
Italien holt zwei Silber- und eine Bronzemedaille im Geher-Halbmarathon bei den Leichtathletik-Europameisterschaften
Francesco Fortunato und Andrea Cosi bescherten Italien beim ersten gemeinsamen Männer-Podium bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham, während Alexandrina Mihai im Geher-Halbmarathon der Frauen Silber hinzufügte.
Männerrennen: Erstes italienisches Doppelpodium
Das Männer-Geher-Halbmarathon (21,097 km), das bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham sein Debüt feierte, bescherte dem italienischen Gehen eine Premiere. Francesco Fortunato und Andrea Cosi wurden die ersten beiden italienischen Geher, die gemeinsam auf einem Europameisterschaftspodium in derselben Disziplin standen – ein Meilenstein, der selbst zu Zeiten der 20-km- und 50-km-Distanzen nie erreicht wurde. Die Halbmarathon-Distanz selbst war neu im kontinentalen Meisterschaftsformat, was der italienischen Leistung eine zusätzliche Note der Neuheit verlieh.
Der Spanier Paul McGrath sicherte sich den kontinentalen Titel in 1:23:23 Std., einer persönlichen Bestzeit. Fortunato, der amtierende Weltmeister über diese Distanz vom Wettbewerb im April in Brasília, folgte 13 Sekunden später und holte Silber in 1:23:36 Std. Cosi sicherte sich Bronze in 1:23:49 Std. laut drei der vier Quellen, während das Open-Medium seine Zeit mit 1:23:44 Std. angab. Fortunato hatte zuvor Bronze über 20 km bei den Europameisterschaften 2024 in Rom gewonnen, was seine Konstanz über Distanzen und Meisterschaftszyklen hinweg unterstreicht. Der Abstand zwischen McGrath und Fortunato von nur 13 Sekunden über 21 Kilometer spiegelte die Wettbewerbsdichte an der Spitze des Rennens wider.
Frauenrennen: Mihais Karrieredurchbruch
Im Frauenrennen holte Alexandrina Mihai mit Silber in 1:31:04 Std., einer neuen persönlichen Bestzeit, die erste Senioren-Meisterschaftsmedaille ihrer Karriere. Die Athletin der Fiamme Oro, eine ehemalige kontinentale U23-Meisterin über 10.000 Meter, setzte sich im Zielsprint gegen die Ukrainerin Lyudmila Olyanovska durch, die Bronze in 1:31:07 Std. gewann. Mihai überwand zwei Verwarnungen während des Rennens und setzte sich auf den letzten Metern gegen die Ukrainerin durch, was Italiens zweite Silbermedaille des Tages bedeutete. Der Drei-Sekunden-Vorsprung von Mihai gegenüber Olyanovska im Ziel spiegelte die Enge des Kampfes um die verbleibenden Podiumsplätze wider.
- Paul McGrath (Gold)
- 5003 Sekunden
- Francesco Fortunato (Silber)
- 5016 Sekunden
- Andrea Cosi (Bronze)
- 5029 Sekunden
Die Spanierin Maria Perez dominierte das Frauenrennen, gewann Gold in 1:30:06 Std., der weltweit besten Leistung des Jahres, und feierte bereits auf den letzten Metern mit der Straßenrand-Crowd. Im Ziel umarmte Perez ihre Freundin Antonella Palmisano, die Olympiasiegerin von Tokio 2020 und Europameisterin von Rom 2024, die in 1:32:10 Std. Fünfte wurde. Nicole Colombi, die dritte italienische Starterin, belegte den elften Platz, 5 Minuten und 30 Sekunden hinter der Siegerin, nachdem sie am 16. Kilometer nach drei Verwarnungen einen Boxenstopp eingelegt hatte.
- Maria Perez (Gold)
- 5406 Sekunden
- Alexandrina Mihai (Silber)
- 5464 Sekunden
- Lyudmila Olyanovska (Bronze)
- 5467 Sekunden
Italienische Geher-Tiefe auf dem Prüfstand
Das italienische Gehprogramm ging aus den Halbmarathon-Wettbewerben mit drei Medaillen hervor: zwei Silber- und eine Bronzemedaille. Die Nachrichtenagentur AGI berichtete, dass die italienische Geh-Kampagne bei diesen Meisterschaften insgesamt vier Medaillen einbrachte, wobei die vierte Medaille aus einem anderen, in diesen Berichten nicht näher beschriebenen Geh-Wettbewerb stammte. Die Halbmarathon-Distanz, neu im Europameisterschaftsformat, belohnte die etablierte Stärke des italienischen Teams in dieser Disziplin. Fortunatos Weltmeistertitel aus Brasília im April und Mihais U23-Vergangenheit führten beide am selben Tag in Birmingham zu Senioren-Meisterschaftspodestplätzen, während Palmisanos fünfter Platz dem Frauenresultat trotz des verpassten Medaillengewinns weitere Tiefe verlieh.


