
Eurostat: Frauen stellen 58 % der 4,5 Millionen EU-Hochschulabsolventen im Jahr 2024
Eurostat-Daten zeigen, dass 2024 19,1 Millionen Studierende an Hochschulen in der Europäischen Union eingeschrieben waren, wobei Betriebswirtschaft und Recht das beliebteste Studienfeld blieben.
Studierendenzahlen und Abschlussverteilung
Laut den Eurostat-Daten von 2024 zur Hochschulbildung waren 19,1 Millionen Studierende in tertiären Bildungsgängen in der Europäischen Union eingeschrieben. Das Grundstudium (Bachelor) stellte mit 59 % aller Tertiärstudierenden die größte einzelne Kohorte im Block dar. Masterstudierende bildeten mit 29,4 % der gesamten tertiären Einschreibungen in den Mitgliedstaaten die zweitgrößte Ebene. Doktoranden, die einen PhD anstrebten, machten 3,8 % der Hochschulbevölkerung aus. Zusammen machten die in Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschriebenen Studierenden 88,4 % der gesamten tertiären Studierendenschaft in der EU aus.
Nationale Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten
Der kombinierte Anteil der Bachelor- und Masterstudierenden unterschied sich erheblich zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, wobei mehrere östliche und südliche Länder die höchsten Werte verzeichneten. Polen verzeichnete den höchsten kombinierten Anteil im Block: 98,5 % aller tertiären Studierenden waren entweder in einem Bachelor- oder Masterprogramm eingeschrieben. Bulgarien und Litauen folgten gemeinsam mit jeweils 97,4 % ihrer Hochschulstudierenden in diesen beiden Stufen. Kroatien meldete 96,9 % in Bachelor- und Masterstudiengängen, während Italien 96,3 % erreichte. In Griechenland waren 96,1 % der Tertiärstudierenden in Bachelor- und Masterprogrammen eingeschrieben, Rumänien verzeichnete 96,0 % seiner Studierenden in diesen beiden Zyklen.
- Polen
- 98.5 %
- Bulgarien
- 97.4 %
- Litauen
- 97.4 %
- Kroatien
- 96.9 %
- Italien
- 96.3 %
- Griechenland
- 96.1 %
- Rumänien
- 96 %
Akademische Disziplinen und Studienpräferenzen
Wirtschaft, Verwaltung und Recht waren das beliebteste akademische Fachgebiet unter den Studierenden in der Europäischen Union. Mehr als ein Fünftel aller Tertiärstudierenden im Block, genau 22 %, absolvierten einen Studiengang im Bereich Wirtschaft, Verwaltung und Recht. Dieses Fachgebiet brachte auch die höchste Anzahl abgeschlossener Abschlüsse hervor: 25 % (ein Viertel) aller in der EU verliehenen tertiären Diplome. Weitere häufige Studienfächer waren Pädagogik, Gesundheit und Sozialwesen sowie Ingenieurwesen und Bauwesen. Geisteswissenschaften waren die einzige weitere akademische Disziplin mit einem zweistelligen Prozentanteil der eingeschriebenen Tertiärstudierenden in der Union. In Griechenland folgten die Fachpräferenzen dem gesamteuropäischen Trend, wobei Wirtschaft, Verwaltung und Recht an der Spitze der Studierendeneinschreibungen standen.
Absolventenzahlen und Geschlechterunterschied
Insgesamt schlossen 2024 rund 4,5 Millionen Studierende ihr Hochschulstudium an tertiären Bildungseinrichtungen in der Europäischen Union ab. Unter den 27 Mitgliedstaaten produzierte Frankreich das größte Gesamtvolumen an Absolventen, gefolgt von Deutschland und Spanien. In jedem EU-Mitgliedstaat übertrafen Frauen die Männer unter den Hochschulabsolventen ausnahmslos. In der gesamten Union machten Frauen 58 % aller Tertiärabsolventen aus, obwohl sie im Berufsleben weiterhin weniger verdienen als Männer. In absoluten Zahlen schlossen 2,6 Millionen Studentinnen im Laufe des Jahres eine tertiäre Qualifikation ab, verglichen mit 1,9 Millionen männlichen Absolventen. Griechenland spiegelte dieses allgemeine Muster wider: Auch hier hatten die Absolventinnen weiterhin einen zahlenmäßigen Vorsprung gegenüber den Absolventen.
- Frauen
- 2.6 Mio.
- Männer
- 1.9 Mio.


