Jahr 2025 1,6 Millionen Złoty verdient hatte und Politiker der regierenden Bürgerkoalition angeblich bevorzugte Notfallbehandlungen erhielten.

Der Skandal kommt ans Licht

Dawid Kacprzyk, ein 29-jähriger Arzt in der Facharztausbildung Anästhesiologie am Warschauer Südkrankenhaus, verdiente im Jahr 2025 rund 1,6 Millionen Złoty. Die Einkünfte kamen nur ans Licht, weil Kacprzyk, der auch als Stadtrat der Bürgerkoalition (KO) im Bezirk Ursus tätig war, gesetzlich zur Abgabe einer Vermögenserklärung verpflichtet war. Innerhalb weniger Tage behauptete eine Untersuchung des Portals Kanał Zero, dass KO-Politiker in der Notaufnahme (SOR) des Krankenhauses bevorzugt behandelt wurden, indem sie unmittelbar nach der Registrierung umfassende Tests erhielten und die normalen Warteschlangen umgingen.

Auf Beschluss des Warschauer Präsidenten Rafał Trzaskowski wird das Warschauer Südkrankenhaus einen neuen, entpolitisierten Aufsichtsrat erhalten. Diese Entscheidung wird bereits umgesetzt.

Folgen für die Krankenhausführung

Kacprzyk legte nach Bekanntwerden des Skandals sein Ratsmandat nieder, verließ die Partei, und sein Krankenhausvertrag wurde gekündigt. Am Donnerstag, dem 18. Juni, entließ der Aufsichtsrat die Krankenhausdirektorin Anna Łukasik (die seit April 2025 in ihrer Position 174.000 Zł verdient hatte) und die stellvertretende Direktorin Agata Kusz-Rynkun. Der Aufsichtsrat selbst, unter Vorsitz des Bürgermeisters von Ursynów, Robert Kempa, und mit der Vizepräsidentin von Warschau, Aldona Machnowska-Góra, wurde daraufhin Ziel einer umfassenderen Neuordnung. Kempa verdiente laut seiner Vermögenserklärung im Jahr 2025 48.874,52 Zł aus Aufsichtsratsmandaten bei zwei kommunalen Krankenhäusern.

Es wird keine Politiker darin geben.

Das Rathaus unter Druck

Der Präsident von Warschau, Rafał Trzaskowski, kündigte auf einer Pressekonferenz am Freitag an, dass der neue Aufsichtsrat aus einer Vertretung des Gesundheitswesens und Stadtbeamten bestehen werde, ohne Politiker. Er bestätigte außerdem, dass alle kommunalen medizinischen Gesellschaften im Rahmen eines im Juni beginnenden Prozesses entpolitisiert würden. Die Kandidaten wurden am Freitag genehmigt, und die formelle Ernennung wartet nur noch auf die Einreichung von Dokumenten wie polizeilichen Führungszeugnissen, voraussichtlich am Montag.

Wichtige Daten im Südkrankenhaus-Skandal
  1. Aufsichtsrat entlässt Direktorin Anna Łukasik und stellvertretende Direktorin Agata Kusz-Rynkun.
  2. Präsident Trzaskowski genehmigt Kandidaten für einen neuen, entpolitisierten Aufsichtsrat.
  3. Voraussichtliche formelle Ernennung des neuen Gremiums nach Einreichung der erforderlichen Unterlagen.

Einnahmen aus öffentlichen Kassen

Die Finanzoffenlegungen, die den Vorfall auslösten, zeigen eine steile Hierarchie bei den Einkommen der öffentlich finanzierten Krankenhäuser. Kacpryzks Verdienst als Arzt in Weiterbildung übertraf bei weitem den seiner Vorgesetzten und der Vorstandsmitglieder, was Fragen zu Vertragsstrukturen und Aufsicht in der stadteigenen Einrichtung aufwirft. Das folgende Balkendiagramm stellt die Zahlen nebeneinander.

Jahreseinkommen wichtiger Persönlichkeiten des Südkrankenhauses (2025) · PLN
Dawid Kacprzyk
1600000 PLN
Anna Łukasik (Direktorin)
174000 PLN
Robert Kempa (Aufsichtsräte)
48874.52 PLN
Warschau

4 Quellen

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