
Griechische Steuerbehörde schließt Strandclub auf Paros und verhängt Insel-weite Strafen
Die griechische Steuerbehörde ordnete eine 48-stündige Schließung eines Strandclubs auf Paros an, weil 174 nicht ausgestellte Belege im Wert von über 10.000 Euro fehlten, sowie Schließungen auf Santorin, Chios, Samos und Poros.
Durchsetzung auf Paros
Die griechische Unabhängige Behörde für öffentliche Einnahmen (AADE) verhängte eine vorübergehende 48-stündige Schließung und finanzielle Strafen gegen einen bekannten Strandclub in Pounta auf der Insel Paros. Die Disziplinarmaßnahme folgte einer Vor-Ort-Inspektion am 21. August 2026, bei der staatliche Steuerprüfer umfassende Verstöße gegen die Vorschriften zur Erfassung von Verkäufen feststellten. Amtliche Inspektoren dokumentierten, dass das Strandlokal es versäumt hatte, 174 Steuerbelege an Kunden auszustellen, was einem nicht deklarierten Umsatz von über 10.000 Euro entspricht. Die Durchsetzungsmaßnahme auf Paros war Teil einer laufenden landesweiten Aktion, die sich auf Touristenziele während der geschäftigen Sommerwochen konzentriert. Die Steuerbehörde ordnete die sofortige Einstellung des Geschäftsbetriebs für zwei volle Tage als verwaltungsrechtliche Sanktion an, während Steuerfahnder ein formelles Verfahren zur Verhängung finanzieller Strafen gegen das betreibende Unternehmen einleiteten.
- Prüfung des Personenverkehrs auf Mykonos ergibt 25 nicht ausgestellte Belege.
- Prüfung eines Kinderbetreuungsunternehmens auf Santorin verzeichnet 32 nicht ausgestellte Belege.
- Prüfung des Strandclubs in Pounta auf Paros findet 174 nicht ausgestellte Belege.
Gezielte Inselprüfungen
Die Durchsetzungsmaßnahme auf Paros folgte einer strukturierten Kampagne gezielter Inspektionen auf griechischen Touristenzielen zwischen dem 14. August und dem 20. August 2026. Auf Mykonos überprüften Steuerprüfer am 19. August ein Personenbeförderungsunternehmen und stellten fest, dass der Fahrzeugbetreiber es versäumt hatte, 25 Belege für abgeschlossene Fahrten auszustellen. Auf Santorin konzentrierte sich eine Prüfung am 20. August auf ein Unternehmen, das in der Vorschulerziehung und Kinderbetreuung tätig ist, wobei die Beamten 32 nicht ausgestellte Belege erfassten. Bei den gezielten Kontrollen in dieser Gruppe verzeichneten die Steuerbehörden 75 Verstöße mit nicht ausgestellten Belegen im Gesamtwert von über 10.000 Euro. Weitere Inspektionen in der östlichen Ägäis richteten sich gegen Gastronomiebetriebe auf den Inseln Chios und Samos. Auf Chios fanden die Prüfer 16 Fälle nicht ausgestellter Belege im Wert von insgesamt 2.217,12 Euro, was eine obligatorische 48-stündige Schließung auslöste. Auf Samos erhielt ein gastronomischer Betrieb eine identische 48-stündige Schließungsanordnung, nachdem Steuerinspektoren während der Geschäftszeiten 16 nicht ausgestellte Belege festgestellt hatten.
- Paros (Strandclub)
- 174 Belege
- Santorin (Friseursalon)
- 164 Belege
- Santorin (Kinderbetreuung)
- 32 Belege
- Mykonos (Transport)
- 25 Belege
- Chios (Gastronomie)
- 16 Belege
- Samos (Gastronomie)
- 16 Belege
- Poros (Gastronomie & Liegenverleih)
- 16 Belege
Wiederholungsverstöße und verlängerte Schließungen
Schwerwiegendere Betriebsaussetzungen wurden gegen Wiederholungstäter verhängt, die zuvor bereits verwaltungsrechtliche Sanktionen wegen Steuerverstößen erhalten hatten. Auf Santorin ergab eine Vor-Ort-Prüfung eines Friseursalons, dass das Geschäft Transaktionen durchgeführt hatte, ohne 164 Steuerbelege auszustellen. Da der Salon bereits zuvor gegen Steuervorschriften verstoßen hatte, ordnete die AADE eine verdoppelte 96-stündige Betriebsaussetzung gemäß den gesetzlichen Rückfallbestimmungen an. Auf der Saronischen Insel Poros überprüften Steuerprüfer eine Zweigstelle eines Unternehmens, das Gastronomiedienstleistungen mit der Vermietung von Sonnenschirmen und Liegen kombiniert. Die Inspektion ergab 16 nicht ausgestellte Belege. Da dasselbe Unternehmen bereits eine frühere Betriebsaussetzung erhalten hatte, ordneten die Behörden eine 96-stündige Schließung für die Zweigstelle an.
Branchenschwerpunkt und laufende Prüfungen
Die Welle von Strafen spiegelt die operative Strategie der AADE wider, die Präsenz von Außenprüfern in Sektoren mit erhöhtem steuerlichem Interesse aufrechtzuerhalten. Die Inspektionsteams konzentrieren ihre Bemühungen auf saisonale Gastronomiebetriebe, Personenbeförderung, Körperpflege und Freizeiteinrichtungen, die in stark frequentierten Inselzielen tätig sind. Die Prüfer nutzen gesammelte kommerzielle Informationen, Risikoprofilierungsdaten und elektronische Transaktionsmuster, um Inspektionseinheiten an bestimmte stark frequentierte Orte zu entsenden. Die Steuerbehörde erklärte, dass unangekündigte Feldinspektionen in allen Regionen des Landes fortgesetzt werden, um die Überprüfung der Rechnungsstellungspraxis und der Einhaltung der Kassenführungsvorschriften für den Rest der Sommertourismus-Saison aufrechtzuerhalten.


