Jürgen Klopp erzielt Einigung über Schlüsselpunkte für Amt als Bundestrainer
Der DFB hat sich mit Jürgen Klopp in New York über wesentliche Vertragspunkte verständigt, vorbehaltlich der Zustimmung von Red Bull und der formellen Gremienfreigabe.
Grundsätzliche Einigung
Am Freitag trafen sich DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke in New York mit Jürgen Klopp zu den ersten vertieften Gesprächen über den Bundestrainer-Posten. Nach dem Treffen gab der DFB bekannt, dass eine Einigung über die wesentlichen Punkte eines möglichen Vertrags erzielt wurde.
Im Rahmen des konstruktiven Austauschs wurde eine Einigung über die wesentlichen Punkte eines möglichen Vertrags erzielt. Die Gespräche werden in der kommenden Woche fortgesetzt.
Beide Seiten sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden können, vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull. Ein Vertragsabschluss bedarf der Zustimmung des DFB-Aufsichtsrats und der Mitgliederversammlung. Der Vertrag würde voraussichtlich bis 2030 laufen und die Europameisterschaft 2028 sowie die Weltmeisterschaft 2030 abdecken.
Klopps Rückkehr ins Traineramt
Klopp, 59, war seit seinem Abschied vom FC Liverpool am Ende der Saison 2023/24 nicht mehr als Cheftrainer tätig. Im Januar 2025 übernahm er den Posten des Global Head of Soccer bei Red Bull und beaufsichtigt ein Netzwerk von Vereinen in Österreich, Deutschland, Brasilien, den USA und Japan. Während der Weltmeisterschaft arbeitete er als Experte für Magenta TV, wo er für Aufsehen sorgte, indem er vorschlug, Deniz Undav solle vor Jamal Musiala spielen, und später scherzte, Nagelsmann „stelle die Mannschaft noch auf – vorerst.“ Er entschuldigte sich, nannte sich selbst einen „Idioten“ und sagte, die Bemerkung sei ihm „einfach so rausgerutscht.“ Anfang des Jahres sagte er, er sei „mehr als erholt“ und bereit für die Rückkehr, und bestätigte kürzlich die Gespräche. In einer Sendung sagte er:
Ich muss mit Oliver Mintzlaff reden. Er ist mein Arbeitgeber. Wir haben uns schon geschrieben. Ich gehe davon aus, dass er nicht im Weg steht. Im Idealfall gibt es am Ende nur Gewinner. Red Bull muss sauber aus der Nummer rauskommen.
Pep Lijnders, der Klopps Assistent in Liverpool war, hat ebenfalls zugestimmt, dem neuen Trainerteam beizutreten.
Nagelsmanns Rücktritt und Deutschlands Niedergang
Julian Nagelsmann trat am 3. Juli zurück, nachdem Deutschlands WM-Kampagne im Achtelfinale mit einer Elfmeter-Niederlage gegen Paraguay endete. Die vierfachen Weltmeister hatten ihre Gruppe angeführt, verloren aber ihr letztes Gruppenspiel gegen Ecuador und schieden dann aus. Es war die dritte enttäuschende Weltmeisterschaft in Folge für Deutschland, nach dem Vorrunden-Aus 2018 und 2022. Nagelsmann sagte zunächst, er würde gerne weitermachen und hatte einen Vertrag bis 2028, doch der DFB und der Trainer trennten sich innerhalb weniger Tage. In der damaligen DFB-Erklärung hieß es, Klopp habe „seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme der Position bereits signalisiert.“
Nächste Schritte und erstes Spiel
Die Gespräche sollen in der kommenden Woche fortgesetzt werden, wobei die wichtigsten offenen Punkte die Freigabe durch Red Bull und die interne Ratifizierung durch den DFB sind. Klopp sagte, er habe bereits mit Red Bulls Konzernprojektchef Oliver Mintzlaff geschrieben und glaube, dass dieser ihm nicht im Weg stehen werde. Sollte eine vollständige Einigung erzielt werden, wäre Klopps erstes Spiel als Trainer ein Nations-League-Spiel gegen die Niederlande in Amsterdam am 24. September.
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