
Iran droht mit Angriff auf Ölwege im Persischen Golf und US-Wirtschaftsgüter wegen Sanktionen
Iran hat gewarnt, dass es regionale Nachbarn als Feinde behandeln und alternative Öltransitrouten im Persischen Golf angreifen werde, wenn sie Washington bei der Ausweitung der Wirtschaftssanktionen gegen Teheran unterstützen.
Regionale Warnungen vor Wirtschaftsmaßnahmen
Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Rezaei, warnte, dass Iran jedes Land, das sich an amerikanischen Wirtschaftsbeschränkungen beteiligt, als Feind behandeln werde. In einer Rede beim staatlichen Rundfunk IRIB am 22. August 2026 mahnte Rezaei die Nachbarländer und internationale Regierungen, die von den Vereinigten Staaten geführte Wirtschaftskampagne nicht zu unterstützen. Er erklärte, dass Teheran die Handels- und Sicherheitsinteressen von Ländern angreifen werde, die sich nicht von Washington distanzieren.
Wir erklären allen Ländern um uns herum und allen Ländern der Welt: Schließt euch nicht dem von den Vereinigten Staaten geführten Wirtschaftskrieg an.
Angriff auf amerikanische Handels- und Ölinteressen
Rezaei deutete an, dass die iranischen Streitkräfte ihre Operationen bisher auf militärische Einrichtungen beschränkt hätten, erklärte jedoch, dass Wirtschaftsgüter nun als potenzielle Ziele betrachtet würden. Er warnte, dass amerikanische Handelsunternehmen in der Nähe des Iran direkten Angriffen ausgesetzt sein könnten, falls der wirtschaftliche Druck zunehme. Rezaei, der während des Krieges 1980–1988 mit dem Irak die Islamischen Revolutionsgarden führte und im August 2026 sein Amt als Sicherheitschef antrat, wandte sich auch direkt an die Führung der Vereinigten Staaten. Er erklärte, dass jede von Donald Trump angeordnete Vergeltungsmaßnahme zu einer Konfrontation führen würde, die einem Erdbeben gleiche.
Bislang haben wir nur Militärbasen angegriffen, aber wenn sie uns Wirtschaftssanktionen auferlegen wollen, haben die Vereinigten Staaten Öl- und Wirtschaftsunternehmen rund um den Iran und anderswo, und wir werden sie treffen.
US-Druckkampagne und internationale Reaktionen
Die Warnungen folgen auf eine Ankündigung von Donald Trump, in der er eine erneute Initiative zur Abschottung des Iran vom internationalen Handel skizzierte, begleitet von Drohungen mit wirtschaftlichen Strafen für Regierungen, die Geschäftsbeziehungen mit Teheran unterhalten. Der Finanzminister der Vereinigten Staaten, Scott Bessent, erklärte, dass die neuen Beschränkungen darauf abzielen, den Zusammenbruch der iranischen Regierung herbeizuführen, woraufhin das iranische Außenministerium am 20. August 2026 Washington des Wirtschaftsterrorismus beschuldigte. Das US-Finanzministerium führt seit mehreren Monaten eine als "Operation Economic Fury" bezeichnete Sanktionskampagne, und Bessent soll am 24. August 2026 eine Pressekonferenz abhalten, um weitere Maßnahmen zu erläutern.
- Gemeinsamer israelischer und amerikanischer Angriff beginnt den Konflikt mit Iran.
- Waffenstillstandsabkommen bricht zusammen, Iran behält operative Kontrolle über die Straße von Hormuz.
- Mohsen Rezaei wird zum Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran ernannt.
- Vereinigte Arabische Emirate setzen alle Handels- und Finanztransaktionen mit Iran aus.
- Iran beschuldigt die Vereinigten Staaten des Wirtschaftsterrorismus nach Äußerungen von Scott Bessent.
- Mohsen Rezaei warnt, dass Iran alternative Ölrouten und US-Wirtschaftsunternehmen angreifen werde.
- US-Finanzminister Scott Bessent soll eine Pressekonferenz zu Sanktionen abhalten.
Die internationalen Reaktionen auf die amerikanischen Maßnahmen bleiben regional und global gespalten. Am 18. August 2026 kündigten die Vereinigten Arabischen Emirate die Aussetzung aller Handels- und Finanztransaktionen mit Teheran bis auf Weiteres an. Umgekehrt lehnte die chinesische Regierung amerikanische Appelle ab, sich dem Wirtschaftsembargo anzuschließen. Pekinger Beamte erklärten, dass Sanktionen und Druck den Nahostkonflikt nicht lösen würden, und hielten an Chinas strategischer Wirtschaftsbeziehung zum Iran fest.
Blockaden und Streitigkeiten über Schifffahrtsrouten
Der breitere Konflikt begann am 28. Februar 2026 mit einem gemeinsamen israelischen und amerikanischen Militärangriff auf iranische Ziele. Ein im Juni 2026 abgeschlossenes Waffenstillstandsabkommen brach anschließend zusammen, sodass die iranischen Streitkräfte die operative Kontrolle über die Straße von Hormuz behielten. Vor Ausbruch des Krieges machte die Wasserstraße ein Fünftel der weltweiten Erdölversorgung aus. Rezaei präzisierte, dass der Iran bereit sei, alternative Transitrouten im Persischen Golf anzugreifen, die die Straße umgehen, falls die Nachbarstaaten die Sanktionsbemühungen unterstützen.


