
Neue Demokratie führt mit 13,3 Punkten vor ELAS in Juli-Umfrage, während Tsipras zulegt und Karystianous Hope verliert
Eine Metron-Analysis-Umfrage für Mega TV zeigt, dass die regierende Neue Demokratie ihren Vorsprung auf 13,3 Punkte vor Alexis Tsipras' ELAS ausbaut, während Maria Karystianous Partei Hope fast 3 Punkte verliert und 60 % der Griechen politischen Wandel fordern.
Die Wahllandschaft
Eine am 2. Juli 2026 veröffentlichte Metron-Analysis-Umfrage setzt die Neue Demokratie (ND) mit einem geschätzten Stimmenanteil von 30,4 % auf den ersten Platz, gefolgt von Alexis Tsipras' neuer Partei ELAS mit 17,1 %. Der Abstand zwischen beiden beträgt 13,3 Punkte, ein Anstieg gegenüber der vorherigen Mai-Messung, als ND mit rund 11 Punkten führte. Die PASOK bleibt mit einem marginalen Anstieg von 0,2 Punkten auf 11,4 % Dritter.
- ND
- 30.4 %
- ELAS
- 17.1 %
- PASOK
- 11.4 %
- Hope for Democracy
- 7.5 %
- KKE
- 6.2 %
- Griechische Lösung
- 5.7 %
- Kurs der Freiheit
- 5.6 %
- Stimme der Vernunft
- 3.8 %
- MeRA25
- 3.1 %
- SYRIZA
- 1.4 %
- Niki
- 1.2 %
- Demokraten
- 1 %
Wählerbewegungen
ELAS hat seit Mai 2 Punkte in der Wählerabsicht hinzugewonnen und festigt damit seine Position als wichtigster Herausforderer der ND. Laut Umfrage kommen 54 % ihrer Wähler von der inzwischen kleinen SYRIZA, 17 % von denen, die bei der letzten Wahl einen leeren oder ungültigen Stimmzettel abgegeben haben, 12 % von der PASOK und 5 % von der ND. Karystianous Hope for Democracy fiel in der Wählerabsicht von rund 9,2 % auf 6,2 % und verlor damit fast 3 Punkte. Ihr größtes Wählerreservoir (30 %) stammt von Nichtwählern oder leeren Stimmzetteln; weitere 21 % haben zuvor für die ND gestimmt.
Bewertung der Führungspersönlichkeiten
Kyriakos Mitsotakis bleibt mit 29 % (plus 1 Punkt) der geeignetste Premierminister, während Tsipras mit 15 % (ebenfalls plus 1) folgt. Nikos Androulakis erreicht 5 %, Kyriakos Velopoulos, Zoi Konstantopoulou und Maria Karystianou erhalten jeweils 4 %. Der frühere Premier Antonis Samaras liegt bei 2 %, ebenso wie der KKE-Chef Dimitris Koutsoumpas. Ein Viertel der Befragten wählte 'keinen der Genannten'.
- Kyriakos Mitsotakis
- 29 %
- Alexis Tsipras
- 15 %
- Nikos Androulakis
- 5 %
- Kyriakos Velopoulos
- 4 %
- Zoi Konstantopoulou
- 4 %
- Maria Karystianou
- 4 %
- Afroditi Latinopoulou
- 2 %
- Antonis Samaras
- 2 %
- Dimitris Koutsoumpas
- 2 %
- Yanis Varoufakis
- 1 %
- Keiner der Genannten
- 25 %
Stimmung in der Bevölkerung
Die Umfrage zeigt eine tief unzufriedene Wählerschaft: 67 % glauben, dass das Land in die falsche Richtung steuert, und der gleiche Anteil bewertet die Regierung negativ. Auch die persönliche Zustimmung zum Premierminister ist negativ. Der Oppositionsführer (Tsipras) und PASOK-Chef Nikos Androulakis erhalten negative Bewertungen von 82 % bzw. 80 %. Hohe Preise bleiben das Hauptproblem, das von 50 % der Befragten genannt wird (plus 3 Punkte gegenüber Mai), gefolgt von der Wirtschaftslage (31 %), der institutionellen Krise (21 %) und Korruption (14 %).
Der politische Kontext
Da vorgezogene Neuwahlen nicht ausgeschlossen sind, befindet sich das Land faktisch in einer Vorwahlzeit. Die Umfrage bestätigt, dass Tsipras' ELAS seine Position als wichtigster Oppositionspol festigt, während Karystianous Hope an Dynamik verloren hat. Die Forderung nach politischem Wandel dominiert die öffentliche Stimmung: 60 % ziehen einen Wandel der Regierungserzählung von Stabilität und Kontinuität vor, die nur 39 % überzeugt.

