
Anthony Joshua übersteht frühen Niederschlag und stoppt Kristian Prenga in Runde zwei in Dschidda
Der ehemalige Schwergewichtsweltmeister Anthony Joshua erholte sich von einem Niederschlag in der ersten Runde und schlug den Albaner Kristian Prenga in der zweiten Runde ihres Kampfes in Dschidda k.o., womit er einen geplanten Showdown mit Tyson Fury am Leben hält.
Der Kampf
In der Nacht des 25. Juli in Dschidda, Saudi-Arabien, betrat Anthony Joshua als haushoher Favorit den Ring. Der Veranstaltungsort war zuvor als Riad gemeldet worden, doch die Karte landete in der Hafenstadt am Roten Meer. Innerhalb der ersten 15 Sekunden landete Kristian Prenga eine Rechte an Joshuas Kinn und schickte den Briten zu Boden. Joshua stand wieder auf, aber seine Beine waren unsicher und sein Blick glasig. Prenga drängte weiter mit schweren Rechten und zwang Joshua mehrfach zum Klammern. In einer Phase berührte Joshuas Handschuh erneut den Boden, obwohl der Ringrichter dies nicht als zweiten Niederschlag wertete. Joshua überstand die Runde und erreichte die Glocke auf wackligen Beinen.
Erholung und Ende
Eine Minute Pause reichte dem 36-Jährigen, um sich zu sammeln. In Runde zwei kam Joshua zielstrebig heraus. Er begann, Prenga mit einer harten Führhand zu vermessen und traf dann mit einer scharfen Links-Rechts-Kombination. Prenga wurde in eine neutrale Ecke getrieben, wo Joshua eine weitere Schlagserie entfesselte. Der Albaner ging schwer zu Boden und wurde, obwohl er versuchte aufzustehen, ausgezählt.
- Joshua durch Rechte von Prenga zu Boden geschickt
- Joshua übersteht die Runde, erholt sich in der Ecke
- Joshua schickt Prenga mit Kombination zu Boden, Ringrichter zählt Prenga aus
Was es für Joshua bedeutet
Joshua verbesserte seine Bilanz auf 30 Siege und 4 Niederlagen. Der Kampf war sein erster seit einem K.o.-Sieg über Jake Paul im Dezember 2025, einem Kampf, der Kritik hervorrief, aber vorzeitig endete. Der frühe Schrecken gegen Prenga warf jedoch neue Fragen zu Joshuas Kinn und defensivem Bewusstsein auf. Seine Ruhe und Schlagkraft reichten aus, um eine prekäre Situation zu wenden, aber die erste Runde offenbarte Schwachstellen, die sein Lager vor einem möglichen Treffen mit Tyson Fury beunruhigen werden.
Prengas Serie
Kristian Prenga kam mit einer Bilanz von 20 Siegen, alle durch K.o., und einer einzigen Niederlage aus dem Jahr 2017. Seine Siegesserie von 16 Kämpfen erstreckte sich über mehr als neun Jahre, und er war noch nie gestoppt worden. Der 35-jährige Albaner stieg erstmals gegen einen Gegner von Weltklasse an, und für drei Minuten sah es so aus, als wäre eine große Überraschung möglich. Letztlich setzte sich Joshuas Klasse durch.
Der Weg zu Fury
Die gesamte Karte war auf Joshuas Ambitionen ausgerichtet, endlich gegen Tyson Fury anzutreten. Einen Tag zuvor, am Freitag, hatte Fury in Thailand seine Hausaufgaben erledigt und den Polen Mariusz Wach gestoppt. Da beide Männer vorzeitig gewannen, bleibt der Weg zu einer Vereinigung oder einem lukrativen Superkampf offen. Promoter haben von einer Austragung des Kampfes später im Jahr 2026 gesprochen, und Joshuas Leistung, so ungleichmäßig sie auch war, hat diese Pläne nicht durchkreuzt.


