Frankreich schlägt Marokko 2:0 – Polizei in Brüssel und niederländischen Städten rechnet mit Ausschreitungen nach Viertelfinale
Frankreich zog mit einem 2:0-Sieg über Marokko ins Halbfinale der Weltmeisterschaft ein, doch das Viertelfinale löste in Brüssel ein massives Polizeiaufgebot und vereinzelte Zusammenstöße in Amsterdam, Rotterdam und Den Haag aus.
Spielergebnis
Frankreich sicherte sich am Donnerstagabend einen 2:0-Sieg über Marokko im Viertelfinale der Weltmeisterschaft und buchte damit einen Platz im Halbfinale gegen den Sieger des Spiels Spanien gegen Belgien. Das Spiel begann um 22:00 Uhr und endete gegen Mitternacht. Französische Fans feierten auf den Champs-Élysées in Paris, während marokkanische Anhänger in ganz Europa auf die Straße gingen.
Brüssel in höchster Alarmbereitschaft
Die Brüsseler Behörden bereiteten sich mit einer zentralen Polizeiführung und Sperrzonen für E-Scooter auf das Spiel vor. Die sechs Polizeizonen operierten unter einem einzigen Gold Commander, eine Maßnahme, die normalerweise Silvester vorbehalten ist. Die U-Bahn-Stationen Zwarte Vijvers und möglicherweise Ossegem schlossen ab 21:00 Uhr. Die Anbieter Bolt und Dott entfernten Scooter und Fahrräder aus Gebieten wie Zwarte Vijvers, Stalingrad und Anderlechtsepoort und verboten ihren Fahrern, diese Zonen nach dem Anpfiff zu befahren.
Das würde Menschen warnen, die Ärger machen wollen, wo wir präsent sind.
Niederländische Städte erleben Feiern und Zusammenstöße
In Amsterdam, Rotterdam und Den Haag versammelten sich nach dem Abpfiff große Menschenmengen, es gab Feuerwerk, Hupkonzerte und einige Brände. Die Amsterdamer Polizei beschrieb die Atmosphäre während des Spiels als „angenehm und festlich“, doch eine kleine Gruppe blieb zurück, legte Feuer und warf Feuerwerkskörper auf Beamte. In Rotterdam blieben Hunderte auf der 1e Middellandstraat, nachdem Nachbarschaftsväter sie zum Gehen aufgefordert hatten; die Polizei wurde mit Eiern beworfen. Im Haager Schilderswijk wurden Beamte mit Glasflaschen und antisemitischen Parolen attackiert.
Bereitschaftspolizei im Einsatz
Beamte der Mobilen Einheit (ME) räumten in allen drei Städten die Straßen. In Amsterdam Nieuw-West fegten gegen 01:30 Uhr ein Dutzend Busse und Hunde durch Tussen Meer, nachdem kleine Müllbrände und Steinwürfe gemeldet worden waren. In Rotterdam-West lösten etwa fünfzehn Kleinbusse und eine ME-Kette etwa zur gleichen Zeit die Menschenmenge auf. Den Haag erlebte ME-Anstürme an der Kreuzung Vaillantlaan/Hoefkade nach einer Polizeiwarnung kurz nach 01:00 Uhr. Es wurden mehrere Festnahmen gemeldet, genaue Zahlen wurden jedoch nicht genannt.
- Brüsseler U-Bahn-Stationen Zwarte Vijvers und möglicherweise Ossegem schließen; Scooter-Sperrzonen aktiviert.
- Anpfiff: Frankreich gegen Marokko Viertelfinale.
- Spielende: Frankreich gewinnt 2:0. Fans strömen in mehreren Städten auf die Straßen.
- Polizei in Den Haag warnt Menschenmenge an Vaillantlaan/Hoefkade; ME löst Gruppe auf.
- ME-Anstürme in Amsterdam Nieuw-West (Tussen Meer) und Rotterdam-West (1e Middellandstraat).
Bürgermeister warnten vor dem Spiel
Vor dem Spiel riefen die Bürgermeister von Arnheim und Nimwegen die Fans zu verantwortungsvollem Feiern auf. Ahmed Marcouch aus Arnheim sagte, er habe „Dinge gesehen, die inakzeptabel sind: mit hohem Tempo durch die Steenstraat zu fahren oder den Kopf aus dem Autofenster zu strecken.“ Er betonte, dass Hupen „höchst unerwünscht“ sei und dass sich die Durchsetzung auf Exzesse konzentrieren werde, unter anderem durch Bußgelder per Kennzeichen. Nimwegens Bürgermeister Bruls bezeichnete die Situation des vorangegangenen Wochenendes als „inakzeptabel“ und kündigte an, dass die Polizei die Regeln strikt durchsetzen werde. In Nimwegen waren rund 30 Bußgelder wegen unnötigen Hupens, Fahrens ohne Sicherheitsgurt und gefährlichen Fahrens verhängt worden.
Feiern wir weiter, aber respektiert die Gesetze und Vorschriften.

