Sicherheit · Pietracatella
Ermittlungen zu Ricin-Vergiftung in Pietracatella: Familienfreundin wegen Strafvereitelung angezeigt – Chatverläufe zeigen verborgene Spannungen
Eine enge Familienfreundin ist wegen Strafvereitelung angezeigt worden, nachdem Chatprotokolle ihre wiederholten Beteuerungen, es habe keine familiären Spannungen gegeben, widerlegt haben. Der Fall betrifft die Todesfälle von Antonella Di Ielsi und ihrer Tochter Sara Di Vita im Dezember 2025.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Corriere della Sera, lastampa.it, Adnkronos und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Eine Familienfreundin, die dreimal vernommen wurde, bestritt wiederholt, von Spannungen im Haushalt Di Vita zu wissen. Anschließend wurde sie durch objektive Beweise widerlegt, was zu einer Strafanzeige wegen Behinderung der Ermittlungen führte.
Chataufzeichnungen, die von am 4. Mai beschlagnahmten Geräten wiederhergestellt wurden, zeigen, dass es innerhalb der Familie durchaus Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten gab. Dies untergräbt die Darstellung der Freundin und die Aussagen mehrerer Zeugen.
Die Ermittler haben in sechs Monaten 160 formelle Vernehmungen durchgeführt, wobei einige nahe Angehörige mehrfach vorgeladen wurden. Mehrere Zeugen waren zurückhaltend, vollständige Angaben zu machen.
Neue toxikologische Berichte werden bis Ende Juni erwartet und sollen klären, ob Ricin am 23. oder 24. Dezember 2025 verabreicht wurde.
- 4.05.Telefone und Geräte aus dem Familienhaus beschlagnahmt
- 12.06.Freundin nach Chatverläufen, die Familienzwist offenbaren, wegen Strafvereitelung angezeigt
- 30.06.Autopsie- und toxikologische Ergebnisse erwartet
Die Todesfälle in Pietracatella
Am 27. und 28. Dezember 2025 starben Antonella Di Ielsi (50) und ihre 15-jährige Tochter Sara Di Vita im molisischen Dorf Pietracatella. Der erste Verdacht fiel auf fünf Ärzte des Krankenhauses Cardarelli in Campobasso, doch eine Autopsie ergab Ricin, ein hochgiftiges pflanzliches Protein. Die Staatsanwaltschaft in Larino leitete daraufhin ein gesondertes Ermittlungsverfahren wegen heimtückischen Mordes durch Vergiftung ein und richtete den Fokus auf Familie und Bekannte.
Freundin wegen Strafvereitelung angezeigt
Eine Frau, die als enge Freundin der Familie Di Vita beschrieben wird, ist wegen „favoreggiamento“ (Beihilfe zur Strafvereitelung) angezeigt worden, nachdem Ermittler zu dem Schluss kamen, dass sie über familiäre Spannungen gelogen hatte. Sie wurde zwischen Januar und Juni 2026 dreimal als sachdienliche Zeugin auf dem Polizeipräsidium von Campobasso vernommen. Jedes Mal bestritt sie Streitigkeiten oder Disharmonie innerhalb des Haushalts. Objektive Beweise widersprachen später ihrer Darstellung. Die Frau, die nicht festgenommen wurde, muss sich nun einem gerichtlichen Verfahren stellen, weil sie die Ermittlungen wissentlich behindert haben soll.
Chatverläufe decken ihre Darstellung auf
Der Durchbruch gelang mit der Auswertung von Mobiltelefonen und anderen Geräten, die am 4. Mai bei den Opfern, bei ihrer Tochter und Schwester Alice Di Vita sowie im Familienhaus beschlagnahmt wurden. Aus diesen Geräten wiederhergestellte Chatverläufe zeigen, dass es tatsächlich Spannungen gab – ein direkter Widerspruch zu den wiederholten Beteuerungen der Freundin. Die Auswertung der Geräte ist noch nicht abgeschlossen und soll in den kommenden Wochen beendet werden.
Breites Netz an Befragungen
Ermittler der Mobilen Einsatzgruppe unter der Leitung von Marco Graziano haben inzwischen 160 formelle Vernehmungen durchgeführt, wobei viele Personen mehrfach vorgeladen wurden. Der Schwerpunkt hat sich von der Rekonstruktion dessen, was die Opfer aßen, hin zur Untersuchung familiärer Beziehungen und möglicher Motive verlagert. Mehrere Zeugen waren zurückhaltend mit Details – ein Muster, das dem Verhalten der Freundin ähnelt. Zu den wiederholt Befragten zählen mindestens zwei Personen aus dem engsten Umfeld der Opfer.
Nächste Schritte
Autopsieergebnisse und neue toxikologische Tests werden bis Ende Juni erwartet und sollen den genauen Zeitpunkt der Vergiftung klären. Die beiden wahrscheinlichsten Daten für die Verabreichung sind der 23. Dezember, als nur die Opfer bei den Mahlzeiten anwesend waren, und der 24. Dezember, als das Haus Dutzenden von Verwandten und Besuchern offen stand. Gianni Di Vita, der Ehemann und Vater, sowie Alice Di Vita wurden negativ auf Ricin getestet. Ein formeller Tatverdächtiger wurde bislang nicht benannt, aber die jüngste Entwicklung grenzt den Kreis der Verdächtigen ein.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Corriere della SeraGiallo della ricina, un'amica di Antonella denunciata per favoreggiamento: non raccontò delle tensioni in famiglia
- lastampa.itMadre e figlia morte avvelenate con la ricina, un'amica di famiglia indagata per favoreggiamento
- AdnkronosSvolta nel giallo Pietracatella, amica di famiglia denunciata per favoreggiamento
- Il MessaggeroMorte avvelenate con la ricina, dalle chat emergono incongruenze con le testimonianze. Denunciata per favoreggiamento un'amica di famiglia
- Antonella Di Ielsi
- 50-jährige Frau, die gemeinsam mit ihrer Tochter an einer mutmaßlichen Ricin-Vergiftung starb
- Sara Di Vita
- 15-jährige Tochter von Antonella Di Ielsi, ebenfalls an einer mutmaßlichen Ricin-Vergiftung gestorben
- Gianni Di Vita
- Ehemann von Antonella und Vater von Sara, wurde negativ auf Ricin getestet
- Alice Di Vita
- Tochter von Antonella und Schwester von Sara, ebenfalls negativ auf Ricin getestet
- Marco Graziano
- Leiter der Mobilen Einsatzgruppe von Campobasso, der die Ermittlungen führt
- Vittorino Facciolla
- Rechtsanwalt, der die Familie Di Vita vertritt
- Orte
- Pietracatella
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