
Pogoń Szczecin aktiviert Ausstiegsklausel für Jordi Sánchez und verpflichtet Wisła-Kraków-Toptorjäger
Pogoń Szczecin hat die Ausstiegsklausel des 31-jährigen spanischen Stürmers Jordi Sánchez aktiviert und seinen Transfer von Wisła Kraków vor Ablauf der polnischen Transferfrist am 9. September abgeschlossen.
Transfer per Ausstiegsklausel bestätigt
Pogoń Szczecin hat den Transfer des spanischen Stürmers Jordi Sánchez von Wisła Kraków abgeschlossen, nachdem die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag aktiviert wurde. Der 31-jährige Stürmer wechselt zwischen zwei Ekstraklasa-Vereinen, nachdem er in den ersten sieben Spielen der Saison sechs Tore erzielt und einen Assist geliefert hatte. Berichten von Radio Szczecin und TVN24 zufolge lag die vertragliche Ausstiegsklausel bei 250.000 Euro, wobei die Gesamtausgaben – unter Berücksichtigung von Solidaritätsmechanismen und Zusatzkosten – rund 400.000 Euro erreichten; Radio Kraków bezifferte die Ablöse auf rund 300.000 Euro. Pogoń-Präsident Alex Haditaghi erklärte, man habe den erforderlichen Betrag für die obligatorische Freigabe aus Krakau hinterlegt. Sánchez traf am Montag, dem 7. September 2026, in Stettin ein, erledigte die Formalitäten und verfolgte das Spiel von Pogoń gegen Wisła Płock von den Stadionrängen aus.
Meinungsverschiedenheiten über den Verhandlungsprozess
Wisła-Kraków-Präsident und Eigentümer Jarosław Królewski äußerte sich am Montag auf der Plattform X zu dem Transfer und erklärte, der Verein habe versucht, Sánchez zu halten, könne den Abgang aber nicht verhindern, sobald die Klausel aktiviert worden sei. Królewski sagte, die Wisła-Führung sei erst am Sonntag, dem 6. September 2026, über das konkrete Angebot von Pogoń durch den Spielerberater informiert worden. Offizielle des Krakauer Vereins äußerten Bedenken hinsichtlich des Verhandlungsprozesses und wiesen darauf hin, dass die Regeln des Polnischen Fußballverbands (PZPN) und der FIFA vorschreiben, dass der aktuelle Verein eines Spielers informiert werden muss, bevor individuelle Vertragsbedingungen festgelegt werden.
Der Berater bestätigte, dass er sich mit Pogoń Szczecin und dem Spieler auf die Bedingungen geeinigt hatte, bevor wir über die Ausübung der Option informiert wurden. Der Spieler bestätigte ebenfalls, dass er von Pogoń ein Angebot seines Lebens erhalten habe und unseres nicht ausreichend gewesen sei. Daher haben wir Pogoń gebeten, Stellung zu nehmen, denn laut den Regeln ist das nicht die Art und Weise, wie wir davon erfahren sollten.
Auswirkungen auf die Ekstraklasa-Tabelle
Der Wechsel beendet Sánchez' kurze Zeit in Krakau, die Ende Januar 2026 begann, als er ablösefrei vom japanischen Klub Hokkaido Consadole Sapporo kam. Sánchez war zuvor im Sommer 2024 für eine Ablöse von 500.000 Euro von Widzew Łódź nach Japan gewechselt. Nachdem er im Juni 2026 einen Vertrag bei Wisła verlängert hatte, etablierte er sich unter Trainer Mariusz Jop als bester Torschütze und verdrängte Teamkollegen Ángel Rodado auf die Bank. Sánchez führt die Torschützenliste mit sechs Treffern an, gefolgt von Karol Czubak (Motor Lublin) und Ilja Szkurin (GKS Katowice) mit je fünf Toren sowie Leandro Sanca (Piast Gliwice) und Piotr Samiec-Talar (Śląsk Wrocław) mit je vier Toren.
- Jordi Sánchez (Wisła Kraków)
- 6 Tore
- Karol Czubak (Motor Lublin)
- 5 Tore
- Ilja Szkurin (GKS Katowice)
- 5 Tore
- Leandro Sanca (Piast Gliwice)
- 4 Tore
- Piotr Samiec-Talar (Śląsk Wrocław)
- 4 Tore
Wisła Kraków liegt nach sieben Spielen mit elf Punkten auf dem fünften Platz der Ekstraklasa-Tabelle. Pogoń Szczecin belegt mit acht Punkten aus fünf Spielen den neunten Rang. Am 23. August 2026 trafen die beiden Klubs in der Liga aufeinander; das Spiel endete 2:2-Unentschieden, Sánchez blieb ohne Torerfolg.
- Wechsel von Widzew Łódź zu Hokkaido Consadole Sapporo für 500.000 Euro
- Wechselt ablösefrei von Sapporo zu Wisła Kraków
- Unterschreibt eine Vertragsverlängerung bei Wisła Kraków
- Spielt beim 2:2-Unentschieden zwischen Wisła Kraków und Pogoń Szczecin
- Wisła Kraków wird über das vertragliche Kaufangebot von Pogoń Szczecin informiert
- Pogoń Szczecin aktiviert die Ausstiegsklausel und schließt den Transfer ab
Wisła steht vor dem Ende des Transferfensters
Da Sánchez fast die Hälfte der Liga-Tore von Wisła in den ersten sieben Runden erzielt hat, prüft die Krakauer Geschäftsleitung, ob sie vor dem Ende des polnischen Sommer-Transferfensters am 9. September 2026 noch auf dem Markt aktiv werden soll. Als Anhänger ihn im Reymont-Stadion nach möglichen Ersatzkandidaten fragten, deutete Królewski an, dass der Verein zahlreiche Angebote von Beratern und Vermittlern erhalten habe.
Wir werden sehen. Denn wie ich sehe, brennen die E-Mail-Posteingänge vor Angeboten.
Wisła muss entscheiden, ob sie vor der Transferfrist am Mittwoch noch einen Ersatzstürmer verpflichtet, während Pogoń sich darauf vorbereitet, Sánchez in den Kader für sein bevorstehendes Vereinsdebüt zu integrieren.


