
Météo-France setzt neun westliche Départements auf rote Alarmstufe – Hitzewelle verschärft sich, Waldbrände töten Feuerwehrmann
Météo-France hat neun Départements in Westfrankreich ab Mittag des 10. Juli auf die rote Alarmstufe gesetzt, während das Land die dritte extreme Hitzewelle innerhalb von zwei Monaten erlebt, mit Spitzentemperaturen über 41 °C.
Warnstufen verschärfen sich im Westen
Météo-France hat neun Départements ab Freitagmittag, dem 10. Juli, auf die rote Alarmstufe (die höchste Stufe) gesetzt. Die betroffenen Départements sind Morbihan, Ille-et-Vilaine, Mayenne, Sarthe, Loire-Atlantique, Vendée, Maine-et-Loire, Vienne und Deux-Sèvres. Weitere 76 Départements befanden sich am Donnerstag auf der orangen Alarmstufe; diese Liste sollte am Freitag um 14 neue Départements erweitert werden, hauptsächlich in der Region Grand Est. Die orange Alarmstufe galt am Donnerstag für 72 Départements und wurde nur für Bouches-du-Rhône aufgehoben.
Diese Hitzewelle, die dritte in weniger als zwei Monaten, wird voraussichtlich mindestens bis Dienstag, den 14. Juli, anhalten.
Zahlen: Hitzerekorde und Brandausbrüche
Die Durchschnittstemperatur am Donnerstag erreichte im französischen Mutterland 27 °C, mit einem Höchstwert von 41,2 °C in Narbonne. Auch die Bretagne erlebte bemerkenswerte Temperaturen, wo Vannes 36,8 °C erreichte. Die Hitze geht mit einer schweren Dürre einher, und Météo-France bezeichnete die Waldbrandsituation als beispiellos: 59 Départements haben eine hohe bis sehr hohe Brandgefahr. Innenminister Laurent Nuñez berichtete, dass allein am Mittwoch landesweit mehr als 325 Brandausbrüche registriert wurden.
Mehr als 325 Brandausbrüche wurden landesweit registriert.
Im Département Drôme hat ein Feuer bei Die innerhalb einer Woche 3.500 Hektar verbrannt, trotz des Einsatzes von 570 Feuerwehrleuten; etwa 400 Bewohner mussten evakuiert werden. In Savoyen sind über 5.000 Einwohner und Touristen in den Dörfern Planay und Pralognan-la-Vanoise eingeschlossen, nachdem ein Feuer die Zufahrtsstraße blockierte. Bei diesem Feuer kam am Mittwoch ein 22-jähriger freiwilliger Feuerwehrmann ums Leben. In den Pyrénées-Orientales bessert sich ein separates Feuer, das fast 5.000 Hektar verbrannt hat, von Tag zu Tag, und die Evakuierten kehren zurück.
- Sarthe auf orange Alarmstufe gesetzt
- Météo-France kündigt rote Alarmstufe für 9 westliche Départements ab Freitagmittag an
- Landesweite Durchschnittstemperatur erreicht 27 °C; Narbonne Spitze bei 41,2 °C
- Rote Alarmstufe tritt in 9 Départements in Kraft; orange Alarmstufe auf 76 Départements ausgeweitet
- Voraussichtliches Ende der Hitzewelle
Einschränkungen bei Sport, Veranstaltungen und Alkohol
Die Präfekten der Départements in roter Alarmstufe haben weitreichende Einschränkungen erlassen. Ab Freitag, dem 10. Juli, sind für die Dauer der roten Alarmstufe von 12:00 bis 20:00 Uhr Outdoor-Sportveranstaltungen und -Wettkämpfe sowie Aktivitäten in nicht klimatisierten Räumen verboten. In Maine-et-Loire müssen Open-Air-Feste und Musikveranstaltungen angepasst werden: Die Organisatoren sind verpflichtet, Trinkwasser, schattige Bereiche bereitzustellen und die Zeitpläne anzupassen (mit der dringenden Empfehlung, das Zeitfenster von 13:00 bis 19:00 Uhr zu vermeiden). In Sarthe haben mehrere Gemeinden das Feuerwerk zum 14. Juli abgesagt oder verschoben. Der Verkauf und Konsum von Alkohol auf öffentlichen Straßen ist bis Montag, den 13. Juli, 8:00 Uhr morgens untersagt, mit Ausnahmen für lizenzierte Terrassen und Restaurants.
Gesundheit und Notfallmaßnahmen
Premierminister Sébastien Lecornu hat am Freitag eine interministerielle Kriseneinheit einberufen. Der ORSEC-Hitzewellenplan wurde von den Präfekten aktiviert, und die operativen Zentren der Départements werden täglich tagen. Die Bürgermeister wurden aufgefordert, kommunale Schutzpläne zu aktivieren. Pflegeheime und medizinisch-soziale Einrichtungen haben ihren „Plan bleu“ aktiviert. Tageszentren für Obdachlose bleiben statt bis 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet. Ein Canicule-Info-Service-Hotline (0800 06 66 66) ist von 9:00 bis 19:00 Uhr erreichbar und bietet Beratung zum Schutz von sich selbst und gefährdeten Angehörigen. Der Haut Conseil pour le climat bewertete Frankreichs Dekarbonisierungs- und Anpassungspolitik getrennt als unzureichend.
Ausblick
Die Hitzewelle wird voraussichtlich mindestens bis Dienstag, den 14. Juli, anhalten, was bedeutet, dass die Einschränkungen für die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag und die Reisebewegungen in den Schulferien im Westen wahrscheinlich das gesamte Wochenende über bestehen bleiben.

