
Fünftligist HEBC Hamburg empfängt Borussia Dortmund im DFB-Pokal vor über 41.600 Fans
Der Fünftligist HEBC Hamburg empfängt am Dienstagabend im Volksparkstadion Borussia Dortmund. Über 41.600 Karten wurden verkauft – ein Wettbewerbsrekord für einen Fünftligisten.
Zuschauerrekord im Volksparkstadion
Der Fünftligist Hamburg-Eimsbütteler Ballspiel-Club empfängt am Dienstagabend um 20:45 Uhr in der ersten Runde des DFB-Pokals den Bundesligisten Borussia Dortmund. Die Partie findet im Volksparkstadion statt und wird live auf RTL und Sky übertragen. Bis Montagmittag wurden über 41.600 Karten verkauft, womit der bisherige Fünftligarekord von 41.500 Zuschauern aus der ersten Runde vom 10. August 2019, als Atlas Delmenhorst im Weserstadion gegen Werder Bremen spielte, übertroffen wurde. Der Nahverkehrsbetreiber Hamburger Hochbahn stellte HEBC einen eigenen Bus für die Fahrt von Eimsbüttel nach Bahrenfeld zur Verfügung. Sollte der Amateurverein eine Überraschung schaffen, gibt es für die Mannschaft Eis statt finanzieller Prämien.
- HEBC vs Borussia Dortmund (2026)
- 41600
- Atlas Delmenhorst vs Werder Bremen (2019)
- 41500
Vereinsgeschichte und Qualifikation
Gegründet 1911 als Sportclub Elbe, zählt HEBC 818 Mitglieder und belegt damit Platz 111 der beim Hamburger Sportbund gemeldeten Sportvereine. Der lila-weiße Klub trägt seine Heimspiele in der Regel sonntagmorgens um 10:45 Uhr vor rund 250 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz Professor-Reinmüller-Platz aus. HEBC qualifizierte sich am 23. Mai mit einem 5:1-Sieg gegen Vorwärts Wacker im Finale des Hamburger Landespokals für den nationalen Pokalwettbewerb und erreichte damit das erste lokale Endspiel seit 1983. In der laufenden Oberliga Hamburg belegt die Mannschaft von Trainer Philipp Obloch mit zwei Siegen und drei Niederlagen den 13. Platz, nachdem sie am Freitag eine 0:1-Niederlage in der Liga gegen Vorwärts Wacker hinnehmen musste.
Vorbereitung der Mannschaft und ehemalige Spieler
Das Training war in den Tagen vor dem Pokalspiel ungewöhnlich gut besucht; die Spieler verschoben ihre üblichen Urlaubspläne, um sich auf die Profimannschaft vorzubereiten. Kapitän Janek Wrede, der in der Scouting-Abteilung des Hamburger SV arbeitet, führt die Abwehr gegen Dortmund an. Der Sportliche Leiter Stilianos Vamvakidis, der sich die Aufgaben mit Eduardo Avarello teilt und dem Verein seit fast 40 Jahren angehört, beschrieb die Einstellung der Mannschaft vor dem Anpfiff.
Für uns geht es in erster Linie darum, das Spiel zu genießen und alles aufzusaugen. Wir wissen nicht, was auf uns zukommt, also lösen wir uns zunächst vollkommen vom Ergebnis.
Trainer Obloch räumte die defensiven Herausforderungen für die Oberliga-Spieler ein und umriss gleichzeitig ihre Hoffnungen für die Partie.
Wenn wir bei einem 0:0 ins Elfmeterschießen kommen, nehme ich das.
Der frühere Werder-Bremen-Spieler Thomas Wolter, der vor seinem Wechsel in die Bundesliga 1984 für HEBC spielte, wird das Spiel gemeinsam mit seinen Teamkollegen der Mannschaft von 1983 besuchen.
Ich habe zwei Karten für das Spiel gekauft und werde mit meiner Mannschaft von 1983 im Stadion sein. Wir treffen uns immer zweimal im Jahr.
Weiteres Turniergeschehen
30 Mannschaften haben sich bereits für die zweite Runde des DFB-Pokals qualifiziert, darunter 16 Bundesligisten, 11 Mannschaften aus der 2. Bundesliga und drei unterklassige Teams. Rot-Weiss Essen zog mit einem 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli in die nächste Runde ein, der SSV Jeddeloh II schaltete den 1. FC Heidenheim mit 5:2 aus, und die SG Sonnenhof Großaspach besiegte Arminia Bielefeld im Elfmeterschießen. Sollten Borussia Dortmund und der FC Bayern München ihre jeweiligen Partien gegen HEBC und den VfL Osnabrück gewinnen, würden erstmals seit der Saison 2008/09 alle 18 Erstligisten die zweite Runde erreichen. Die Auslosung der verbleibenden 32 Teams findet am Samstag um 17:45 Uhr in der ARD-Sportschau aus dem Deutschen Fußballmuseum in Dortmund statt.
- Bundesliga
- 16
- 2. Bundesliga
- 11
- Amateure und untere Ligen
- 3


