
Großbritannien blockiert Export eines 71 Millionen Pfund teuren Rembrandt-Porträts, um es in der nationalen Sammlung zu behalten
Die britische Regierung hat ein vorübergehendes Ausfuhrverbot für Rembrandts Porträt der Catrina Hooghsaet von 1657 im Wert von 71 Millionen Pfund verhängt und gibt inländischen Käufern bis zum 26. Dezember 2026 Zeit, entsprechende Erwerbsmittel aufzubringen.
Ausfuhrstopp und Bewertung
Die britische Regierung hat ein vorübergehendes Ausfuhrverbot für ein Porträt von Rembrandt van Rijn aus dem Jahr 1657 im Wert von 71 Millionen Pfund verhängt, was etwa 82,8 Millionen Euro entspricht. Das Kulturministerium erließ das Veto, nachdem ein Antrag auf eine Ausfuhrgenehmigung für ein unbekanntes Ziel eingereicht worden war. Das als nationaler Schatz eingestufte Kunstwerk ist das teuerste Objekt, das jemals einem britischen Ausfuhrstopp unterlag. Österreichische Berichte nannten einen Wert von 71,7 Millionen Pfund, also rund 83 Millionen Euro. Nach britischen Denkmalschutzbestimmungen bleibt die Ausfuhrsperre mindestens bis zum 26. Dezember 2026 in Kraft. Diese Verzögerung gibt inländischen Institutionen, Galerien und privaten Sammlern die Möglichkeit, ausreichende Mittel aufzubringen, um den Kaufpreis zu erreichen und das Porträt im Land zu halten.
- Rembrandt malt das Porträt der Catrina Hooghsaet in Amsterdam.
- Das Gemälde kommt im Vereinigten Königreich an.
- Ein walisischer Besitzer verkauft die Leinwand bei Sotheby's für 35 Millionen Pfund.
- Christie's verkauft das Gemälde für 71 Millionen Pfund.
- Die vorübergehende britische Ausfuhrverzögerungsfrist läuft ab.
Provenienz und frühere Verkäufe
Das Gemälde mit dem Titel Porträt der Catrina Hooghsaet zeigt eine wohlhabende Amsterdamerin in einem schwarzen Kleid mit weißem Kragen und weißer Haube. Die britische Regierung bezeichnete das Porträt als eines der außergewöhnlichsten Spätwerke Rembrandts. Das Gemälde befindet sich seit der Mitte des 18. Jahrhunderts im Vereinigten Königreich und verbrachte einen Großteil dieser Zeit in einer Privatsammlung mit einem langjährigen Besitzer aus Wales. 2015 verkaufte der walisische Besitzer das Gemälde bei einer Auktion von Sotheby's für 35 Millionen Pfund an einen anonymen ausländischen Käufer. Damals wurde eine vorübergehende Ausfuhrbeschränkung verhängt, aber britische Institutionen konnten die notwendigen Mittel nicht aufbringen, um es zu behalten. Trotz der erfolglosen inländischen Spendensammlung entschied sich der Käufer damals, das Gemälde auf britischem Boden zu belassen. Das Kunstwerk wurde letztes Jahr in einem Privatverkauf von Christie's für 71 Millionen Pfund weiterverkauft, eine Zahl, die das Auktionshaus am Freitag bestätigte.
- 2015 (Sotheby's)
- 35 £M
- 2025 (Christie's)
- 71 £M
Kultureller Appell und öffentlicher Zugang
Die britischen Behörden ermutigen berechtigte Galerien, öffentliche Museen und philanthropische Mäzene, ihr Interesse vor der Dezemberfrist anzumelden. Das Kulturministerium erklärte, das Hauptziel sei es, das Gemälde im Vereinigten Königreich zu erhalten und einen langfristigen öffentlichen Zugang zu gewährleisten. Kulturministerin Ruth Mackenzie rief Kulturorganisationen, Spender und Rembrandt-Bewunderer auf, sich an der Erwerbsbemühung zu beteiligen.
Der Umfang, die Schönheit und die Geschichte dieses Meisterwerks machen es unerlässlich, dass Kulturpartner, Geldgeber, Mäzene und Rembrandt-Bewunderer dazu beitragen, dieses Werk an seinem rechtmäßigen historischen Platz im Vereinigten Königreich zu halten.
Mackenzie stellte fest, dass das Porträt durchgehend in der Kulturlandschaft des Landes präsent war.
Das Werk ist seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil des britischen Kulturlebens.
Wenn ein berechtigter inländischer Käufer bis zum 26. Dezember 2026 formelles Interesse bekundet, kann die Regierung eine zweite Verzögerungsfrist gewähren, um die vollständige Finanzierung zu ermöglichen.


