
Treibhausgasemissionen Frankreichs 2024 und 2025 stärker gesunken als erwartet, doch das Tempo muss sich mehr als verdoppeln, um die Ziele für 2030 zu erreichen
Überarbeitete CITEPA-Daten zeigen, dass die französischen Treibhausgasemissionen 2024 um 3,0 % und 2025 um 2,1 % gesunken sind – besser als frühere Schätzungen, doch das Land muss die Rate etwa verdoppeln, um seine 2030er-Ziele zu erreichen.
Überarbeitete Emissionszahlen
Frankreichs Treibhausgasemissionen sind 2024 um 3,0 % und 2025 um 2,1 % gesunken, so die am 16. Juni von CITEPA, der nationalen Emissionsüberwachungsbehörde, veröffentlichten aktualisierten Zahlen. Diese Werte liegen deutlich über den vorherigen Schätzungen von Rückgängen um 1,8 % bzw. 1,5 %. Die Revision bezieht Daten mit ein, die in früheren Berechnungen fehlten, etwa einen starken Rückgang der Emissionen der Stromerzeugung auf La Réunion im Jahr 2024.
Nachlassende Dynamik, steigender Ehrgeiz
Trotz der Aufwärtsrevision verlangsamt sich das Tempo der Kürzungen. Auf jährliche Rückgänge von 6,8 % im Jahr 2022 und 3,9 % im Jahr 2023 folgten zunehmend geringere Reduktionen. Die dritte nationale CO2-arme Strategie (SNBC 3) des Landes verlangt jährliche Kürzungen von 5–6 % ab 2026, um auf Kurs für 2030 zu bleiben. Das bedeutet ein Tempo, das mehr als doppelt so hoch ist wie das Ergebnis von 2025.
- 2022
- -6.8 %
- 2023
- -3.9 %
- 2024
- -3 %
- 2025
- -2.1 %
- Q1 2026 (im Jahresvergleich)
- -5.2 %
- Zieltempo (2026–2030)
- -5.5 %
Ein vielversprechender Start ins Jahr 2026, mit Einschränkungen
Eine erste Schätzung für das erste Quartal 2026 zeigt einen Rückgang von 5,2 % im Jahresvergleich, der hauptsächlich auf geringere Emissionen aus Gebäuden, Verkehr und Industrie zurückzuführen ist. Die Zahl berücksichtigt jedoch keine Kohlenstoffsenken wie Wälder und Böden, die jedes Jahr weniger CO₂ aufnehmen. Die Bruttoemissionszahlen, die diese natürlichen Ausgleiche ausschließen, stehen daher im Fokus der neuen Daten.
Der Weg bis 2030
Der CITEPA-Bericht warnt, dass Frankreich die Dekarbonisierung drastisch beschleunigen muss, um die SNBC 3-Entwicklung zu erreichen.
Sie fügte hinzu, dass dies nicht nur für das Klima entscheidend sei, sondern auch für die wirtschaftliche Souveränität, da es die Abhängigkeit von massiv importiertem Öl und Gas verringert.Die immer früheren und intensiveren Hitzewellen, die die am stärksten gefährdeten Menschen in Gefahr bringen, sind ein erneuter Weckruf, der die Entscheidungsträger an die Notwendigkeit erinnert, beim Klima schneller und entschiedener zu handeln.


