
FIFA-Präsident Gianni Infantino besucht Eröffnungsspiel der U-20-Frauen-WM in Katowice
FIFA-Präsident Gianni Infantino ist am Samstag in Katowice eingetroffen, um das Eröffnungsspiel der U-20-Frauen-Weltmeisterschaft zwischen Polen und Argentinien in der Arena Katowice zu besuchen.
Turniereröffnung in Katowice
FIFA-Präsident Gianni Infantino ist am Samstag, den 5. September 2026, in Polen eingetroffen, um das Eröffnungsspiel der U-20-Frauen-Weltmeisterschaft zwischen Gastgeber Polen und Argentinien zu besuchen. Infantino landete vor Mittag mit einem Privatflugzeug in Katowice und fuhr direkt zum Hotel Monopol im Stadtzentrum. Eine Delegation des Polnischen Fußballverbands (PZPN) empfing den FIFA-Chef im Hotel, bevor sie zur Arena Katowice, lokal als Nowa Bukowa bekannt, weiterreiste. Das Turnier begann mit einer kurzen und dynamischen Eröffnungszeremonie ohne formelle Reden oder übliche offizielle Proklamationen von Verbandsfunktionären.
Wir sind bereit für das Turnier.
Offizielle und Stadionpräsenz
Infantino nahm auf der VIP-Tribüne der Arena Katowice Platz, neben PZPN-Präsident Cezary Kulesza und dem Vorsitzenden des FIFA-Schiedsrichterausschusses, Pierluigi Collina. Die Anwesenheit der FIFA-Führung erregte die Aufmerksamkeit der Fotoreporter, die vor dem Anpfiff im Stadion waren. Die offizielle Bestätigung von Infantinos Teilnahme traf am Freitagabend ein, als Tomasz Kozłowski, Direktor für Medien und Kommunikation des PZPN, bekannt gab, dass PZPN-Generalsekretär Łukasz Wachowski eine formelle Mitteilung des FIFA-Generalsekretariats erhalten habe. Ein vom offiziellen PZPN-Kanal Łączy Nas Piłka veröffentlichtes Video dokumentierte die Ankunft und zeigte Infantino, der Kulesza mit einer Umarmung begrüßte, bevor er das Stadiongelände betrat.
Format und Gastgeberstädte
Die U-20-Frauen-Weltmeisterschaft versammelt 24 Nationalmannschaften, die in vier Gastgeberstädten im Süden und Zentrum Polens gegeneinander antreten: Katowice, Sosnowiec, Bielsko-Biała und Łódź. Nach ihrem Eröffnungsspiel gegen Argentinien wird die polnische Mannschaft die Gruppe A gegen Mexiko und Benin fortsetzen. Der Wettbewerb läuft bis zum Ende des Monats und endet mit dem Finale am 27. September 2026 im Stadion in Łódź. Die Veranstaltung ist das erste internationale Turnier unter der Schirmherrschaft der FIFA seit der Männer-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko, die im Juni und Juli 2026 stattfand.
- Männer-Weltmeisterschaft endet in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko
- UEFA setzt geplanten Boykott von FIFA-Wettbewerben vorübergehend aus
- PZPN bestätigt Teilnahme von Gianni Infantino am Eröffnungsspiel
- Turnier beginnt in Katowice mit Polen gegen Argentinien
- Turnierfinale findet planmäßig in Łódź statt
Boykott-Aussetzung und kommerzielle Streitigkeiten
Die Teilnahme europäischer Mannschaften an dem Turnier war bis Ende August ungewiss geblieben, als die UEFA die vorübergehende Aussetzung eines geplanten Boykotts von FIFA-Wettbewerben ankündigte. Der europäische Dachverband hatte den Protest als Reaktion auf Infantinos kommerziellen Vorschlag organisiert, ein separates Betriebsunternehmen im Wert von 20 Milliarden Dollar zu gründen, das künftige Weltmeisterschaften und verwandte Veranstaltungen verwalten soll. Der umstrittene Plan sah eine Beteiligung von 20 Prozent an dem Unternehmen für externe Privatinvestoren vor.
Investoren-Widerstand und Governance
Der Widerstand gegen den Kommerzialisierungsplan weitete sich über Europa hinaus aus und stieß auf formellen Widerstand des Fußballverbandes Nord-, Mittelamerikas und der Karibik (CONCACAF) sowie des Asiatischen Fußballverbandes (AFC). Die private Investorengruppe, die das Konsortium anführen sollte, war Thrive Eternal, ein von Thrive Capital betriebenes Investmentvehikel, einem von Joshua Kushner gegründeten Fonds. Kushner ist der Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump. Angesichts des einheitlichen Widerstands der kontinentalen Verbände setzte die FIFA den Teilprivatisierungsplan aus, sodass die europäischen Mannschaften zum Turnier nach Polen reisen konnten.


