
Staatsanwaltschaft untersucht Helikopterlandung am Strand Sarakiniko auf Milos, bei der Passagiere badeten
Ein Helikopter landete am 7. August am Strand Sarakiniko auf Milos, und Passagiere stiegen aus, um zu schwimmen. Der Staatsanwalt von Syros ordnete eine Voruntersuchung an, und die Zivilluftfahrtbehörde prüft, ob die Flugregeln eingehalten wurden.
Vorfall am Sarakiniko
Am Freitag, dem 7. August 2026, landete ein Helikopter am Sarakiniko, einem der bekanntesten und belebtesten Strände der griechischen Insel Milos. Der Pilot parkte das Luftfahrzeug auf den charakteristischen Mondfelsen des Strandes und stieg mit einer Gruppe von Passagieren aus, um im türkisfarbenen Wasser zu schwimmen. Ein örtlicher Geschäftsmann, der vor Ort war, nahm die Landung mit seinem Mobiltelefon auf. Das Video verbreitete sich schnell in den sozialen Medien und löste öffentliche Empörung sowie Fragen zur Rechtmäßigkeit und Sicherheit der Landung aus. Der Geschäftsmann bestätigte, dass das Filmmaterial echt und nicht KI-generiert sei, und äußerte Besorgnis über ein Verhalten, das mangelnden Respekt für ein geschütztes Naturgebiet von internationaler Bedeutung zeige.
Im Gespräch mit SKAI TV sagte der Geschäftsmann: „Wir wissen nicht, was uns morgen erwartet“ an diesem begehrten Ort, und forderte, Sarakiniko als Schutzgebiet auszuweisen, da es derzeit keinen solchen Status besitze.
Staatsanwaltschaft und Luftfahrtbehörde reagieren
Die Präsidentin der Gemeinde Triovasalos, Sofia Psatha Gagaki, informierte die Zivilluftfahrtbehörde und die Polizeibehörden über den Vorfall. Der Staatsanwalt von Syros ordnete an, dass die Polizeidienststelle von Milos vorläufiges Ermittlungsmaterial sammelt, einschließlich der Identitäten des Piloten und der Passagiere, um die Umstände zu prüfen und festzustellen, ob die erforderlichen Landeerlaubnisse eingeholt wurden. Falls angebracht, könnten strafrechtliche Anklagen folgen.
Die Zivilluftfahrtbehörde (CAA) gab eine Erklärung ab, in der sie bestätigte, dass sie den Fall im Rahmen ihrer Aufsichts- und Prüfungsverantwortung gemäß Gesetz 4757/2020 bereits übernommen habe.
Die CAA sammelt und bewertet alle verfügbaren Daten, um festzustellen, ob die vorgeschriebenen rechtlichen Verfahren, Flugregeln und anwendbaren Betriebsanforderungen eingehalten wurden.
Das Verwaltungsverfahren umfasst die Einholung von Erläuterungen vom Betreiber und Eigentümer des Helikopters, bevor die Behörde weitere Maßnahmen ergreift.
Rechtsrahmen unter die Lupe genommen
Der Vorfall rückte das Präsidialdekret 19/2009 erneut in den Fokus, das seit über einem Jahrzehnt Helikopterlandungen und -starts außerhalb organisierter Heliports regelt. Gemäß Artikel 12 des Dekrets kann ein Helikopterpilot nach visueller Bestätigung der Eignung auf eigene Verantwortung einen Landeplatz auswählen, sofern eine entsprechende Mitteilung erfolgt. Die Verordnung sollte den Helikoptertransport angesichts der begrenzten Anzahl lizenzierter Heliports in Griechenland erleichtern.
Landungen sind jedoch nur tagsüber erlaubt und nicht in Gebieten mit Umwelt- oder anderweitigem Schutz. Von der Zeitung Kathimerini zitierte Quellen merkten an, dass das Dekret wiederholt Kritik auf sich gezogen habe, da Fälle von missbräuchlicher Anwendung dokumentiert seien. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich vor einigen Jahren an einem Strand auf Mykonos, in der Nähe von Schwimmern.
CAA-nahe Quellen teilten Kathimerini mit, dass auf Dienstebene Diskussionen über eine Änderung oder sogar Rücknahme des Dekrets im Gange seien. Die CAA prüft auch die Ausgabe einer formellen Empfehlung, obwohl eine solche Empfehlung nicht bindend wäre und keine Sanktionen bei Nichteinhaltung nach sich ziehen würde.
Umweltfragen
Im Fall von Milos stellt sich zusätzlich die Frage, ob Sarakiniko unter ein Natura-2000-Schutzregime oder einen anderen Schutzstatus fällt, etwa als archäologische Stätte oder Gebiet von besonderem Interesse. Der Vorfall ereignet sich einige Monate nach einer öffentlichen Diskussion über Bautätigkeiten in der Gegend, die Fragen zum Schutz der einzigartigen Natur von Sarakiniko aufgeworfen hatte. Die CAA erklärte, sie arbeite an der Reform und Aktualisierung des PD 19/2009, mit besonderem Schwerpunkt auf Flugsicherheit, Schutz von Menschenleben und Schutz von Gebieten mit besonderen Schutzregimen, einschließlich Natura-2000-Gebieten und anderen Schutzgebieten. Die Behörde erklärte, dass Flugsicherheit und strikte Einhaltung der nationalen und EU-Rechtsvorschriften stets ihre Priorität seien.
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