
Emma Hunt durchbricht die 6-Sekunden-Schranke im Speedklettern und stellt mit 5,99 Sekunden in Krakau Weltrekord auf
Die Amerikanerin Emma Hunt lief im Viertelfinale des Krakau-Weltcups 5,99 Sekunden und war damit die erste Frau, die an der 15-Meter-Wand unter sechs Sekunden blieb. Der bisherige Rekord von 6,03 Sekunden gehörte der Olympiasiegerin Aleksandra Mirosław, die später im Finale wegen eines Fehlstarts disqualifiziert wurde.
Der Rekordlauf
Emma Hunt, eine 23-jährige Amerikanerin auf Platz fünf der Weltrangliste, stellte am Samstag beim IFSC-Weltcup in Krakau einen Weltrekord auf. Im Viertelfinale des Damen-Speedwettbewerbs lief sie 5,99 Sekunden an der Standard-15-Meter-Wand und war damit die erste Frau, die die 6-Sekunden-Schranke durchbrach. Hunt hatte die Qualifikation mit 6,05 Sekunden angeführt, vor Mirosławs 6,14 Sekunden.
Mirosławs Herrschaft endet
Der bisherige Weltrekord von 6,03 Sekunden gehörte Aleksandra Mirosław, der Olympiasiegerin von Paris 2024. Der polnischen Kletterin waren die letzten zehn Weltrekorde in dieser Disziplin gelungen. Ihre 6,03 Sekunden stellte sie bei den Weltmeisterschaften in Seoul im Oktober 2025 auf, wobei ein spanischsprachiger Bericht den September 2025 nennt. Im Februar, an ihrem 32. Geburtstag, gab Mirosław bekannt, dass sie nach der Saison 2026 zurücktreten werde. Die Europameisterschaften im August sind als ihr letzter Wettkampf angesetzt.
Ein dramatisches Finale
Mirosław erreichte das Finale nach einem Halbfinallauf von 6,04 Sekunden, nur eine Hundertstelsekunde über ihrer persönlichen Bestzeit. Natalia Kałucka zog mit 6,37 Sekunden ins Finale ein, während ihre Schwester Aleksandra Kałucka im Halbfinale ausschied. Das Finale wurde als Showdown zwischen Hunt und Mirosław, den beiden schnellsten Qualifikantinnen, erwartet. Mirosław stellte sich auf der Bahn B neben Hunt auf. Sie beging einen Fehlstart und wurde disqualifiziert. Der Sieg ging an die Indonesierin Desak Made Rita Kusuma Dewi, Kałucka belegte den zweiten Platz.
Was als Nächstes kommt
Der Krakau-Weltcup war Mirosławs letzter Wettkampfauftritt in der Heimat. Sie wird sich nun auf die Europameisterschaften konzentrieren, bevor sie sich aus dem Sport zurückzieht. Hunts Lauf von 5,99 Sekunden setzt einen neuen Maßstab für eine Disziplin, die Teil des Olympiaprogramms von Los Angeles 2028 sein wird.
- Emma Hunt führt mit 6,05 s; Aleksandra Mirosław Zweite in 6,14 s.
- Hunt stellt mit 5,99 s einen Weltrekord auf und bricht Mirosławs Bestmarke von 6,03 s.
- Mirosław läuft 6,04 s, Natalia Kałucka 6,37 s; beide ziehen ins Finale ein.
- Mirosław begeht einen Fehlstart und wird disqualifiziert; Desak Made Rita Kusuma Dewi gewinnt, Kałucka Zweite.


