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Kurz gefasst

  • In Paris gilt von 23:00 bis 6:00 Uhr eine Ausgangssperre rund um die Place de la République und Les Halles, die für alle Anwohner gilt. Nizza verhängt für Minderjährige eine Ausgangssperre von 21:00 bis 6:00 Uhr, und in Lille, Douai, Wattignies und Denain gelten in Teilen jeder Stadt Ausgangssperren von 20:00 bis 6:00 Uhr.

  • Nach Behördenangaben protestierten am Samstag, 17. Oktober, mindestens 550.000 Menschen. Die Behörden melden 2.331 Menschen in Polizeigewahrsam, die Regierung spricht von mindestens 3.000 beschädigten oder geplünderten Geschäften.

  • Laurent Nuñez sagte, die Polizei habe in einigen Städten „die Kontrolle verloren“, und verwies auf eine „mangelnde Voraussicht“. Präsident Emmanuel Macron lehnte seinen Rücktritt mit Verweis auf die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Führung der Sicherheitskräfte ab.

  • Jordan Bardella vom Rassemblement National sagte, die Regierung und das Staatsoberhaupt hätten versagt. Marine Le Pen führt die Umfragen an, die Präsidentschaftswahl steht in sechs Monaten an.

ParisLyonNizzaMarseilleLimoges
Paris, Lyon, Nizza, Lille · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 17.10.Proteste gegen die Lebenshaltungskosten; die Behörden zählen mindestens 550.000 Demonstranten
  2. 19.10.Etwa fünfzig Studierende blockieren den Louvre ab 9:00 Uhr aus Solidarität mit Gymnasiasten
  3. 19.10.Polizeiliche Ausgangssperre rund um die Place de la République und Les Halles in Paris tritt in Kraft, bis 6:00 Uhr
  4. 24.10.Die Koordination der Gelbwesten ruft zu einer zweiten Protestrunde auf

Proteste am Wochenende eskalieren

An den Protesten gegen die steigenden Lebenshaltungskosten beteiligten sich am Samstag, 17. Oktober, nach Angaben der Behörden mindestens 550.000 Menschen in ganz Frankreich. In mehreren Städten gingen die Märsche in Zusammenstöße mit der Polizei, Plünderungen sowie Brandanschläge und Vandalismus auf öffentliche Gebäude über, darunter das Rathaus von Limoges. Justizminister Gérald Darmanin sagte, die nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft prüfe nach dem Brand in Limoges das weitere Vorgehen. Die Bilanz umfasst zwei Tote und mehrere Schwerverletzte, von denen zwei eine Hand verloren. Nach Behördenangaben wurden fast 1.000 Angehörige der Sicherheitskräfte und Demonstranten verletzt. Die Behörden melden 2.331 Menschen in Polizeigewahrsam und Dutzende Haftbefehle, die Regierung spricht von mindestens 3.000 beschädigten oder geplünderten Geschäften.

Von den Behörden nach den Protesten vom 17. Oktober genannte Zahlen
Demonstranten am 17. Oktober (mindestens)550.000
Von der Polizei festgehaltene Personen2.331
Beschädigte oder geplünderte Geschäfte (mindestens)3.000
Demonstranten am 17. Oktober (mindestens)
550000
Von der Polizei festgehaltene Personen
2331
Beschädigte oder geplünderte Geschäfte (mindestens)
3000

Daten aus dem Artikeltext

Ausgangssperren in mehreren Städten

Premierminister Sébastien Lecornu berief am Montag, 19. Oktober, den interministeriellen Krisenstab ein und forderte die Präfekten auf, teilweise und örtlich begrenzte Ausgangssperren zu verhängen. Einen Ausnahmezustand schloss er „falls nötig“ nicht aus, hielt Ausgangssperren aber für geeigneter, da die Unruhen auf die Stadtzentren beschränkt seien. In Paris ordnete die Polizei eine Ausgangssperre von 23:00 bis 6:00 Uhr rund um die Place de la République und die Straßen Richtung Les Halles an, die für alle Anwohner und nicht nur für Minderjährige gilt. In Nizza gilt für Minderjährige im Stadtzentrum von 21:00 bis 6:00 Uhr eine Ausgangssperre, eine Maßnahme der Präfektur Alpes-Maritimes, die Bürgermeister Eric Ciotti auf X bekannt gab. In Lyon gilt für Teile der Presqu'île eine Ausgangssperre von 21:00 bis 6:00 Uhr, und Versammlungen auf öffentlichen Straßen sind von 18:00 bis 21:00 Uhr verboten, während Marseille Versammlungen und Demonstrationen von 12:00 bis 20:00 Uhr untersagt. Im Département Nord gelten in Lille, Douai, Wattignies und Denain mit Zustimmung der örtlichen Bürgermeister in Teilen jeder Stadt Ausgangssperren von 20:00 bis 6:00 Uhr.

