
Ford und Geely gründen 66-34-Joint-Venture in Almussafes, fünf Modelle ab 2028
Die US-amerikanischen und chinesischen Autohersteller übertragen das Werk Almussafes mit seinen 4.200 Beschäftigten auf eine neue Gesellschaft, die zu 66 % Ford gehört, mit dem Ziel, die volle Kapazität von 500.000 Fahrzeugen pro Jahr zu erreichen.
Ein neues Joint Venture für Almussafes
Ford und der chinesische Autohersteller Geely gaben am 23. Juli die Gründung eines Joint Ventures bekannt, das das Werk Almussafes in Valencia, Spanien, übernehmen wird. Das neue Unternehmen, zu 66 % im Besitz von Ford und zu 34 % von Geely, wird vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen in der ersten Jahreshälfte 2027 den Betrieb aufnehmen. Das gesamte Werk mit seinen rund 4.200 Beschäftigten wird auf das Joint Venture übergehen. Ford-Europa-Präsident Jim Baumbick betonte, dass es sich bei dem Deal nicht um einen Verkauf von Vermögenswerten, sondern um eine Investition in die Produktionskapazität handelt, die darauf abzielt, das jährliche Potenzial des Werks von 500.000 Einheiten auszuschöpfen. Das 1976 eröffnete Werk produziert derzeit nur den Ford Kuga mit einer Rate von weniger als 100.000 Fahrzeugen pro Jahr.
Die Kombination von Ford und Geely sichert die nächste Generation unseres Produktionswerks in Valencia.
Fünf Fahrzeuge ab 2028
Ab 2028 wird das Joint Venture fünf Modelle für den europäischen Markt montieren. Der Kuga wird ohne Unterbrechung weiterlaufen, während ein neuer Bronco SUV, der bereits im Mai bestätigt wurde, in Produktion geht. Ein drittes Ford-Modell, ein gemeinsam mit Geely entwickelter Multi-Energy-Crossover, wird ebenfalls in diesem Jahr vom Band laufen. Geely wird zwei vollelektrische SUVs beisteuern, seine ersten Fahrzeuge, die im Rahmen des Joint Ventures gebaut werden. Das erste davon soll voraussichtlich 2029 bei den Händlern eintreffen. Die Partner wollen die Produktion von derzeit unter 100.000 auf die volle Kapazität von 500.000 Einheiten steigern.
- Ford und Geely kündigen Joint Venture im Werk Almussafes an
- Joint Venture nimmt Betrieb auf, Werk und Belegschaft werden übertragen (erste Jahreshälfte 2027)
- Produktion von fünf Fahrzeugen beginnt: Kuga, Bronco, neuer Crossover, zwei Geely-Elektro-SUVs
- Erstes Geely-Elektro-SUV soll in den Verkauf gehen
Belegschaft und lokale Lieferkette
Die Belegschaft des Werks ist von über 8.000 auf dem Höhepunkt auf heute etwa 4.200 gesunken, nach vier Kurzarbeitsverfahren zwischen 2020 und 2024 und einem staatlich unterstützten Kurzarbeitsprogramm (Mecanismo RED), das am 31. Dezember 2026 ausläuft. Alle derzeitigen Mitarbeiter werden zu unveränderten Bedingungen in das neue Unternehmen wechseln, und beide Führungskräfte erklärten, dass zusätzliche Einstellungen erforderlich sein werden. Geelys Executive Vice President Victor Young verpflichtete sich, nur lokale Arbeitskräfte und Zulieferer einzusetzen.
Wir werden keine Arbeitskräfte aus China holen. Wir verpflichten uns, lokale Fähigkeiten zu nutzen.
Politische Unterstützung und regionale Erleichterung
An der Ankündigung nahmen der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez, die zweite Vizepräsidentin Yolanda Díaz, Industrieminister Jordi Hereu, Wissenschaftsministerin Diana Morant, der valencianische Regionalpräsident Juanfran Pérez Llorca und die Regierungsdelegierte Pilar Bernabé teil. Das Werk war ein wiederkehrendes Anliegen der Regierung, die ERTE- und RED-Mechanismen verlängerte, um Arbeitsplätze während des Übergangs zu neuen Modellen zu erhalten. Der Bürgermeister von Almussafes, Toni González, begrüßte den Deal als Wendepunkt nach Jahren der Unsicherheit.
Alles, was dazu beiträgt, die Auslastung von Ford Almussafes zu erhöhen und seine Kontinuität zu gewährleisten, ist eine großartige Nachricht für unsere Gemeinde, für unsere Arbeiter und für die gesamte Zulieferindustrie, die von der Fabrik abhängt.
Nächste Schritte und europäische Strategie
Das Joint Venture, dessen Name noch nicht bekannt gegeben wurde, muss noch behördliche Genehmigungen einholen, bevor es Mitte 2027 starten kann. Ford plant, bis 2029 fünf neue Personenkraftwagen in europäische Ausstellungsräume zu bringen, wobei Valencia eine zentrale Rolle spielt. Die Vereinbarung beschleunigt auch die europäische Expansion von Geely, da das chinesische Unternehmen anstrebt, die Hälfte der in Europa verkauften Fahrzeuge auf dem Kontinent zu produzieren. Baumbick sagte, die Kostenstruktur des Werks sei ein entscheidender Faktor gewesen, und die gemeinsame Nutzung von Produktionslinien würde die Stückkosten senken.
- Produktion 2025
- 98000 Fahrzeuge
- Werkkapazität
- 500000 Fahrzeuge


