Regierung · Berlin und Celle

Christian von Stetten fordert Rücktritt von Arbeitsministerin Bärbel Bas – Koalitionsspannungen nehmen zu

Christian von Stetten, Vorsitzender des Wirtschaftsflügels der CDU/CSU, hat den Rücktritt von SPD-Arbeitsministerin Bärbel Bas gefordert und damit scharfe Kritik von SPD-Führungskräften einschließlich Vizekanzler Lars Klingbeil hervorgerufen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RP Online, DIE WELT, Wirtschafts Woche und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: MdB-Büro Christian Freiherr von Stetten, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. April 2026Christian von Stetten stellt in Frage, ob die Bundesregierung eine volle vierjährige Amtszeit überstehen wird.
  2. September 2026Die CDU verzeichnet rund 20 % der Stimmen bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
  3. 11.09.Christian von Stetten fordert den Rücktritt von Bärbel Bas und kritisiert den Haushaltsentwurf.
  4. 12.09.Lars Klingbeil weist die CDU-Kritik bei einer Wahlkampfveranstaltung in Celle zurück.

Rücktrittsforderungen aus dem Unions-Wirtschaftsflügel

Christian von Stetten, Vorsitzender des Parlamentskreises für kleine und mittlere Unternehmen (PKM) innerhalb der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, forderte den Rücktritt von Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas. In einem am 11. September 2026 von der Bild-Zeitung veröffentlichten Kommentar erklärte von Stetten, die SPD-Co-Vorsitzende behindere notwendige Wirtschaftsreformen. Der PKM vertritt 166 der 208 CDU/CSU-Abgeordneten im Bundestag und ist damit die einflussreichste Gruppierung innerhalb der Fraktion.

„Die Ministerin ist nicht mehr tragbar. Monatelang blockiert sie die Reformen, die unser Land so dringend braucht.“

Christian von Stetten

Von Stetten argumentierte, dass das Konzept, das Arbeitsministerium im Kabinett von Kanzler Friedrich Merz mit der Führung der SPD zu verbinden, gescheitert sei. Er behauptete, dass Bas aus Sorge um ihre Position als Co-Parteivorsitzende Gesetzesentwürfe verzögere.

Mitgliedschaft im Parlamentskreis für kleine und mittlere UnternehmenAbgeordnete
CDU/CSU-Bundestagsabgeordnete insgesamt
208 Abgeordnete
PKM-Mitglieder
166 Abgeordnete

Daten aus dem Artikeltext

Haushaltsstreit und politische Differenzen

Der Streit dreht sich um die Sozialgesetzgebung und den Bundeshaushalt für das kommende Jahr. Von Stetten kritisierte Bas dafür, den zweiten Teil der geplanten Reform des Bürgergeldes zu verzögern. Er wies darauf hin, dass während CDU-Ministerin Karin Prien Kürzungen bei den Elterngeldern ausgesetzt ist, das Arbeitsministerium noch keine Maßnahmen ergriffen hat, um Bürgergeldzahlungen an Personen, die per Haftbefehl gesucht werden, zu stoppen.

Das Arbeitsministerium hatte zuvor erklärt, dass verfassungsrechtliche Prüfungen und technische Bewertungen erforderlich seien, bevor die Sozialleistungen für gesuchte Personen eingestellt werden können. Parallel dazu lehnte von Stetten den von Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil vorgelegten Bundeshaushaltsentwurf ab. Er bezeichnete den Haushaltsplan als inakzeptabel für die Union und behauptete, Klingbeil setze auf höhere Steuern und übermäßige Kredite anstatt auf Ausgabenkürzungen.

SPD-Führung weist Koalitionsangriffe zurück

SPD-Führungskräfte reagierten mit abgestimmter Kritik an von Stetten und riefen zu Stabilität in der Regierungskoalition auf. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Celle, Niedersachsen, verteidigte Vizekanzler Lars Klingbeil Bas und warnte vor politischer Spaltung.

„Was soll das? Wir stecken in verdammt schwierigen Zeiten. Wir müssen in einer Regierung zusammenhalten.“

Lars Klingbeil, Vizekanzler

Klingbeil merkte an, dass zwar eine rechnerische Mehrheit von CDU/CSU und AfD im Bundestag existiere, aber demokratische Parteien der politischen Mitte zusammenarbeiten müssten. Auch SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf wies die Rücktrittsforderung zurück.

„Die Vorwürfe sind kaum mehr als ein hilfloses Ablenkungsmanöver und helfen bei den enormen Herausforderungen, vor denen unser Land und diese Koalition stehen, überhaupt nicht weiter.“

Tim Klüssendorf, SPD-Generalsekretär

Weitere SPD-Politiker, darunter die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt und der Wirtschaftssprecher Sebastian Roloff, forderten CDU-Abgeordnete auf, sich auf Industriestromkosten, Auftragslage und Arbeitskräftemangel zu konzentrieren, anstatt auf Kabinettspersonalstreitigkeiten.

Innerparteilicher Druck auf die CDU-Führung

Die Konfrontation folgt auf wachsende Unruhe innerhalb der CDU nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der die Partei rund 20 % der Stimmen erhielt. Kreisvorsitzende aus Sachsen sandten einen gemeinsamen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz und CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann und forderten eine schonungslose Analyse des Ergebnisses. Die regionalen Führungskräfte schrieben, die Bevölkerung habe das Vertrauen sowohl in die Bundesregierung als auch in die Union verloren.

Eine Woche später finden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin statt. Kanzler Merz hatte zuvor internen Widerstand gegen die Absetzung der stellvertretenden Generalsekretärin Christina Stumpp erfahren, während von Stetten bereits im April 2026 Zweifel geäußert hatte, ob die Große Koalition eine volle vierjährige Legislaturperiode überleben würde.

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Quellen und Kontext

Berlin, Celle · Deutschland

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