
Schiedsrichterentscheidungen und VAR-Überprüfungen prägen das Atlético-Real-Madrid-Derby im Metropolitano
Schiedsrichter Miguel Ángel Ortiz Arias zog eine Karte gegen Jude Bellingham zurück, verwarnte Cristian Romero und schickte später Dean Huijsen während des Madrid-Derbys im Metropolitano vom Platz.
Disziplinäre Wende bei Bellingham und Romero
Das Madrid-Derby im Metropolitano erreichte seinen ersten Reibungspunkt in der 37. Minute, als Jude Bellingham und Cristian Romero um einen losen 50-50-Ball kämpften. Bellingham berührte den Ball zuerst, doch Romero traf den englishen Mittelfeldspieler mit einer versehentlichen Stollen-aufwärts-Herausforderung an Bein und Knie. Spieleiter Miguel Ángel Ortiz Arias bestrafte zunächst Bellingham, zeigte Real Madids Nummer fünf eine Gelbe Karte wegen angeblichen Fouls. Der Videoassistent schritt gemäß dem Protokoll der Verwechslung ein und überprüfte das Tackle auf mögliche tätliche Gewalt. Ortiz Arias konsultierte den Monitor am Spielfeldrand, zog die ursprünglich gegen Bellingham ausgesprohene Gelbe Karte zurück und gab stattdessen Romero eine Gelbe Karte, sodass der argentinische Verteidiger auf dem Feld bleben durfte.
Kang-In-Lees Tackle gegen Valverde
Nur Minuten nach Romeros Verwarnung ereignete sich ein weiteres umstrittenes Vorkommnis im Mittelfeld, als Kang-In Lee Federico Valverde attackierte. Der südkoreanische Angreifer landete einen Stollen-aufwärts-Tritt auf Valverdes Knöchel und Wade während des Spiels. Valverde protestierte vor Ort gegen die Schwere des Kontakts, und die Bank von Real Madrid forderte einen Platzverweis. Ortíz Arias ahndete das Foul mit einem dierekten Freistoß für Real Madrid, lehnte es aber ab, eine Karte zu zeigen. Da der Ball schnell wieeder ins Spiel gebracht wurde, rief der Videoassistent Ortiz Arias nicht zum Monitor am Spielfeldrand, sodass die technische Mannschaft von Real Madrid über die Asymmetrie bei den disziplinarischen Überprüfungen frustriert war.
- Romero foult Bellingham; Schiedsrichter Ortiz Arias hebt Bellinghams ursprüngliche Gelbe Karte auf und verwarnt Romero nach VAR-Prüfung
- Kang-In Lee begeht ein Stollen-Foul an Valverde; Ortiz Arias gibt einen Freistoß ohne VAR-Überprüfung
- Die erste Halbzeit endet am Metropolitano 0:0 nach vorsichtigem taktischem Spiel beider Mannschaften
- Huijsen erhält die Rote Karte nach VAR-Überprüfung wegen eines Fouls an Giuliano Simeone; Grimaldo verwandelt den fälligen Elfmeter
Strafstoß-Zuspruch und Huijsens Ausschluss
Disziplinäre Überprüfungen veränderten das Gleichgewichte des Spiels in der zweiten Halbzeit, als Ortíz Arias zur Bewertung eines Vorfalls im Strafraum von Real Madrid gerufen wurde. Real-Madrid-Innenverteidiger Dean Huijsen beging ein Foul an Atlético-Angreifer Giuliano Simeone im Strafraum. Ortíz Arias gab zunächst einen Elfmeter und zeigte Huijsen eine Gelbe Karte, doch der Schiedsrichter überprüfte die Aufnahmen am Monitor am Spielfeldrand. Nach der Überprüfung stufte Ortíz Arias die Verwarnug in eine dierekte Rote Karte um, wodurch Real Madrid auf zehn Spieler reduziert wurde. Verteidiger Alejandro Grimaldo trat zum Elfmeter an und verwandelte gegen Thibaut Courtois zur Führung für Atlético de Madrid.
Taktisches Patt und erste Halbzeit
Bevor Elfmeter und Platzverweise das Ergebnis prägten, agierten beide Teams mit defensiver Vorsicht in einer torlosen ersten Halbzeit. Die Mannschaft von Diego Simeone hatte höheren Ballbesitz im defensiven Drittel von Real Madrid und übte Druck aus, ohne jedoch direkte Schüsse zu kreieren, die Courtois im Tor gefährdet hätten. Real Madrid verfolgte einen konservativen taktischen Ansatz, ließ sich tief fallen und überließ die Initiative, anstatt Atlético-Torwart Jan Oblak zu prüfen. Die Stürmer Vinícius Júnior und Kylian Mbappé fanden kaum Raum gegen die defensiven Reihen von Atlético, während Bellingham hauptsächlich auf defensive Sicherungsaufgaben im Mittelfeld beschränkt war. Die ersten 45 Minuten endeten 0:0, bevor das Spiel durch Schiedsrichterentscheidungen kippte.


