Der Velázquez-Preis für Bildende Kunst 2026 ist mit 100.000 Euro dotiert und wurde Anna Bella Geiger von der am Mittwoch, dem 21. Oktober, einberufenen Jury zuerkannt.
Die Jury hob ihre permanente Experimentierfreude über die Disziplinen hinweg und ihr pädagogisches Engagement hervor, das nach ihren Worten in siebzig Berufsjahren mehrere Generationen geprägt hat.

Die Jury des Velázquez-Preises für Bildende Kunst, die am Mittwoch, dem 21. Oktober, zusammentrat, kürte Anna Bella Geiger zur Preisträgerin 2026. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert und wird auf Vorschlag der Jury vergeben, hinter ihm steht das Kulturministerium Spaniens. Geiger tritt die Nachfolge von Patricia Belli an, die die Auszeichnung in der vorangegangenen Ausgabe erhalten hatte.
Die Jury würdigte ihre „Haltung permanenter Experimentierfreude“ und ihr pädagogisches Engagement, das nach ihren Worten mehrere Generationen grundlegend geprägt hat. Berichten zufolge ist die Jury zudem der Auffassung, dass sie in ihren siebzig Berufsjahren die konventionellen Wege der künstlerischen Anerkennung infrage gestellt hat und dies weiterhin tut.
„Sie hat die konventionellen Formen der künstlerischen Anerkennung infrage gestellt und stellt sie weiterhin infrage.“
Geigers Werk umfasst Druckgrafik, Malerei, Fotografie, Video, Installation und das Künstlerbuch. Sie studierte anglo-germanische Sprachen an der Nationalen Philosophischen Fakultät in Rio de Janeiro und bildete sich zwischen 1949 und 1953 in der Werkstatt von Fayga Ostrower aus. Später erweiterte sie ihre Studien in Kunst und Soziologie bei Hannah Levy-Deinhard an der New School for Social Research in New York.
Sie hat in Brasilien und international ausgestellt und an den Biennalen von São Paulo, Venedig und Istanbul teilgenommen. Ihre Arbeiten waren in Gruppenausstellungen zu sehen, etwa Radical Software: Women, Art and Computing in der Kunsthalle Wien und Latin America in der Fondation Cartier pour l'art contemporain. Zu ihren Einzelausstellungen zählen Brasil Nativo - Brasil Alienígena im MASP und Maps under the Sky of Rio de Janeiro in der Zachęta National Gallery of Art in Warschau.
Arbeiten von Geiger befinden sich im Museo Reina Sofía in Madrid, in der Tate Modern und im Victoria and Albert Museum in London sowie im MoMA in New York. EL PAÍS berichtet, sie sei unter den brasilianischen Künstlerinnen eine Pionierin des Videos gewesen. Die Kunsthistorikerin Estrella de Diego, die einige ihrer Ausstellungen kuratierte, sagte der Zeitung, Geigers Werk habe nicht die Sichtbarkeit ihrer männlichen Kollegen gehabt.
Zu ihren Büchern zählen Abstraccionismo Geométrico Informal: La vanguardia brasileña de los años 50, erschienen bei Funarte in Rio de Janeiro, und Rrose Selavy mesmo, erschienen bei Aural in Madrid.
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Die Jury wählte die 1933 in Rio de Janeiro geborene brasilianische Künstlerin für ihre permanente Experimentierfreude und ihre Lehrtätigkeit über Generationen hinweg. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert und geht an die Nachfolgerin von Patricia Belli, der Preisträgerin des Vorjahres.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, EL MUNDO, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht .