
Flandern meldet die ersten fünf mutmaßlichen lokalen humanen Fälle des West-Nil-Virus
Belgische Gesundheitsbehörden haben fünf wahrscheinlich lokal erworbene humane Infektionen mit dem West-Nil-Virus in Antwerpen und Flämisch-Brabant identifiziert, die zu einer Krankenhauseinweisung führten.
Erste lokale humane Infektionen identifiziert
Die belgischen Gesundheitsbehörden haben am Freitag bestätigt, dass fünf Menschen in Flandern mutmaßlich durch lokale Übertragung mit dem West-Nil-Virus infiziert wurden. Die wahrscheinlichen Fälle konzentrieren sich auf die Provinzen Antwerpen und Flämisch-Brabant, im Korridor zwischen Brüssel und Antwerpen. Vier der fünf Infizierten zeigten neurologische Symptome, ein Patient befindet sich weiterhin im Krankenhaus. Weitere Labortests zur Bestätigung laufen, während die Behörden zum Schutz der Privatsphäre der Patienten keine persönlichen Daten preisgaben. Der Sciensano-Virologe Steven Van Gucht erklärte, das Auftreten menschlicher Fälle sei nach früheren Nachweisen bei Tieren in denselben Gebieten vollständig erwartet worden.
Das war nur eine Frage der Zeit. Damit konnten wir jeden Moment rechnen.
Vorangegangene Tierfälle und Übertragungsdynamik
Die humanen Fälle folgen auf mehrereWochen der aktiven Tierüberwachung in ganz Nordbelgien. Laut der Föderalen Agentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (Afsca) wurden seit dem ersten Nachweis der Zirkulation Anfang August etwa 60 Infektionen bei Wildvögeln sowie 25 bestätigte Fälle bei Pferden festgestellt. Das West-Nil-Virus wird auf Menschen und Pferde durch den Stich der gemeinen Hausmücke übertragen, die den Erreger von Wildvögeln aufnimmt, die als Reservoire dienen. Das Virus kann nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden, noch kann es von Pferden auf Menschen oder von infizierten Menschen auf Mücken upbergehen.
- Vögel
- 60 Fälle
- Pferde
- 25 Fälle
- Menschen
- 5 Fälle
Klinische Auswirkungen und öffentliche Krankheitshinweise
Die öffentlichen Gesundheitsbehörden betonen, dass das Gesamtrisikos einer schweren Erkrankung für die Bevölkerung weiterhin niedrig ist. Etwa 80% der mit dem West-Nil-Virus infizierten Personen zeigen überhaupt keine Symptome. Bei den übrigen 20% sind die Symptome in der Regel mild, einschließlich Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Muskelschmerzen, während schwere neuroinvasive Erkrankungen etwa 1% der Fälle betreffen, meist bei älteren oder immungeschwächten Menschen. Der Sprecher des Departements Zorg, Anneleen De Sadeleer, stellte fest, dass erweiterte Tests fortlaufend klinische Erkennung zur Identifizierung dieser gleichzeitigem Fälle beigetragen haben.
Diese ersten Infektionen bestätigen, was frühere Funde bei Vögeln und Pferden bereits angekündigt hatten: Das West-Nil-Virus zirkuliert derzeit auch in Flandern. Die Flemminger müssen sich jedoch keine Sorgen machen. Die Gefahr einer schweren Erkrankung ist für die Menschen weiterhin sehr gering.
Europäischer Kontext und Vorsichtsmaßnahmen
Die belgischen Fälle fallen mit einer breiteren Ausbreitung des West-Nil-Virus in Europa während der Sommermonate zusammen. Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zeigen, dass die erfassten humanen Infektionen in Europa 1.086 Fälle erreicht haben, verglichen mit 241 Fällen einen Monat zuvor. Als Reaktion auf die lokalen Funde hat das Dach des Departements Zorg praktische Hinweise an Allgemeinmediziner, Krankenhäuser, Pflege- und Behindertenheime in Antwerpen und Flämisch-Brabant herausgegeben, dass Mücken, die das Virus in sich tragen, in der Abenddämmerung und über Nacht aktiv sind. Die Gesundheitsbehörden erwarten mögliche weitere Infektionen, bis die Mückenaktivität mit kühler Temperaturen und kürzeren Herbsttagen im Oktober nachlässt.
- 2026-08
- 241 Fälle
- 2026-09
- 1086 Fälle
Es ist kein echtes Menschenvirus.* Es kommt manchmal vor, dass es praktisch zufällig auf Menschen übertragen wird. Es ist eher außergewöhnlich und in der Regel symptomlos. Die meisten Menschen bemerken nichts.* Nur ein sehr kleiner Prozentsatz entwickelt schwere Symptome, einschließlich Infektionen des Gehirns oder Rückenmarks.* Diese Menschen werden ins Krankenhaus eingeliefert. Und ein kleiner Teil von ihnen kann sogar daran sterben.** Aber das bleibt selten.


