
Französische Feuerwehrleute reichen Streikankündigung vom 8. September bis 20. Oktober ein
Die Gewerkschaften der Berufsfeuerwehr in Frankreich haben eine Streikankündigung vom 8. September bis 20. Oktober eingereicht, um nach den Sommerwaldbränden Haushaltsverstärkungen und Ausrüstung zu fordern.
Streikankündigung in den französischen Feuerwehren
Am Freitag, den 28. August 2026, gab die intergewerkschaftliche Allianz der Berufsfeuerwehrleute die Einreichung einer Streikankündigung bekannt, die vom 8. September bis 20. Oktober läuft. Die Ankündigung erfolgte nach einem Sommer, der von schweren Waldbränden in ganz Frankreich geprägt war und die lokalen und regionalen Einsatzkräfte außergewöhnlich forderte. Die Gewerkschaftsvertreter übermittelten den Mobilisierungsplan der AFP und bestätigten, dass die Aktion darauf abzielt, Haushaltsverstärkungen, erweiterte Personalbestände und verbesserte Waldbrandausrüstung zu sichern. Die Gewerkschaftsführer hatten zunächst für Ende September eine intensive Mobilisierung gefordert, bevor sie die Aktion formell auf einen Zeitraum von sechs Wochen ausdehnten. Der Sprecher Xavier Boy bestätigte die Einreichung der kollektiven Arbeitskampfmaßnahme im Namen der intergewerkschaftlichen Allianz.
Wir werden eine Streikankündigung vom 8. September bis zum 20. Oktober einreichen.
Unmut über Gespräche im Ministerium und Waldbrandressourcen
Die Spannungen zwischen den Einsatzkräften und den nationalen Behörden verschärften sich nach einem großen Waldbrand in Saumos im Département Gironde. Die Feuerwehrgewerkschaften berichteten von schwerwiegenden Engpässen beim Einsatzpersonal und bei spezialisierten Waldbrandbekämpfungsfahrzeugen während der Bekämpfung des Feuers im Sommer. Die Gewerkschaftsdelegierten trafen sich am 13. August mit Innenminister Laurent Nuñez, um Forderungen nach zusätzlichen materiellen Ressourcen und erweiterten Personalzuweisungen vorzulegen. Die Vertreter berichteten, dass sie aus den Gesprächen sehr enttäuscht hervorgegangen seien, da das Ministerium keine konkreten Maßnahmen zur Behebung der bestehenden Defizite ergriffen habe. Die intergewerkschaftliche Koalition kam zu dem Schluss, dass eine anhaltende Arbeitsmobilisierung erforderlich sei, um den Druck auf die Regierung nach den Sommerkrisen aufrechtzuerhalten.
Vorstellung der Reform des Zivilschutzes
Die Generaldirektion für Zivilschutz und Krisenmanagement wird ihr Modernisierungsprojekt für den Zivilschutz am 8. September um 11:00 Uhr den Gewerkschaften vorstellen. Die Gewerkschaftsvertreter wählten das Datum der Vorstellung, um ihren Streik zu starten, und äußerten die Befürchtung, dass die Verwaltungsvorschläge die betrieblichen Anforderungen nicht erfüllen würden. Frédéric Monchi, Präsident der Gewerkschaft SNSPP-PATS, erklärte, dass die Generaldirektion für Zivilschutz und das Innenministerium den Entwurf ohne enge Konsultation der Gewerkschaften vorbereitet hätten. Vor der offiziellen Vorstellung am 8. September ist ein interministerielles Treffen geplant, um die Haushaltsentscheidungen mit dem Ministerium für Wirtschaft und Finanzen in Bercy abzuschließen.
Wir haben dieses Datum symbolisch gewählt, in dem Wissen, dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass wir von seinem Inhalt enttäuscht sein werden. Die Generaldirektion und das Ministerium arbeiten auf eigene Faust, und es scheint ein abschließendes interministerielles Treffen zu geben, um die endgültige Schlichtung mit Bercy vor dem 8. September zu validieren.
Abstimmung mit dem nationalen Haushaltsfahrplan
Die Streikankündigung soll bis zum 20. Oktober laufen und fällt mit der ersten parlamentarischen Abstimmung über den jährlichen Staatshaushaltsentwurf zusammen. Die Gewerkschaftsführer beabsichtigen, zwischen der Vorstellung des Zivilschutzprojekts und der parlamentarischen Haushaltsabstimmung kontinuierlichen Druck auf die Abgeordneten und die Ministerialbeamten auszuüben. Die intergewerkschaftliche Gruppe fordert eine zweckgebundene staatliche Finanzierung, um operative Feuerwehrleute einzustellen und alternde Fahrzeuge zu ersetzen, die bei Waldbrandeinsätzen verwendet werden. Xavier Boy betonte, dass der Arbeitskampfdruck während der gesamten parlamentarischen Beratung über die öffentlichen Ausgaben konstant bleiben müsse.
Am 8. September werden wir den Gesetzesentwurf zur Modernisierung des Zivilschutzes persönlich überreicht bekommen. Und am 20. Oktober wird der erste Teil des Haushaltsgesetzes abgestimmt.
- Gewerkschaftsdelegierte treffen Innenminister Laurent Nuñez, um Ressourcen zu fordern
- Intergewerkschaftliche Allianz reicht Streikankündigung bis Ende Oktober ein
- Das Modernisierungsprojekt für den Zivilschutz wird den Gewerkschaften vorgestellt
- Erste parlamentarische Abstimmung über den Staatshaushaltsentwurf


