
Griechenland gibt für den 30. Juli eine sehr hohe Waldbrandwarnung für Attika, Kreta und die Ägäischen Inseln heraus
Die griechische Zivilschutzbehörde hat für Donnerstag eine Warnung der Stufe 4 (sehr hoch) vor Waldbrandgefahr für Attika, Kreta, die Kykladen sowie Teile der Peloponnes, Mittelgriechenlands und der Nördlichen Ägäis herausgegeben, was verstärkte Patrouillen und Zugangsbeschränkungen zur Folge hat.
Vorhersage der Brandgefahr
Das Generalsekretariat für Zivilschutz des Ministeriums für Klimakrise und Zivilschutz hat für Donnerstag, den 30. Juli 2026, eine Karte zur Vorhersage der Waldbrandgefahr herausgegeben, die für sechs Regionen eine sehr hohe Brandgefahr (Stufe 4) prognostiziert. Die unter die orangefarbene Warnung fallenden Gebiete sind Attika (einschließlich der Insel Kythira), die Peloponnes (die Regionalbezirke Korinthia, Argolida, Arkadien und Lakonien), Mittelgriechenland (Böotien, Phthiotis, Phokis und Euböa einschließlich Skyros), die Nördliche Ägäis (Lesbos, Chios, Samos und Ikaria), die Südliche Ägäis (die Kykladen) und Kreta. Mehrere andere Teile des Landes werden einer hohen Gefahr (Stufe 3, gelb) ausgesetzt sein.
Die Warnung spiegelt eine Kombination von Wetterbedingungen wider, die die Entzündung und schnelle Ausbreitung von Waldbränden begünstigen. Die Karte ist das offizielle Instrument, das zur Koordinierung der staatlichen Vorsorge und zur Information der Öffentlichkeit dient.
Einsatzbereitschaft
Als Reaktion auf die Prognose der Stufe 4 wurde die zweite Stufe der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr in Kraft gesetzt. Die Luftüberwachungspatrouillen werden verstärkt, und Bodenpatrouillen von Feuerwehr, Polizei und Militär werden in den gefährdeten Regionen eingesetzt. Das Personal der Feuerwehr in den betroffenen Regionalbezirken befindet sich in teilweiser Alarmbereitschaft, um den höheren operativen Anforderungen gerecht zu werden, die auftreten können.
Der Aktionsplan des Zivilschutzes für Waldbrände bleibt für diese Gebiete in Kraft. Zu seinen Bestimmungen gehört ein präventives Verbot des Fahrzeugverkehrs und des Aufenthalts von Ausflüglern in Nationalparks, Wäldern und anderen gefährdeten Zonen. Das Generalsekretariat hat alle relevanten staatlichen Dienste, Regionalbehörden und Gemeinden benachrichtigt, damit sie sich in erhöhter ziviler Schutzbereitschaft befinden, um sofort auf etwaige Brandereignisse reagieren zu können.
Vorsichtsmaßnahmen für Bürger
Das Generalsekretariat fordert die Öffentlichkeit auf, besondere Vorsicht walten zu lassen und alle Aktivitäten im Freien zu vermeiden, die versehentlich einen Brand auslösen könnten. Insbesondere wird vor dem Verbrennen von trockenem Gras, Ästen oder Reinigungsrückständen gewarnt; vor der Verwendung von Maschinen, die Funken erzeugen, wie Kreissägen oder Schweißgeräte; vor dem Anzünden von Grills im Freien; vor dem Räuchern von Bienenstöcken; und vor dem Wegwerfen von brennenden Zigaretten. Das Abbrennen von landwirtschaftlichen Flächen ist während der gesamten Brandsaison verboten.
Wer einen Brand entdeckt, wird gebeten, sofort die Feuerwehr unter der Nummer 199 zu rufen. Weitere Informationen und Selbstschutzrichtlinien für Waldbrände sind auf der Website des Zivilschutzes unter civilprotection.gov.gr verfügbar.
Betroffene Gebiete im Detail
Die Warnung der Stufe 4 erfasst einen großen Teil des Landes. In Attika ist die gesamte Region einschließlich der Hauptstadt Athen und der Insel Kythira in Alarmbereitschaft. Die Peloponnes-Einheiten Korinthia, Argolida, Arkadien und Lakonien sind ebenso betroffen wie die Einheiten Mittelgriechenlands Böotien, Phthiotis, Phokis und Euböa (mit Skyros). Die Inseln der Nördlichen Ägäis Lesbos, Chios, Samos und Ikaria, die Kykladen in der Südlichen Ägäis und ganz Kreta vervollständigen die Liste. Der Alarm gilt für Donnerstag, den 30. Juli, und die Behörden betonen, dass die Situation im Laufe des Tages genau überwacht wird.

