Konflikte · Zawtar al-Gharbiya
Israelische Soldaten errichten Sperrwälle in libanesischem Dorf unter Armeekontrolle – Beirut spricht von Verstoß gegen Juni-Abkommen
Israelische Streitkräfte errichteten einen Erdwall in Zawtar al-Gharbiya, einem südlibanesischen Dorf, das seit dem 21. Juli unter Armeekontrolle steht. Beirut verurteilte dies als Verstoß gegen das von den USA vermittelte Rahmenabkommen vom Juni.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Ouest France, France 24, Mediapart und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Israelische Truppen drangen in der Nacht vom 7. auf den 8. August kurz nach Mitternacht in Zawtar al-Gharbiya ein und errichteten einen Erdwall in der Nähe des Dorfplatzes, der eine Straße am östlichen Dorfeingang blockierte.
Eine libanesische Militärquelle sagte der AFP, der Einmarsch sei ein Verstoß gegen das von den USA vermittelte Rahmenabkommen vom Juni. Ein Sprecher der israelischen Armee sagte: „Wir haben keine Kenntnis von einem solchen Vorfall in diesem Gebiet.“
In der siebten Verhandlungsrunde in Rom am 6. August weigerte sich Israel, neue Pilotzonen auszuweisen, und verlangte zunächst einen Nachweis der Kontrolle durch die libanesische Armee. Ein israelischer Beamter sagte, die Ausweitung sei „nicht automatisch“.
Trotz einer seit Juni geltenden Waffenruhe führt Israel weiterhin gezielte Angriffe und Gebäudeabrisse im Südlibanon durch. Die NNA meldete am Samstag, den 8. August, mehrere Angriffe in der Gegend.
- 6.08.Siebte Runde der libanesisch-israelischen Verhandlungen in Rom abgeschlossen
- 7.08.Israelische Truppen dringen über Nacht in Zawtar al-Gharbiya ein und errichten Erdwall
- 8.08.Anwohner entdecken Wall; Libanon bezeichnet es als Verstoß gegen das Abkommen
Nächtlicher Einmarsch
Israelische Truppen drangen in der Nacht von Freitag, dem 7., auf Samstag, den 8. August, kurz nach Mitternacht in das südlibanesische Dorf Zawtar al-Gharbiya ein, rückten in die Nähe des Dorfplatzes vor und errichteten einen neuen Erdwall, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete. Ein AFP-Korrespondent sah den Wall, der eine Straße am östlichen Dorfeingang blockierte. Bürgermeister Abed Ezzeddine sagte der AFP, dass etwa 50 Familien, die seit Ende Juli in das Dorf zurückgekehrt waren, am Samstagmorgen überrascht den Wall entdeckten, der sich rund 100 Meter vom Dorfplatz entfernt befand. Die örtlichen Behörden erklärten, es sei unklar, ob noch israelische Streitkräfte in der Gegend seien. Die NNA berichtete, die Truppe sei kurz nach Mitternacht vorgerückt und habe den Wall in der Nähe des Dorfplatzes errichtet.
Eine „Pilotzone“ unter dem Juni-Abkommen
Zawtar al-Gharbiya war eine von zwei ausgewiesenen „Pilotzonen“, in denen die libanesische Armee die Sicherheitsverantwortung im Rahmen eines von den USA vermittelten Rahmenabkommens übernehmen sollte, das im Juni in Washington mit Israel unterzeichnet wurde. Die libanesische Armee wurde am 21. Juli in dem Dorf stationiert; zuvor waren israelische Truppen am Rande des Dorfes präsent gewesen. Die Stationierung war Teil der ersten Phase des Rahmenabkommens, in der die libanesische Armee Gebiete übernahm, aus denen sich israelische Streitkräfte zurückgezogen hatten. Gemäß dem Abkommen soll die Hisbollah entwaffnet werden, während Israel seine Truppen schrittweise aus dem Süden abziehen soll. Der Rückzug ist an die Entwaffnung der pro-iranischen Bewegung geknüpft, die sich weigert, ihre Waffen abzugeben, und nicht an den Gesprächen beteiligt ist.
Libanesische Verurteilung und israelisches Dementi
Eine libanesische Militärquelle bestätigte der AFP den Vorfall und bezeichnete ihn als Verstoß gegen das Rahmenabkommen. Ein Sprecher der israelischen Armee schilderte den Vorfall anders.
„Wir haben keine Kenntnis von einem solchen Vorfall in diesem Gebiet.“
Trotz einer seit Juni geltenden Waffenruhe führt Israel weiterhin gezielte Angriffe und Gebäudeabrisse im Südlibanon durch. Die NNA meldete am Samstag mehrere Angriffe in der Gegend, was das Muster anhaltender militärischer Aktivitäten trotz der Waffenruhe unterstreicht.
Stockende Verhandlungen
Der Libanon und Israel haben am Donnerstag ihre siebte Runde direkter Verhandlungen in Rom abgeschlossen. Nach Angaben einer Quelle aus der libanesischen Präsidentschaft weigerten sich die Israelis, neue „Pilotzonen“ auszuweisen, da sie zunächst eine wirksame Kontrolle der libanesischen Armee in den bereits im Abkommen vorgesehenen Zonen sicherstellen wollten. Ein israelischer Beamter sagte der AFP, die Ausweitung des Prozesses sei „nicht automatisch“ und hänge von den beobachteten Ergebnissen ab. Es wurden keine neuen Pilotzonen ausgewiesen, sodass die Ausweitung des Rahmenabkommens auf Eis liegt.
Hintergrund des Konflikts
Israel marschierte im Südlibanon ein, nachdem die Hisbollah Anfang März die Feindseligkeiten zur Unterstützung des Iran wieder aufgenommen hatte, der Ziel einer israelisch-amerikanischen Offensive war. Israelische Streitkräfte besetzen weiterhin einen breiten Streifen im Süden entlang der Grenze. Die Invasion und die weitreichende Bombardierungskampagne haben nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mehr als 4.300 Menschen getötet und Hunderttausende weitere vertrieben. Die Hisbollah trat auf der Seite ihres Geldgebers Iran in den Nahostkrieg ein, was die israelische Invasion und die anschließende Besetzung südlibanesischen Territoriums auslöste.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Ouest FranceLe Liban dénonce une violation de l'accord avec Israël, après une incursion de soldats dans un village sud libanais
- France 24Israeli troops infiltrate Lebanese army-held village and build roadblock, mayor says
- MediapartLe Liban fait état d'une incursion israélienne dans un village malgré le déploiement de l'armée libanaise
- Le Monde.frAu Liban, l'armée israélienne a pénétré dans un village malgré le déploiement de l'armée libanaise
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