Diplomatie · Wien, Teheran und New York

USA blockieren Irans Nuklearchef Mohammad Eslami von IAEO-Konferenz in Wien

Die Vereinigten Staaten legten Einspruch gegen eine Ausnahmegenehmigung von UN-Sicherheitsratssanktionen ein, was Österreich dazu veranlasste, dem Leiter der iranischen Atomenergieorganisation, Mohammad Eslami, vor der IAEO-Generalkonferenz in Wien ein Reisevisum zu entziehen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Al Jazeera Online, N-tv, Süddeutsche Zeitung und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: IAEA Imagebank, CC BY 2.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 2021Mohammad Eslami wird zum Leiter der Atomenergieorganisation Irans ernannt.
  2. 2025Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich lösen den Snapback-Mechanismus aus, um UN-Sanktionen wieder in Kraft zu setzen.
  3. 14.09.Die Vereinigten Staaten legen Einspruch gegen eine Sanktionsausnahmegenehmigung ein und blockieren damit Eslami von der IAEO-Generalkonferenz.

Visumsentzug und diplomatische Konfrontation

Die Vereinigten Staaten blockierten Mohammad Eslami, den Leiter der iranischen Atomenergieorganisation und iranischen Vizepräsidenten, von der Teilnahme an der Generalkonferenz der Internationalen Atomenergiebehörde am 14. September 2026 in Wien. Eslami und seine Begleitdelegation kehrten nach Teheran zurück, nachdem die österreichischen Behörden sein Einreisevisum zu Beginn der fünftägigen Jahrestagung annulliert hatten. Eslami hatte seit seiner Ernennung im Jahr 2021 regelmäßig an der Konferenz teilgenommen und dort gesprochen. Der österreichische Botschafter Christian Ebner informierte die Mitgliedsstaaten, dass Österreich eine Ausnahmegenehmigung vom Sanktionsausschuss des UN-Sicherheitsrates für ein Reiseverbot beantragt hatte, der Antrag jedoch nach einem formellen US-Einspruch abgelehnt wurde. Als Reaktion gab der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, bekannt, dass Teheran den österreichischen Geschäftsträger einbestellte, um gegen die Visumsstornierung zu protestieren. Der iranische Botschafter bei der IAEO, Reza Najafi, legte während der Eröffnungssitzung einen formellen Einspruch ein.

„Die Annullierung und die dafür vorgebrachte angebliche rechtliche Rechtfertigung sind ein deutliches Zeichen für einen politischen Akt und eine fortgeschrittene formelle Politisierung dieser Organisation.“

Reza Najafi

Sanktionsmechanismus und Rechtsstreit

Iranische Nuklearbeamte und russische Vertreter beschrieben die Reiseverweigerung als Teil eines breiteren Versuchs, iranische Beamte von der Teilnahme an multilateralen Foren abzuhalten. Behrouz Kamalvandi, ein hochrangiger Beamter der iranischen Atomenergieorganisation, charakterisierte den Ausschluss als politisch motivierte Nötigung.

„Die Verweigerung des Zugangs zur Generalkonferenz schafft einen Präzedenzfall, der alle betreffen wird. Und deshalb müssen wir uns gegen einen solch schikanösen politischen Druck zur Wehr setzen.“

Behrouz Kamalvandi, Hoher Beamter und Sprecher

Eslami wurde ursprünglich im Jahr 2008 mit UN-Reisesanktionen belegt, als der Sicherheitsrat feststellte, dass er ein militärisches Forschungsinstitut leitete, das mit früherer Forschung an Atomwaffen in Verbindung stand. Diese Maßnahmen wurden im Rahmen des Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplans von 2015 und der UN-Sicherheitsratsresolution 2231 ausgesetzt. Das Abkommen löste sich auf, nachdem Präsident Donald Trump die Vereinigten Staaten 2018 zurückzog. Im letzten Jahr beriefen sich Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich auf den Snapback-Mechanismus des Abkommens, um UN-Sanktionen, einschließlich Reiseverboten und konventionellen Waffenbeschränkungen, wieder in Kraft zu setzen. Weder Iran noch Russland erkennen die Gültigkeit der wieder eingeführten Snapback-Strafmaßnahmen an.

Eskalierende Spannungen bei der Atomaufsichtsbehörde

Der US-Botschafter Preston Wells Griffith III bestätigte, dass Washington in New York gegen die Reiseausnahmegenehmigung Einspruch einlegte, um den UN-Sanktionsrahmen aufrechtzuerhalten. Griffith erklärte, dass Eslami die Produktion von nahezu waffenfähigem Uran überwacht, während Iran die Zusammenarbeit mit internationalen Überwachern verweigert.

„Seine Teilnahme hätte nur dazu geführt, dass Iran die IAEO-Verfahren als Bühne für Propaganda genutzt hätte, während substanzielle Bedenken umgangen worden wären.“

Preston Wells Griffith III

Der Streit auf der Jahrestagung folgt auf eine Resolution des IAEO-Gouverneursrats in der Vorwoche, die Iran an den UN-Sicherheitsrat verwies. Die von den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich und Deutschland unterstützte Resolution äußerte Besorgnis darüber, dass die Agentur keinen Zugang zu iranischen Atomanlagen hat und keine aktuellen Daten über Uranvorräte besitzt. Die IAEO hatte zuvor festgestellt, dass strukturierte Forschung im Zusammenhang mit Atomwaffen im Jahr 2003 eingestellt wurde, obwohl die iranischen Behörden durchweg betonen, dass ihr Atomprogramm ausschließlich friedlicher Natur ist.

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Quellen und Kontext

Wien, Teheran, New York · Österreich, Iran, Vereinigte Staaten

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