Konflikte · Marib, Nadschran und Dschidda

Huthi-Angriffe töten Dutzende im Jemen – UN warnt vor schlimmster Eskalation seit Waffenruhe 2022

Huthi-Rebellen töteten bei Raketen- und Drohnenangriffen auf Regierungslager in Marib und Hadramaut mindestens 58 Soldaten – die tödlichsten Angriffe seit der jemenitischen Waffenruhe von 2022. Die UN warnte, das Land stehe vor der größten Gefahr eines erneuten umfassenden Krieges seit diesem Waffenstillstand.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, El Confidencial, RFI und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Marib, Nadschran, Dschidda · Jemen, Saudi-Arabien
Wie es dazu kam
  1. 7.08.UN-Gesandter Hans Grundberg warnt, der Jemen stehe vor der größten Gefahr eines großflächigen Krieges seit der Waffenruhe vom April 2022
  2. 7.08.Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan unterzeichnen das Mekka-Verteidigungsabkommen mit gegenseitiger Beistandspflicht
  3. 8.08.Jemenitische Armee kündigt Militäroperation gegen Huthi-Stellungen entlang der Frontlinien an

Donnerstagsangriffe: die tödlichsten seit 2022

Huthi-Kräfte starteten am Donnerstag eine Welle von Raketen- und Drohnenangriffen auf Militärlager in den Provinzen Marib und Hadramaut, die beide von der international anerkannten Regierung kontrolliert werden. Die Angriffe töteten mindestens 58 Soldaten und verwundeten Dutzende, wie RFI und ein früherer Bericht von El Mundo meldeten – die tödlichsten Angriffe seit der von der UN vermittelten Waffenruhe vom April 2022. Andere Quellen, darunter El Pais und eine spätere Meldung von El Mundo, beziffern die Zahl der Toten auf 30 und mindestens 50 Verwundete. El Mundo berichtete, dass acht Raketen auf die Lager abgefeuert wurden. Der Huthi-Militärsprecher Yahya Saree erklärte, die Gruppe habe eine „große“ Anzahl ballistischer Raketen und Drohnen gegen Truppenkonzentrationen in den Lagern al-Ruwaik, al-Abr und al-Thaniyah eingesetzt und behauptete, die Angriffe hätten „Hunderte saudischer Söldner“ getötet und verwundet sowie Lager, Waffendepots und Militärfahrzeuge in der Grenzstadt al-Wadi'ah zerstört.

Eskalation am Freitag: Drohnen treffen Marib und Saudi-Arabien

Am Freitagmorgen traf ein Huthi-Drohnenangriff ein Lager für Vertriebene in Harib, südlich der Stadt Marib, tötete drei Regierungssoldaten und verwundete vier, wie das Nachrichtenportal South24 berichtete. Das Gesundheitsministerium der international anerkannten Regierung erklärte, ein separater Huthi-Beschuss von Wohnvierteln und Vertriebenenlagern in Marib habe mindestens zwei Zivilisten getötet und 14 verwundet. Die saudisch geführte Koalition meldete einen Huthi-Angriff auf die Region Nadschran im Süden Saudi-Arabiens, bei dem mindestens 11 Zivilisten verletzt wurden, darunter ein vierjähriges Kind. Hizam al-Asad, Mitglied des Politbüros der Huthi, erklärte, es werde keine „Sicherheit für die saudischen Invasionskräfte oder ihre Söldner“ auf jemenitischem Gebiet geben.

UN warnt vor Rückkehr zum Krieg

Der UN-Sondergesandte Hans Grundberg warnte am Freitag, der Jemen stehe vor der größten Gefahr eines erneuten großflächigen Konflikts seit der Waffenruhe vom April 2022.

„Der Jemen steht heute vor einer größeren Gefahr eines erneuten großflächigen Konflikts als zu jedem anderen Zeitpunkt seit der von der UN im April 2022 vermittelten Waffenruhe.“

Hans Grundberg, UN-Sondergesandter für den Jemen

Grundberg verwies auf Huthi-Angriffe innerhalb und außerhalb des Jemen, darunter Angriffe auf zivile Infrastruktur, Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden sowie den Beschuss von Hadramaut und Marib. Er sagte, er sei weiterhin überzeugt, dass ein diplomatischer Weg noch existiere, der jedoch politischen Willen und echtes Engagement aller Parteien erfordere. Der schwedische Diplomat erklärte, er habe einen „intensiven Dialog“ mit jemenitischen Akteuren, regionalen Mächten und internationalen Verbündeten geführt, um Optionen für eine Deeskalation auszuloten.

Saudi-arabische diplomatische und militärische Reaktion

Saudi-Arabien unterzeichnete am Freitag während eines gemeinsamen Verteidigungsgipfels in Dschidda das „Mekka-Verteidigungsabkommen“ mit der Türkei und Pakistan. Der Pakt besagt, dass jeder bewaffnete Angriff auf einen der drei Staaten als Angriff auf alle drei betrachtet wird, mit dem Ziel, die „kollektive Abschreckung“ zu stärken. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif hielten sich zu bilateralen Gesprächen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in Riad auf. Saudi-Arabien kündigte zudem Pläne für eine multinationale maritime Verteidigungskoalition zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer an, unterstützt von 14 Ländern, darunter die Türkei und Pakistan. Eine mit der saudischen Armee vertraute Quelle sagte der AFP, Marib sei eine „rote Linie“ und die Koalition werde keine Änderung des Kräfteverhältnisses vor Ort zulassen, betonte jedoch, man strebe keine Eskalation an. Saudi-Arabien hatte nach der Blockade der Straße von Hormus 60 % seiner Ölexporte über das Rote Meer umgeleitet, wodurch die Huthi-Seeblockade dort eine direkte Bedrohung für die saudischen Öleinnahmen darstellt.

Jemenitische Armee schlägt zurück

Am Samstag kündigten die jemenitischen Streitkräfte eine Militäroperation gegen Huthi-Stellungen, -Personal und -Fähigkeiten an mehreren Punkten entlang der Frontlinien an. Oberst Majed al-Nuzayli, der Sprecher der Streitkräfte, sagte, die Operation ziele auf Huthi-Elemente und -Ausrüstung an verschiedenen Fronten und bezeichnete sie als Antwort auf die „wiederholten, hinterhältigen und terroristischen“ Angriffe der Huthi-Miliz, die Soldaten und Zivilisten getötet und verwundet hätten. Das Militär rief die Bevölkerung und die jemenitischen Stämme auf, die Regierungstruppen zu unterstützen und den sozialen Zusammenhalt gegen das zu wahren, was es als Versuche externer Interessen bezeichnete, das Land in regionale Konflikte zu ziehen.

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