Innenminister, Präsident und der Louvre

Innenminister Laurent Nuñez sagte, die Polizei habe in einigen Städten „die Kontrolle verloren“, und verwies auf eine „mangelnde Voraussicht“ bei den Vorbereitungen. Er habe Präsident Emmanuel Macron seinen Rücktritt angeboten, weil er sich für das Geschehene verantwortlich fühle, doch Macron lehnte dies mit Verweis auf die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Führung der Sicherheitskräfte ab. Macron räumte Mängel im Umgang mit den Protesten ein, war jedoch am 18. Oktober zu einer dreitägigen Reise in die Golfstaaten aufgebrochen, bei der es um Energiekooperation und Treibstoffversorgung ging. Am Montag, 19. Oktober, blockierten nach Angaben der Museumsleitung und der Gewerkschaften etwa fünfzig Studierende der École du Louvre das Museum ab 9:00 Uhr aus Solidarität mit Gymnasiasten. Die Gewerkschaft CGT erklärte, das Museum bleibe mindestens bis Mittag geschlossen; das Datum fiel mit dem ersten Jahrestag des Diebstahls der Kronjuwelen zusammen.

Politische Reaktionen und weitere Proteste

Jordan Bardella, Präsident des Rassemblement National, sagte, die Regierung und das Staatsoberhaupt hätten ihre Pflicht zum Schutz der Franzosen verletzt, und rief die Wähler auf, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Marine Le Pen führt die Umfragen vor der Präsidentschaftswahl an, die in sechs Monaten stattfindet. Lecornu machte eine „extremistische Linke“ für das Streben nach tiefgreifendem Chaos im Land verantwortlich und deutete an, ein breiteres Netzwerk könnte versuchen, sogar den Termin der Präsidentschaftswahl selbst infrage zu stellen. Der Kreml erklärte, Frankreich und Italien befänden sich in einer schweren Krise nahe am Chaos. Donald Trump sagte bei einer Kundgebung in Kansas, die Vereinigten Staaten müssten Europa verlassen, sollte es der Migrationsinvasion erliegen, und bezog sich dabei auf die Proteste in Frankreich. Die Koordination der Gelbwesten hat für Samstag, 24. Oktober, eine zweite Protestrunde ausgerufen.

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Quellen und Kontext

  • Fanpagevor 3 Std.Proteste in Frankreich, Ausgangssperren in Paris, Lyon, Lille und NizzaProteste in Francia, coprifuoco a Parigi, Lione, Lille e Nizza · Original auf Italienisch
  • Il Sole 24 OREvor 4 Std.Zusammenstöße in Frankreich, erste Nacht der Ausgangssperre. Gelbwesten kehren am Samstag zurückScontri in Francia, prima notte di coprifuoco. Sabato tornano i gilet gialli · Original auf Italienisch
  • Tgcom24vor 5 Std.Paris, erste Nacht der Ausgangssperre in République und Les HallesParigi, prima notte di coprifuoco a République e Les Halles · Original auf Italienisch
  • Il Messaggerovor 11 Std.Zusammenstöße in Frankreich, es gibt eine Ausgangssperre. Eingeständnis der Regierung: einige Städte außer KontrolleScontri in Francia, c'è il coprifuoco. L'ammissione del governo: alcune città fuori controllo · Original auf Italienisch
Sébastien Lecornu
Französischer Premierminister, der die Präfekten aufforderte, teilweise Ausgangssperren zu verhängen
Emmanuel Macron
Französischer Präsident, der den Rücktritt des Innenministers ablehnte
Laurent Nuñez
Französischer Innenminister, der seinen Rücktritt anbot, nachdem er eingeräumt hatte, die Polizei habe in einigen Städten die Kontrolle verloren
Jordan Bardella
Präsident des Rassemblement National, der die Regierung und das Staatsoberhaupt kritisierte
Marine Le Pen
Rechtsextreme Politikerin, die laut Berichten die Umfragen vor der Präsidentschaftswahl anführt
Gérald Darmanin
Französischer Justizminister, der sich zum Brand des Rathauses von Limoges äußerte
Eric Ciotti
Bürgermeister von Nizza, der die Ausgangssperre für Minderjährige auf X bekannt gab
Donald Trump
US-Präsident, der seine Äußerungen zu Europa und Migration mit den französischen Protesten verknüpfte

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Veröffentlicht heute um 08:50.

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In diesem Text

  1. 1Proteste am Wochenende eskalierenProteste am Wochenende eskalieren
  2. 2Ausgangssperren in mehreren StädtenAusgangssperren in mehreren Städten
  3. 3Innenminister, Präsident und der LouvreInnenminister, Präsident und der Louvre
  4. 4Politische Reaktionen und weitere ProtestePolitische Reaktionen und weitere Proteste

Auf Grundlage von Berichten von

Fanpage, Il Sole 24 ORE, Tgcom24, Il Messaggero, Adnkronos, AGI, ANSA.it

Liste der Quellen

Sicherheit · Paris, Lyon und Nizza

Frankreich verhängt Teilausgangssperren in Paris, Lyon, Nizza und Lille, nachdem Proteste gegen die Lebenshaltungskosten gewaltsam eskaliert sind

Paris, Lyon, Nizza, Lille und Marseille haben Teilausgangssperren oder Versammlungsverbote verhängt, nachdem es am Wochenende zu Plünderungen und Zusammenstößen gekommen war. Innenminister Laurent Nuñez bot seinen Rücktritt an, den Präsident Emmanuel Macron ablehnte.

Paris
Lyon
Nizza
Marseille
Limoges

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von Fanpage, Il Sole 24 ORE, Tgcom24 und weiteren Medien. Veröffentlicht heute um 08:50.

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