
Huthi-Angriff tötet 14 bis 16 jemenitische Regierungssoldaten nahe Hodeidah – der tödlichste seit Jahren
Huthi-Rebellen starteten einen heftigen Angriff auf regierungstreue Stellungen südlich von Hodeidah und töteten zwischen 14 und 16 Soldaten und verletzten über 20 weitere. Regierungstruppen eroberten die Stellungen im Morgengrauen nach einem Gegenangriff zurück.
Der Angriff
Huthi-Rebellen starteten am späten Freitag, den 3. Juli, einen Angriff auf regierungstreue Stellungen im Gouvernement Hodeidah. Die Kämpfe konzentrierten sich auf das Gebiet Jabal Dabbas südlich der Hafenstadt am Roten Meer, dauerten mehrere Stunden und zogen sich bis Samstagmorgen hin. Regierungstruppen verloren zunächst an Boden, starteten jedoch einen Gegenangriff, der die Stellungen im Morgengrauen des 4. Juli zurückeroberte.
Sie wurden getötet, während sie ihr Land und ihre Würde verteidigten.
Opfer und Taktiken
Die Zahl der getöteten Regierungssoldaten liegt je nach Quelle zwischen 14 und 16. Medizinisches Personal in Hodeidah berichtete, 16 Leichen und 22 Verwundete erhalten zu haben, während ein Militärbeamter in Hays die Zahl von 14 Toten und 23 Verletzten nannte. Walid al-Qudaimi, ein Staatsminister, sagte, mindestens 15 Soldaten seien getötet worden. Die Verluste der Huthi wurden als schwer beschrieben: Al-Qudaimi behauptete, mehr als 50 Kämpfer seien getötet und Dutzende verwundet worden, doch die Rebellen haben sich nicht geäußert.
Ein anonymer Offizier sagte der AFP, dass Huthi-Scharfschützen die meisten Verluste der Regierung verursacht hätten, bevor Drohnen und Mörser eingesetzt wurden. Er bezeichnete das Gefecht als „den tödlichsten Huthi-Angriff seit Jahren".
- Huthi-Kämpfer greifen regierungstreue Stellungen im Gebiet Jabal Dabbas/Hays an.
- Scharfschützen fügen die meisten Verluste zu; Drohnen und Mörser folgen.
- Huthi erobern kurzzeitig Stellungen.
- Regierungsgegenangriff erobert alle Stellungen zurück.
Ein eingefrorener Konflikt
Der Jemen ist seit 2015 geteilt, als die vom Iran unterstützten Huthi die Hauptstadt Sanaa und große Teile des Nordens einnahmen. Die international anerkannte Regierung, unterstützt von einer von Saudi-Arabien geführten Koalition, operiert von Aden im Süden aus. Eine von der UN vermittelte Waffenruhe von 2022 fror die Frontlinien weitgehend ein, aber sporadische Gewalt hielt an. Die jüngsten Kämpfe sind der schwerste Bruch dieser Ruhe.
Regionale Spannungen
Der Angriff erfolgte Tage, nachdem die Huthi Flughäfen und wichtige Einrichtungen in Saudi-Arabien bedroht hatten, das die jemenitische Regierung unterstützt. Die Eskalation erhöht das Risiko eines größeren Aufflammens entlang der Küste des Roten Meeres, einer strategischen Wasserstraße für den Welthandel.
Humanitäre Bilanz
Der Krieg hat Hunderttausende getötet und die nach UN-Angaben schlimmste humanitäre Krise der Welt ausgelöst. Der Jemen, das ärmste Land der Arabischen Halbinsel, leidet unter weit verbreiteter Hungersnot und Krankheiten. Die Waffenruhe von 2022 brachte eine Verringerung der Gewalt, aber keine politische Einigung.


