Klaudia Kazimierska gewinnt Diamond-League-Finale über 1500 m in Brüssel mit Weltjahresbestzeit von 3:54,05
Polens Klaudia Kazimierska stellte einen nationalen Rekord und die Weltjahresbestzeit 2026 von 3:54,05 auf und gewann damit die 1500 Meter der Frauen in Brüssel. Sie sicherte sich die Diamond Trophy und eine Wildcard für die Weltmeisterschaften 2027.
Sieg in Brüssel
Die polnische Mittelstreckenläuferin Klaudia Kazimierska gewann am Samstagabend das Diamond-League-Finale über 1500 Meter der Frauen in Brüssel mit einer Zeit von 3:54,05. Die 25-jährige Athletin, die ursprünglich aus Włocławek stammt und in den Vereinigten Staaten trainiert, hielt sich in den frühen Phasen des Rennens im hinteren Feld. Sie beobachtete das Tempo hinter Konkurrentinnen wie Lorea Ibarzabal, Jessica Hull und der Europameisterin Georgia Hunter Bell, bevor sie rund 200 Meter vor dem Ziel ihren Angriff startete. Kazimierska zog an der Spitze vorbei, übernahm die Führung auf der Zielgeraden und verteidigte ihren Vorsprung, um vor der kenianischen Weltmeisterin Dorcus Ewoi (3:54,72) und Hull (3:54,73) ins Ziel zu kommen, während Hunter Bell mit 3:56,40 Vierte wurde.
Entwicklung im Jahr 2026
Die Siegerzeit in Brüssel verbesserte den polnischen Landesrekord und stellte mit 3:54,05 die schnellste Zeit der Welt im Jahr 2026 auf, womit Kazimierska vom fünften auf den ersten Platz der globalen Saisonliste rückte. Die Marke stellte zudem einen Meeting-Rekord in Brüssel dar und ist die sechstschnellste Zeit in der europäischen Leichtathletikgeschichte. Sie verbesserte Kazimierskas eigenen Landesrekord von 3:55,59, den sie am 23. August beim Kamila-Skolimowska-Gedenkmeeting in Chorzów aufgestellt hatte, um mehr als 1,5 Sekunden. Früher in der Saison hatte Kazimierska mit 4:17,90 einen nationalen Meilenrekord in Eugene aufgestellt, im Juli bei den polnischen Meisterschaften in Białystok Doppelgold über 800 und 1500 Meter gewonnen und im August bei den Europameisterschaften in Birmingham Silber über 1500 Meter geholt.
Das Ergebnis hat mich genauso überrascht wie alle anderen. Ich habe an vielen kleinen Details gearbeitet, und sie scheinen perfekt zusammenzupassen. Es ist die Frucht konsequenter Arbeit. Ich denke, weitere Erfolge werden folgen, denn ich jage immer noch Siegen und Titeln hinterher. Dieses Rennen kam zum perfekten Zeitpunkt. Nach den Europameisterschaften wollte ich einen zweiten Formhöhepunkt erreichen.
- Gewinnt polnische Meistertitel über 800 m und 1500 m in Białystok nach einem Meilenrekord in Eugene
- Sichert sich Silber über 1500 m bei den Europameisterschaften in Birmingham
- Stellt einen polnischen 1500-m-Rekord von 3:55,59 beim Kamila-Skolimowska-Gedenkmeeting in Chorzów auf
- Gewinnt das Diamond-League-Finale in Brüssel mit Weltjahresbestzeit von 3:54,05
Historischer Kontext und Diamond Trophy
Kazimierska ist die zweite Europäerin unter 26 Jahren, die 1500 Meter unter 3:55 läuft, eine Marke, die zuvor nur die Rumänin Paula Ivan mit 3:53,96 bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul erreicht hatte. Der Sieg brachte Kazimierska die Diamond Trophy, ein erhöhtes Preisgeld und eine Wildcard für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im nächsten Jahr in Peking ein. Sie ist die dritte polnische Athletin, die eine Diamond Trophy gewinnt, nach dem vierfachen Diskus-Champion Piotr Małachowski (2010, 2014, 2015, 2016) und dem Hochspringer Mateusz Kołodziejski im Jahr 2026.
Feldwettbewerbe und Sprint-Ergebnisse
Weitere polnische Athleten traten ebenfalls beim Meeting in Brüssel an. Im Speerwurf der Männer belegte Dawid Wegner mit persönlicher Bestleistung von 87,47 Metern den zweiten Platz, der in der polnischen Geschichte hinter dem nationalen Rekord von Marcin Krukowski aus dem Jahr 2021 (89,55 Meter) den zweiten Rang einnimmt. Den Speerwurf gewann der Sri-Lanker Rumesh Tharanga Pathirage mit einem Wurf von 89,04 Metern, während der Trinidadier Keshorn Walcott mit 83,99 Metern Dritter wurde. Über 400 Meter der Frauen wurde Natalia Bukowiecka mit 51,33 Sekunden Siebte in einem Rennen, das die dominikanische Olympiasiegerin Marileidy Paulino mit Meeting-Rekord von 48,64 Sekunden vor der Europameisterin Henriette Jaeger (49,20) gewann.
- Rumesh Tharanga Pathirage
- 89.04 m
- Dawid Wegner
- 87.47 m
- Keshorn Walcott
- 83.99 m


