Japans H3-Rakete hob am Dienstag, 20. Oktober, um 04:41 Uhr Ortszeit vom Tanegashima Space Center ab und trug die Sonde Martian Moons eXploration (MMX) an Bord. Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA bestätigte in einer Live-Übertragung, dass sich MMX von der H3 getrennt habe und ihre Reise zum Mars-System begonnen habe. Trotz der frühen Stunde verfolgten Tausende Menschen in Japan den Start live und verbreiteten online aufmunternde Botschaften. Die JAXA leitet das Projekt, an dem das französische CNES, die NASA, die Europäische Weltraumorganisation und das deutsche DLR beteiligt sind. Die Sonde soll als erste Proben von einem der beiden Marsmonde entnehmen.
Der Flug zum Mars dauert weniger als ein Jahr, im August 2027 soll die Sonde das Mars-System erreichen. Danach wird sie etwa drei Jahre lang Phobos umkreisen, einen kartoffelförmigen Mond, der nach einer Angabe etwa 22 Kilometer misst, während eine andere seinen größten Durchmesser mit fast 27 Kilometern angibt. Bevor die Hauptsonde aufsetzt, soll der Rover Idefix, eine französisch-deutsche Konstruktion von der Größe eines Mikrowellenherds mit vier Rädern, die Oberfläche vermessen und bei der Auswahl des Landeplatzes helfen. Die Hauptsonde soll auf vier Beinen landen und mit einem Roboterarm bei einem auf drei Stunden veranschlagten Einsatz mindestens 10 Gramm Regolith aus mindestens 2 Zentimetern Tiefe entnehmen. Weil die Schwerkraft auf Phobos sehr schwach ist, dürfte der Rover nach der Landung mehrere Minuten lang aufspringen, bevor er zur Ruhe kommt.
Das Rückkehrmodul soll den Marsorbit 2030 verlassen, die Probenkapsel 2031 in Australien landen. Die Wissenschaft will klären, ob Phobos und Deimos eingefangene Asteroiden sind oder Trümmer eines großen Einschlags auf dem Mars. Zudem erhoffen sich die Forschenden Aufschluss darüber, wie Wasser und organische Verbindungen auf Gesteinsplaneten gelangten und ob der Staub Spuren früheren Lebens enthält. Das Team geht davon aus, einzelne Körner einzeln zu untersuchen, obwohl die Gesamtmenge gering ist; das beste Ergebnis wäre, wenn sich auch etwas Marsstaub in der Probe fände. Professorin Sara Russell, stellvertretende Leiterin der Probenanalyse der Mission, beschrieb das Projekt mit diesen Worten:
„Ich halte das für eine unglaublich ehrgeizige und spannende Mission“
Russell verwies zudem auf eine technische Herausforderung: Der Mond habe selbst nur wenig Schwerkraft, doch seine Nähe zum Mars mache es schwieriger, einen Rover auf die Oberfläche zu bringen.
Japan geht mit einem Vorsprung in die Arbeit, hat es doch bereits bei früheren Missionen Proben von zwei Asteroiden zur Erde zurückgebracht. Das Mars-Sample-Return-Vorhaben der NASA, das auf Material setzte, das der Rover Perseverance seit Herbst 2021 gesammelt hatte, verteuerte sich auf 11 Milliarden US-Dollar, und die erwartete Ankunft der Proben auf der Erde verzögerte sich auf frühestens 2040. Der US-Kongress stoppte die Finanzierung im Januar 2026 unter US-Präsident Donald Trump, das Projekt gilt faktisch als gestrichen. Nicky Fox, Associate Administrator der NASA-Wissenschaftsdirektion, sagte:
„Die Proben von MMX werden für kommende Generationen bahnbrechende Erkenntnisse über das Marssystem liefern, gerade jetzt, da sich die NASA darauf vorbereitet, die ersten Menschen zum Mars zu schicken“
Chinas Mission Tianwen-3 soll 2028 starten und mindestens 500 Gramm Marsmaterial zur Erde bringen, mit einer Landung 2031.
Daten aus dem Artikeltext
Der NASA-Astrophysiker Tom Statler, der an dem Projekt beteiligt ist, beschrieb eine große Begeisterung rund um die Mission. Die MMX-Mission ist mit Kosten von 578 Millionen US-Dollar veranschlagt.
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Pollar unterstützenEntdeckungen · Tanegashima
Japans H3-Rakete hat die MMX-Raumsonde am frühen Morgen des 20. Oktober von Tanegashima aus gestartet und damit eine Mission begonnen, die mindestens 10 Gramm Material von Phobos zur Erde zurückbringen soll. Die Rückkehrkapsel soll 2031 in Australien landen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Monde.fr, Correio da Manha, LBC und weiteren Medien. Geändert .