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Konflikte·vor 2 Std.

Iran setzt Friedensgespräche mit USA aus und droht mit Blockade der Straße von Hormus angesichts israelischer Angriffe auf Libanon

Teheran setzt Verhandlungen mit Washington wegen Israels Offensive im Libanon aus und schürt Ängste vor einer neuen Ölversorgungskrise.

Gespräche wegen Libanon ausgesetzt

Die iranische, staatsnahe Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Montag, dass das iranische Verhandlungsteam den gesamten Dialog und den Austausch von Texten mit den Vereinigten Staaten über Vermittler aussetzt. Die Entscheidung wurde angesichts der fortgesetzten Verbrechen des zionistischen Regimes (Israel) im Libanon getroffen und weil der Waffenstillstand nun auf allen Fronten verletzt wurde, einschließlich Libanon. Der Iran hatte zuvor darauf bestanden, dass ein Waffenstillstand im Libanon eine wesentliche Voraussetzung für jedes umfassendere Abkommen zur Beendigung des seit drei Monaten andauernden Nahostkrieges sei.

Ein Verstoß an einer Front ist ein Verstoß gegen den Waffenstillstand an allen Fronten. Die USA und Israel sind für die Folgen jedes Verstoßes verantwortlich.

Waffenstillstandsverstöße und militärische Eskalation

Der US-iranische Waffenstillstand, der seit dem 8. April 2026 in Kraft ist, erscheint zunehmend brüchig. Am Wochenende griffen amerikanische Streitkräfte iranische Luftabwehr, eine Bodenkontrollstation und zwei Drohnen an, die Schiffe bedrohten, nachdem es zu „aggressiven iranischen Aktionen“ gekommen war. Die Islamischen Revolutionsgarden des Iran revanchierten sich mit Angriffen auf einen US-Luftwaffenstützpunkt – Kuwait aktivierte später seine Luftabwehr und verurteilte die Angriffe. Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu ordnete Militärschläge auf die südlichen Vororte von Beirut, eine Hochburg der Hisbollah, an und verwies auf wiederholte Waffenstillstandsverstöße der Gruppe. Ein separater Waffenstillstand im Libanon war am 17. April in Kraft getreten, wird aber jetzt faktisch nicht mehr beachtet.

Jede Entscheidung hat ihren Preis, und die Zeit ist gekommen, die Rechnung zu begleichen.

Drohung der Blockade der Straße von Hormus

Tasnim berichtete weiter, dass der Iran und das, was er die „Widerstandsfront“ nennt – verbündete Gruppen im Jemen, Libanon und Irak – darauf abzielen, die Straße von Hormus vollständig zu blockieren, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird. Die Agentur signalisierte auch, dass die Bab-el-Mandeb-Straße vor der Küste Jemens zu einer „Widerstandsfront“ werden würde, an der wahrscheinlich Huthi-Rebellen beteiligt sind, die bereits Schiffe im Roten Meer angegriffen haben. Die iranische Marine kündigte eine vollständige Blockade beider Engpässe an, um Israel und seine Verbündeten zu „bestrafen“.

Wichtige Daten zur Eskalation und zum Scheitern des Waffenstillstands
  1. USA und Israel beginnen Krieg gegen den Iran, der später auf den Libanon ausgeweitet wird.
  2. Iran-USA-Waffenstillstand erklärt; Verhandlungen über Vermittler beginnen.
  3. Libanon-Waffenstillstand tritt in Kraft, aber bald werden Verstöße gemeldet.
  4. USA greifen iranische Militärstandorte an; Iran revanchiert sich gegen einen Stützpunkt in Kuwait.
  5. Iran setzt Gespräche aus und droht mit Hormus-Blockade; Netanyahu ordnet Angriffe auf Beirut an.

Ölmärkte reagieren

Die Brent-Rohölpreise stiegen aufgrund der Nachrichten um mehr als 3 %, da die Bedrohung wichtiger Seewege die Ängste vor einer langwierigen Versorgungsstörung neu entfachte. Der Krieg, der am 28. Februar mit US-israelischen Angriffen auf den Iran begann, hat bereits Tausende getötet und den Iran gezwungen, die Straße von Hormus früher effektiv zu schließen. Die jüngste Eskalation verstärkt die globale wirtschaftliche Unsicherheit.

Diplomatische Sackgasse

Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei sagte, tiefes Misstrauen und widersprüchliche Signale aus Washington behinderten Fortschritte, und beschuldigte die USA, ständig ihre Positionen zu ändern und „neue oder widersprüchliche Forderungen“ zu stellen. Ein vorläufiges Abkommen sei angeblich erreicht worden, aber Präsident Donald Trump habe vor der Genehmigung des Entwurfs Änderungen verlangt. In der Zwischenzeit vermittelt Pakistan weiter, doch die Aussetzung lässt keinen klaren Weg nach vorne.

Teheran · Beirut · Washington · Kuwait-Stadt

8 Quellen

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