Makroökonomie · Mestre und Rom
Italienische Verbraucherverschuldung nähert sich 178 Milliarden Euro nach einem Anstieg von 62 % in neun Jahren
Eine Studie von CGIA Mestre zeigt, dass die Verbraucherkredite italienischer Haushalte bis 2025 auf fast 178 Milliarden Euro gestiegen sind, mit durchschnittlich 6.657 Euro pro Familie, da die Inflation die Budgets belastet.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it, il Giornale.it, Tgcom24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Verbraucherkredite erreichten 2025 fast 178 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 62 % bzw. rund 68 Milliarden Euro in neun Jahren entspricht.
Umbrien wies mit 7.514 Euro pro Haushalt die höchste regionale Belastung auf, während Syrakus mit 8.437 Euro an der Spitze der Provinzen lag und Bozen mit 3.106 Euro den niedrigsten Wert verzeichnete.
Zusammen mit 447,5 Milliarden Euro an Immobilienhypotheken von 3,8 Millionen Familien belief sich die gesamte italienische Haushaltsverschuldung auf 612,6 Milliarden Euro.
Ausweitung der italienischen Verbraucherverschuldung
Die von Banken und Finanzinstituten vergebenen Verbraucherkredite in Italien haben sich im Jahr 2025 laut einem Bericht des Forschungsbüros CGIA Mestre auf fast 178 Milliarden Euro belaufen. Über einen Zeitraum von neun Jahren stiegen die Verbraucherkredite um 62 %, was einem absoluten Anstieg von rund 68 Milliarden Euro entspricht. Die durchschnittliche Verbraucherverschuldung pro italienischem Haushalt erreichte 6.657 Euro, ein Anstieg von 4,9 % im Vergleich zu 2024. Rechnet man die 127 Milliarden Euro an bankseitig vergebenen Verbraucherkrediten mit den 447,5 Milliarden Euro an Wohnhypotheken von 3,8 Millionen Haushalten zusammen, beliefen sich die gesamten finanziellen Verbindlichkeiten der Haushalte auf 612,6 Milliarden Euro. Langfristige Immobilienhypotheken werden vom Forschungsinstitut getrennt von den Verbraucherschulden bewertet, da sie Investitionen in Vermögenswerte darstellen.
Regionale Unterschiede in Italien
Die Höhe der Verbraucherverschuldung variiert erheblich zwischen den italienischen Regionen und Verwaltungsprovinzen. Familien in Umbrien tragen mit 7.514 Euro pro Haushalt die höchste kurzfristige Verbindlichkeit, ein Anstieg von 5,1 % gegenüber 2024. Die Toskana folgt mit 7.399 Euro pro Haushalt (ein Plus von 5,6 %), während sizilianische Haushalte durchschnittlich 7.383 Euro (plus 4,5 %) aufweisen. Im Gegensatz dazu lagen die Haushalte in Friaul-Julisch Venetien bei durchschnittlich 5.845 Euro (plus 4,9 %), die Basilikata verzeichnete 5.536 Euro (plus 3,7 %) und Trentino-Südtirol wies mit 3.824 Euro (plus 5,7 %) den niedrigsten regionalen Wert auf. Auf Provinzebene verzeichnete Syrakus mit 8.437 Euro die höchste Verschuldung pro Familie, gefolgt von Massa-Carrara mit 8.373 Euro, Lodi mit 8.280 Euro und Pistoia mit 8.168 Euro. Die größten jährlichen prozentualen Anstiege gab es in Pistoia und Ravenna mit jeweils 7,1 %, während Bozen mit 3.106 Euro die niedrigste Provinzverschuldung aufwies, gefolgt von Sondrio mit 4.400 Euro und Trient mit 4.524 Euro.
- Umbrien
- 7514 €
- Toskana
- 7399 €
- Sizilien
- 7383 €
- Italien Durchschnitt
- 6657 €
- Friaul-Julisch Venetien
- 5845 €
- Basilikata
- 5536 €
- Trentino-Südtirol
- 3824 €
Daten aus dem Artikeltext
Wirtschaftlicher Druck und Konsumtreiber
Der Bericht identifizierte zwei Hauptfaktoren, die die anhaltende Abhängigkeit von Verbraucherfinanzierungen antreiben. Erstens benötigen Haushalte kurzfristige Barmittel, um unvorhergesehene Notfälle zu decken oder Defizite zwischen Einkommen und Lebenshaltungskosten am Monatsende zu überbrücken. Zweitens greifen Familien regelmäßig auf Ratenzahlungen zurück, um langlebige Güter zu kaufen, darunter Neuwagen, Fernseher, Möbel und Haushaltsgeräte, die zuvor durch angesparte Ersparnisse angeschafft wurden. Die anhaltende Inflation der letzten Jahre hat die reale Kaufkraft der Haushalte geschwächt, während Löhne und Renten weitgehend stagnierten, was die Mittelschicht dazu trieb, zur Aufrechterhaltung ihres Lebensstandards Schulden aufzunehmen. CGIA-Vertreter Paolo Zabeo äußerte sich zu den zugrunde liegenden finanziellen Belastungen.
„Ein bemerkenswerter Sprung, der viel über die Veränderungen der Ausgabegewohnheiten und vor allem über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Familien aussagt.“
Die Haushaltsausgaben machen rund 60 % des italienischen Bruttoinlandsprodukts aus, wodurch das Gleichgewicht zwischen Kreditausweitung und Rückzahlungsfähigkeit der Familien zu einem zentralen Wirtschaftsfaktor wird.
Steigende Kreditkosten und Hypothekenvolumen
Die Kosten für Verbraucherfinanzierungen sind in den letzten Jahren als Reaktion auf die geldpolitische Straffung in Europa stark gestiegen. Der effektive Jahreszins (TAEG) für Verbraucherkredite stieg von 7,64 % im Jahr 2021 auf 10,16 % im Jahr 2023, bewegte sich anschließend nahe 10 %, bevor er im Juli 2026 auf 10,38 % kletterte. Dies entspricht einem Anstieg um 41 Basispunkte zwischen Ende 2025 und Juli 2026, angetrieben durch Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank, die den Hauptrefinanzierungssatz auf 2,65 % brachten. Im Gegensatz dazu blieben die TAEG-Sätze für Immobilienkäufe im gleichen Zeitraum stabil. Im Hypothekenmarkt schlossen italienische Haushalte im Jahr 2025 insgesamt 382.389 neue Wohnungsbaudarlehen ab, wobei die Lombardei mit 93.994 Verträgen das höchste Volumen verzeichnete, gefolgt von Venetien mit 39.753 und der Emilia-Romagna mit 38.453.
- 2021
- 7.64 %
- 2023
- 10.16 %
- 2026-07
- 10.38 %
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ANSA.itCgia, il credito al consumo sfiora i 178 miliardi, in 9 anni +62% - Notizie
- il Giornale.itAllarme CGIA: il debito delle famiglie italiane sfiora i 178 miliardi di euro
- Tgcom24Le famiglie italiane si indebitano sempre di più: nel 2025 sfiorati i 178 miliardi di euro
- AdnkronosQuanto si indebitano gli italiani per vivere? L'analisi tra prestiti, mutui e stipendi fermi
- Orte
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