
Gotion stellt 950 Mio. Euro teuren Batterie-Recycling- und Kathodenkomplex in Valladolid vor, Bau ab 2027
Der chinesische Batterieriese Gotion High-Tech hat Pläne für einen 950 Millionen Euro teuren Industriekomplex in Valladolid, Spanien, vorgestellt, der Europas erste Kathodenfabrik und eine große Recyclinganlage umfasst. Das Projekt, das mit 138 Millionen Euro an staatlicher Unterstützung gefördert wird, soll 2027 mit dem Bau beginnen.
Projekt vorgestellt
Am Mittwoch hat der chinesische Batterieriese Gotion High-Tech seinen Plan vorgestellt, in Valladolid, Spanien, einen 950 Millionen Euro teuren Industriekomplex zu bauen. Das Projekt, das mit 138 Millionen Euro an spanischen Regierungssubventionen unterstützt wird, wird aus zwei Anlagen bestehen: einer zum Recycling von bis zu 200.000 Tonnen Batterien pro Jahr und einer zur Produktion von 200.000 Tonnen Kathodenmaterialien. Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, einige Beamte vermuten, dass der Betrieb noch im selben Jahr aufgenommen werden könnte.
Es geht nicht nur darum, Batterien zu produzieren, sondern dies auf sauberere, effizientere und nachhaltigere Weise zu tun.
Strategische Lücke in Europa
Die Kathodenfabrik wäre nach Angaben von Verkehrsminister Óscar Puente die erste ihrer Art in Europa. Kathoden machen etwa 60 % des Werts einer Batterie aus, und keine andere Anlage in der EU stellt sie derzeit her. Gotion, der weltweit fünftgrößte Hersteller von EV-Batterien, will Valladolid zu einem Drehkreuz für Südeuropa machen, als Teil eines globalen Plans, bis 2030 500 Recycling-, Verkaufs- und Fertigungszentren zu errichten.
Dies ist ein Projekt, das es sonst nirgendwo in Europa gibt.
Regierungsunterstützung
Industrieminister Jordi Hereu gab bekannt, dass das Programm PERTE VEC V 82,3 Millionen Euro für die Recyclinganlage und 55,9 Millionen Euro für die Kathodenfabrik bereitgestellt hat. Die Subventionen decken knapp 15 % der Investition in der ersten Phase ab. Hereu sagte, der Komplex werde Valladolid zu „einem der Drehkreuze der Elektromobilität in Europa“ machen. Die Regionalregierung von Kastilien und León muss noch einer Änderung des Stadtplanungsplans zustimmen, eine vorläufige Entscheidung wird für den 27. Juli erwartet.
- Gotion stellt das Projekt in Valladolid zusammen mit spanischen Ministern vor.
- Vorläufige Genehmigung der Stadtplanungsänderung erwartet.
- Baubeginn des Komplexes ist geplant.
- Möglicher Betriebsbeginn, so einige Beamte.
Zeitplan und nächste Schritte
Gotions Interesse an Valladolid geht auf das Jahr 2023 zurück, als der damalige Bürgermeister Puente eine slowakische Batteriefabrik besuchte, die von Inobat betrieben wurde, einem Unternehmen, das Gotion später teilweise übernahm. Nach einem Treffen zwischen Gotions Chef und Premierminister Pedro Sánchez im November 2025 und einem Besuch Puentes in China im Januar 2026 beschleunigte sich das Projekt. Der Komplex wird eine Fläche von 700.000 Quadratmetern im Gebiet Palomares einnehmen und voraussichtlich 2.500 Bauarbeitsplätze und 1.000 Dauerarbeitsplätze schaffen. Gotion plant auch, die Anlagen mit einem eigenen Solarpark zu versorgen, der zusätzlich 1.000 Hektar Land benötigt.
- Recyclinganlage
- 411 Mio. €
- Kathodenfabrik
- 539 Mio. €


