
Iran erteilt irakischen Öltankern Sondergenehmigungen zur Durchfahrt durch die Straße von Hormus
Die staatliche Nachrichtenagentur Irna bestätigte am 22. August 2026, dass Teheran in den vergangenen sechs Monaten ausgewählte irakische Rohöllieferungen über den Engpass genehmigt hat, während der Iran künftige Transitgebühren vorbereitet und Gespräche mit Oman führt.
Sondergenehmigungen für irakisches Rohöl
Die iranische Regierung hat spezielle Navigationsgenehmigungen erteilt, die ausgewählten irakischen Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus ermöglichen. Die offizielle staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete am 22. August 2026 über die Maßnahme und bestätigte, dass die Ausnahmegenehmigungen während der sechs Monate nach Ausbruch des Krieges im Nahen Osten durchgehend galten. Die Genehmigung erfolgte auf wiederholte formelle Anfragen Bagdads, seinen Handelsschiffen die Durchfahrt über die strategisch wichtige Kohlenwasserstoff-Handelsroute zu gestatten. Die iranischen Behörden gewährten den Zugang speziell für Schiffe, die irakische Ölinteressen transportieren, während sie die Kontrolle über die allgemeinen Schifffahrtswege behielten. Irna stellte den Schritt als ein Zugeständnis dar, das trotz intensiver regionaler militärischer Auseinandersetzungen gewährt wurde.
Die staatliche Nachrichtenagentur beschrieb die Entscheidung Teherans, irakische Schifffahrt zu ermöglichen, in einem offiziellen Bericht vom Samstag.
Obwohl die USA die heftigsten militärischen Maßnahmen ergriffen, hat Teheran irakischen Öltankern in den letzten sechs Monaten die Durchquerung der Straße von Hormus gestattet.
Irakische wirtschaftliche Abhängigkeit vom Korridor
Das Genehmigungssystem geht direkt auf strukturelle wirtschaftliche Zwänge ein, denen die irakische Regierung während des regionalen Konflikts gegenübersteht. Der Verkauf von Rohöl macht fast 90 % der gesamten Staatseinnahmen des Irak aus, was die Kontinuität der Exporte für den Staatshaushalt des Landes unerlässlich macht. Vor Ausbruch der Feindseligkeiten verschiffte Bagdad die überwiegende Mehrheit seines exportierten Rohöls über den Seeweg, der den Persischen Golf mit internationalen Gewässern verbindet. Die Erfahrungen in den ersten sechs Kriegsmonaten zeigten, dass der Irak über keine praktikablen alternativen Pipeline- oder Landtransitrouten verfügte, die das Seetransportvolumen ersetzen könnten. Iranische Staatsmedien stellten fest, dass Bagdad für die Ausfuhr seines wichtigsten Exportguts weiterhin auf die Meerenge angewiesen war.
Die staatliche Nachrichtenagentur betonte das Fehlen alternativer Logistikkorridore für die irakische Energieproduktion während der Kriegszeit.
Die Erfahrung der letzten sechs Monate hat gezeigt, dass der Irak für den Export des Großteils seines Rohöls keine Alternative zur Straße von Hormus hatte.
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- Teheran erteilt ausgewählten irakischen Öltankern nach wiederholten Anfragen aus Bagdad spezielle Transitgenehmigungen
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Kriegsausbruch und Seeblockade
Die Kontrolle über die schmale Seepassage wechselte Ende Februar 2026, nachdem ein gemeinsamer israelisch-amerikanischer Militärschlag einen breiteren bewaffneten Konflikt im Nahen Osten auslöste. Nach dem Angriff Ende Februar übernahm der Iran die operative Kontrolle über die Straße von Hormus und änderte die Durchfahrtsregeln durch einen der kritischsten Kohlenwasserstoffkorridore der Welt. Als Vergeltung verhängten die Vereinigten Staaten eine Seeblockade gegen iranische Häfen und verschärften damit die Konfrontation auf regionalen Seewegen. Die Pattsituation unterbrach die normale Handelsschifffahrt über den Persischen Golf und zwang regionale Energieexporteure, nach Durchfahrtsmöglichkeiten zu suchen. In diesem operativen Umfeld führte Teheran die Ausnahmegenehmigungen ein, um ausgewählte irakische Rohöltanker durch den Engpass zu leiten.
Transitgebühren und bilaterale Gespräche mit Oman
Die iranischen Behörden haben wiederholt erklärt, dass die Seeverkehrsregeln für die Straße von Hormus nach Ende der militärischen Aktionen nicht zu den Vorkriegsstandards zurückkehren werden. Teheran strebt die Einführung obligatorischer Transitgebühren für alle Handels- und Energieschiffe an, die die Wasserstraße künftig durchqueren wollen. Parallel dazu führen iranische Beamte formelle bilaterale Gespräche mit Oman, dessen Küste die südliche Grenze der Meerenge bildet, um eine überarbeitete Transitroute für die Handelsschifffahrt zu entwerfen. Allerdings erklärte Teheran, dass ein bilaterales Abkommen mit Maskat nicht ausreichen werde, um die Meerenge für den breiteren internationalen Verkehr wieder zu öffnen. Iranische Beamte betonen, dass eine vollständige Wiedereröffnung weiterhin davon abhängt, dass die Vereinigten Staaten eine bestimmte Liste von Forderungen der iranischen Regierung erfüllen.


