
Griechenland bereitet Energiepaket vor, um Heizöl unter 1,75 Euro pro Liter zu deckeln
Die griechische Regierung wird am Montag ein Unterstützungspaket vorstellen, um Heizöl und Diesel für den Transport zu subventionieren, nachdem Unterbrechungen der Ölversorgung im Nahen Osten aufgetreten sind.
Bevorstehendes Heizöl-Unterstützungspaket
Die griechische Regierung wird am Montag ein detailliertes Energie-Unterstützungspaket vorlegen, um Haushalte und Unternehmen vor den erhöhten Kraftstoffkosten vor der Wintersaison zu schützen. Das Kernziel des Eingriffs ist es, den anfänglichen Einzelhandelspreis für Heizöl unter 1,75 Euro pro Liter zu halten, wenn der Marktvertrieb am 15. Oktober 2026 beginnt. Ohne staatlichen Eingriff würden die aktuellen Marktdaten zeigen, dass die Einzelhandelspreise für Heizöl aufgrund des internationalen Rohöldrucks nahe 2,00 Euro pro Liter erreichen würden. Um den Zielpreis zu erreichen, planen die Behörden eine kombinierte Subvention von mindestens 0,25 Euro pro Liter, finanziert aus dem Staatshaushalt und den inländischen Raffinerien. Dieser Rabatt an der Zapfsäule wird zusammen mit einer pauschalen Erhöhung der direkten Heizölbeihilfe für Haushalte funktionieren, wobei die zuständigen Ministerien angepasste Einkommens- und Vermögensgrenzen prüfen. Der Richtwert von 1,75 Euro entspricht dem Preisniveau, das zum Ende der letzten Heizsaison im Frühjahr 2026 verzeichnet wurde.
- Brent-Rohöl schließt bei 105 Dollar pro Barrel nach Angriff auf saudische Pipeline
- Griechische Regierung kündigt detaillierte Ankündigung des Energieentlastungspakets an
- Verlängerung der Diesel-Subvention für den Transport tritt für den Monat in Kraft
- Subventionierter Heizölverkauf für Endverbraucher beginnt
Diesel-Subventionen für den Transport und Margenbegrenzungen
Zusätzlich zu den Maßnahmen für Haushalte plant die Regierung, die bestehende Diesel-Subvention für den Transport bis Oktober 2026 zu verlängern. Der derzeitige Mechanismus gewährt einen Gesamtrabatt von 0,15 Euro pro Liter, wobei 0,10 Euro aus dem Staatshaushalt und die restlichen 0,05 Euro von den Ölraffinerien finanziert werden. Trotz dieser laufenden Preisunterstützung liegt der Dieselpreis im Einzelhandel in Griechenland weiterhin über 2,00 Euro pro Liter, was den Kostendruck auf Frachtnetze, gewerbliche Logistik, landwirtschaftliche Betriebe und Betriebsbudgets aufrechterhält. Regierungsbeamte halten die Diesel-Subvention für schwer abzubaue, solange die internationalen Rohölmärkte auf dem derzeitigen Niveau bleiben. Um missbräuchliche Preisgestaltung zu verhindern, bereitet das Kabinett außerdem eine Notfall-Obergrenze für Gewinnmargen im gesamten Kraftstoffsektor vor. Diese vorübergehende regulatorische Grenze wird sowohl für Großhändler von Kraftstoffen als auch für Tankstellen gelten.
- Spitze nach Angriff
- 110 $/barrel
- Freitagsschluss
- 105 $/barrel
Geopolitische Angebotsbelastungen und EU-Fiskalvorschläge
Die innenpolitische Reaktion folgt auf eine erhöhte Volatilität auf den globalen Ölmärkten im Zusammenhang mit den anhaltenden Feindseligkeiten im Nahen Osten. Ein kürzlicher Huthi-Angriff beschädigte eine wichtige Pipeline, die Rohöl von Saudi-Arabien zu den Exportterminals am Roten Meer transportiert, und schränkte den Zugang zur Seeschifffahrt ein. Nach der Infrastrukturschädigung stieg der Referenzpreis für Brent-Rohöl auf nahezu 110 Dollar pro Barrel, bevor er sich am Freitag bei 105 Dollar pro Barrel einpendelte. Regierungsbeamte gaben an, dass das Ausmaß der künftigen nationalen Entlastungsmaßnahmen von den globalen Öl- und Erdgaspreisentwicklungen in den kommenden Monaten abhängen wird. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis kündigte an, dass er die Frage der Energiebesteuerung beim bevorstehenden Gipfel des Europäischen Rates zur Sprache bringen werde. Mitsotakis und mehrere andere europäische Staats- und Regierungschefs werden von der Europäischen Union fiskalische Flexibilität fordern, um vorübergehende Senkungen der nationalen Sonderverbrauchsteuern auf Kraftstoffe umzusetzen.


