Sicherheit · Lissabon und Sines
Portugal beschlagnahmt 5 Tonnen Kokain auf Containerschiff vor Lissabon; ein Häftling tot in Zelle aufgefunden
Die portugiesischen Behörden haben ein Containerschiff 1.185 km vor Lissabon abgefangen und bei einer gemeinsamen Luft- und Seeoperation fünf Tonnen Kokain beschlagnahmt. Einer der drei festgenommenen Männer, ein indisches Besatzungsmitglied, wurde am nächsten Morgen erhängt in seiner Zelle aufgefunden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von SAPO, SIC Notícias, RTP und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Fünf Tonnen Kokain wurden von einem unter der Flagge Hongkongs fahrenden Containerschiff beschlagnahmt, das am 4. August 2026 1.185 km vor Lissabon abgefangen wurde.
Einer der drei Häftlinge, ein indisches Besatzungsmitglied, wurde am Morgen des 5. August erhängt in seiner Einzelzelle im Lissabonner Gefängnisanbau aufgefunden.
An der Operation waren die Justizpolizei, die Marine, die Luftwaffe und die spanische Nationalpolizei beteiligt, mit Informationen aus dem Vereinigten Königreich und dem MAOC-N-Zentrum.
- 4.08.Containerschiff legt unter Marineeskorte in Sines an
- 5.08.Indisches Besatzungsmitglied erhängt in seiner Zelle im Lissabonner Gefängnis aufgefunden
- 5.08.Zwei weitere Häftlinge erscheinen vor einem Richter
Die Abfangaktion
In den frühen Morgenstunden des Dienstags seilten sich portugiesische Militärangehörige von einem Hubschrauber auf ein unter der Flagge Hongkongs fahrendes Containerschiff im Atlantik ab, etwa 1.185 Kilometer (640 Seemeilen) vor Lissabon. Das Schiff war von Panama ausgelaufen und befand sich auf dem Weg nach Nordmarokko. Durch das Maritime Analysis and Operations Centre – Drugs (MAOC-N) ausgetauschte Informationen hatten den Ort der versteckten Fracht genau bestimmt, sodass die Einsatzkräfte direkt zum richtigen Schiffsabschnitt vordringen konnten.
„Es war eine große Operation. Das Ergebnis wurde in kurzer Zeit erzielt, aber es erforderte eine enorme Mobilisierung und Koordination von personellen und logistischen Ressourcen.“
Die Luftwaffe verzeichnete 32 Flugstunden, darunter neun Stunden Transport, 16 Stunden Aufklärung über große Entfernungen und 17 Stunden Hubschrauberinfiltration. Die Marine setzte 130 Einsatzkräfte ein, die mehr als 85 Einsatzstunden absolvierten. Nach der Sicherung wurde das Schiff zum Hafen von Sines eskortiert, wo es am frühen Morgen desselben Tages anlegte.
Fracht und Besatzung
Im Inneren des Schiffs fanden die Behörden etwa fünf Tonnen Kokain. Die Justizpolizei geht davon aus, dass die Drogen nicht im Ursprungshafen geladen, sondern während der Reise auf See umgeladen wurden – eine gängige Taktik. Zwei ausländische Staatsangehörige, die sich heimlich an Bord befanden, wurden festgenommen, ebenso wie ein Besatzungsmitglied, das verdächtigt wird, ihnen geholfen zu haben. Die blinden Passagiere hatten die Aufgabe, die Ladung zu bewachen und deren spätere Entnahme sicherzustellen.
„Die Drogen wurden während der Reise an Bord gebracht, bei einer Operation, die von den Schmugglern auf hoher See durchgeführt wurde.“
Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen Italiener, einen Kolumbianer und einen Inder. Das 265 Meter lange Containerschiff durfte am Mittwochmorgen Sines verlassen und setzte seinen Kurs in Richtung Marokko fort.
Tod in Haft
Am Mittwochmorgen gegen 08:00 Uhr fanden Gefängniswärter beim Öffnen der Zellen im Lissabonner Gefängnisanbau neben dem Hauptquartier der Justizpolizei einen der drei Häftlinge tot vor. Die Generaldirektion für Resozialisierung und Gefängnisdienste (DGRSP) bestätigte, dass der Mann allein in einer Einzelzelle untergebracht war und erhängt aufgefunden wurde. Die Rettungskräfte wurden sofort gerufen, konnten aber nur noch den Tod feststellen.
„Ein Häftling, der nach den Festnahmen der Operation SkyDrop mit einem Überstellungsbefehl eingeliefert worden war, wurde leblos in der Zelle aufgefunden, die er allein in der Justizvollzugsanstalt neben der Justizpolizei in Lissabon bewohnte.“
Eine dem Fall nahestehende Quelle teilte der Nachrichtenagentur Lusa mit, dass es sich bei dem Verstorbenen um das indische Besatzungsmitglied handele, das im Hafen von Sines durchsucht worden war. Die DGRSP leitete eine interne Untersuchung der Todesumstände ein. Die beiden anderen Häftlinge wurden noch am selben Tag einem Richter zur ersten Anhörung vorgeführt.
Internationale Zusammenarbeit
Die Operation mit dem Codenamen Skydrop basierte auf Informationen, die zwischen Portugal, Spanien und dem Vereinigten Königreich ausgetauscht wurden. David Ferré, ein Vertreter der spanischen Nationalpolizei, betonte, dass der schnelle Informationsaustausch es den Behörden ermöglicht habe, Ressourcen zu mobilisieren und das Schiff weit vor der Küste abzufangen.
„In dem Moment, als wir die Informationen erhielten und weitergaben, mobilisierten wir diese Ressourcen und Mittel, um eine Enternung auf so vielen Seemeilen durchzuführen und eine solche Operation erfolgreich abzuschließen – das ist das wahre Beispiel internationaler Zusammenarbeit.“
Die Justizpolizei erklärte, die Ermittlungen, die Anfang August begannen, prüften noch, ob die Lieferung zu einer südamerikanischen organisierten Kriminalitätsgruppe gehörte. Alle Möglichkeiten seien noch offen, so die Ermittler.
Rekordbeschlagnahmen
Der Fund von fünf Tonnen erhöht die Kokainbeschlagnahmungen Portugals in diesem Jahr auf 28 Tonnen allein in den ersten acht Monaten und übertrifft damit bereits die Gesamtmenge des gesamten Jahres 2025. João Oliveira führte den Anstieg teils auf die gestiegene globale Produktion und den Schmuggel zurück, aber auch auf eine verbesserte Durchsetzungsfähigkeit. Er wies die Vorstellung zurück, Portugal sei ein einfaches Einfallstor, räumte jedoch ein, dass seine geografische Lage an den Atlantikrouten es besonders exponiert mache.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- SAPOPJ investiga se cocaína apreendida no mar foi enviada por grupo sul-americano
- SIC NotíciasOperação "Skydrop": PJ revela detalhes de como intercetou cinco toneladas de cocaína ao largo da costa portuguesa
- RTP - Rádio Televisão PortuguesaPJ apreendeu cinco toneladas de cocaína em navio e deteve três cidadãos estrangeiros
- SAPOSines: Serviços Prisionais abrem inquérito a morte na prisão de detido na operação SkyDrop
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