
Jürgen Klopp bestätigt Gespräche über Bundestrainer-Posten nach Nagelsmann-Aus
Jürgen Klopp hat bestätigt, dass er mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) über die Nachfolge von Julian Nagelsmann als Bundestrainer verhandelt, nachdem Deutschland bei der WM 2026 früh ausgeschieden ist.
WM-Aus löst Wechsel aus
Die WM-Kampagne 2026 endete für Deutschland im Achtelfinale mit einer Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay – die erste Niederlage im Elfmeterschießen bei einem Turnier überhaupt. Die Mannschaft war mit einem 7:1-Sieg gegen Curaçao gut gestartet, doch ein knapper Sieg gegen die Elfenbeinküste und eine Niederlage gegen Ecuador gingen dem Schock-Aus voraus. Julian Nagelsmann erklärte zunächst, er werde nicht zurücktreten, trat aber später auf Druck von DFB-Funktionären zurück.
Klopp bestätigt DFB-Kontakt
Klopp (59, andere Quellen nennen 58) ist der Wunschkandidat des DFB. Er bestätigte, dass der Verband ihn kontaktiert habe, während er während der WM als Experte für Magenta TV arbeitete.
Julian ist zurückgetreten, und der Verband arbeitet an einer Nachfolge und hat mich kontaktiert.
Der frühere Liverpool-Trainer sagte, er sei nach seinem Abschied vom Premier-League-Klub im Jahr 2024 wieder voller Energie, nachdem er zuvor von fehlender Kraft gesprochen hatte. Er fühle sich nun bereit für eine Rückkehr an die Seitenlinie.
Als ich Liverpool vor zwei Jahren verließ, sagte ich, mir fehle die Energie für einen anderen Job oder ein weiteres Jahr bei diesem Verein. Seitdem habe ich es jedoch geschafft, neue Energie zu tanken, ich bin bereit.
Vertragshürden bei Red Bull
Klopp ist seit Januar 2025 Leiter des globalen Fußballs bei Red Bull. Er betonte, dass jeder Wechsel die Zustimmung seines Arbeitgebers, insbesondere seines Vorgesetzten Oliver Mintzlaff, erfordere. Sein Vertrag enthalte angeblich eine Klausel, die ihm einen Wechsel zum DFB ermögliche.
Ich habe einen Arbeitgeber, Red Bull, für den ich sehr gerne arbeite. Ich habe ein Team, mit dem ich sehr eng zusammenarbeite. In fast zwei Jahren habe ich dort wunderbare Menschen kennengelernt. So einen Ort verlässt man nicht einfach.
Klopp sagte, die Gespräche befänden sich in einem frühen Stadium und würden Zeit in Anspruch nehmen, aber er sei ernsthaft interessiert. Er argumentierte zudem, dass der deutsche Fußball grundlegende Veränderungen brauche, unabhängig davon, wer Trainer werde.
Weitere Kandidaten im Gespräch
Der frühere deutsche Nationalspieler Stefan Effenberg brachte den österreichischen Trainer Oliver Glasner (51) ins Gespräch, der Crystal Palace zum Conference-League-Titel führte, seinen Vertrag aber nicht verlängerte. Glasner gewann zuvor mit Eintracht Frankfurt die Europa League und führte Wolfsburg in die Champions League.
Als Spieler hat er über 400 Erstligaspiele absolviert, kennt die Branche in- und auswendig – und bei seinen bisherigen Vereinen hat er bewiesen, dass er talentierte Teams weiterentwickeln kann.
Der Weltmeister von 2014, Mats Hummels, der als Experte arbeitet, nannte Pep Guardiola als weiteren möglichen Kandidaten und bezeichnete sowohl Guardiola als auch Klopp als die beiden besten Trainer der letzten zwei Jahrzehnte.
- Julian Nagelsmann tritt zurück, nachdem Deutschland im WM-Achtelfinale im Elfmeterschießen gegen Paraguay verloren hat.
- Der DFB kündigt an, Gespräche mit Jürgen Klopp aufzunehmen, der seine Bereitschaft signalisiert hat.
- Klopp bestätigt den DFB-Kontakt, sagt, er sei wieder voller Energie und bereit, benötige aber die Zustimmung von Red Bull.
- Stefan Effenberg schlägt Oliver Glasner vor; Mats Hummels erwähnt Pep Guardiola.


