
Fünf deutsche Touristen nach Treibenlassen eines Segelbootes vor Symi, Griechenland, vermisst
Eine Such- und Rettungsaktion läuft, nachdem ein Segelboot am Sonntagabend von acht deutschen Touristen, die vor der griechischen Insel Symi zum Schwimmen ins Meer gesprungen waren, abgetrieben wurde. Drei wurden gerettet, fünf werden noch vermisst.
Vorfall
Acht deutsche Touristen, vier Männer und vier Frauen, sprangen am Sonntagabend, dem 2. August 2026, von ihrem Segelboot vor der griechischen Insel Symi zum Schwimmen ins Meer. Das Boot war im Meeresgebiet zwischen Symi und der Insel Seskli vor Anker. Kurz nach 20 Uhr ließen starke Strömungen und Winde das unbemannte Fahrzeug abdriften, sodass die Schwimmer im Wasser festsaßen. Die Gruppe konnte das Boot nicht erreichen, da es weiter auf See hinausgetrieben wurde.
Zwei der Schwimmer, ein Mann und eine Frau, konnten aus eigener Kraft ans Ufer schwimmen und erreichten den Hafen von Panormitis auf Symi. Eine dritte Person, eine Frau, wurde etwa vier Stunden nach dem Vorfall lebend aufgefunden, womit sich die Zahl der Geretteten auf drei erhöht. Die übrigen fünf Personen werden noch vermisst.
Such- und Rettungsaktion
Das Gemeinsame Rettungskoordinationszentrum (EKSEA) der griechischen Küstenwache koordiniert eine groß angelegte Suche. Zu den eingesetzten Mitteln gehören zwei Patrouillenboote der Küstenwache, ein Hochseepatrouillenschiff und ein Super-Puma-Hubschrauber der griechischen Luftwaffe. Auch ein Schiff der europäischen Grenzschutzagentur FRONTEX und mehrere Privatboote unterstützen den Einsatz. Die Suche konzentriert sich auf die Gewässer zwischen Symi und Seskli, wo die Vermissten vermutet werden.
- Segelboot treibt nach 20 Uhr ab und lässt acht deutsche Touristen vor Symi im Wasser zurück.
- Ein Mann und eine Frau schwimmen ans Ufer im Hafen von Panormitis.
- Eine dritte Frau wird etwa vier Stunden nach dem Vorfall lebend aufgefunden.
Wetterbedingungen
Westnordwestwinde der Stärke 4 bis 5 auf der Beaufortskala sorgen für wechselhafte und anspruchsvolle Bedingungen für die Rettungsteams. Die Winde haben den Einsatz nicht gestoppt, erschweren jedoch die Bemühungen, die vermissten Schwimmer zu orten.
Opfer und laufende Bemühungen
Erste Berichte einiger Medien sprachen von sechs Vermissten, doch die Zahl wurde nach der Ortung des dritten Überlebenden auf fünf korrigiert. Die Behörden bleiben in höchster Alarmbereitschaft und setzen die Suche nach den verbleibenden fünf deutschen Staatsangehörigen fort. Weitere Einzelheiten zu den Identitäten der Vermissten oder der Geretteten wurden nicht bekannt gegeben.


