
Polnischer Feuerwehrmann wegen tödlicher Auseinandersetzung in der Feuerwache Biały Dunajec angeklagt
Die Staatsanwaltschaft in Zakopane hat einen 37-jährigen freiwilligen Feuerwehrmann wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, nachdem eine Schlägerei im August 2024 in einer Feuerwache in Biały Dunajec für einen Kollegen tödlich geendet hatte.
Anklage beim Gericht in Zakopane eingereicht
Die Bezirksstaatsanwaltschaft in Zakopane hat nach einer tödlichen Schlägerei in einer örtlichen Feuerwache Anklage beim Bezirksgericht in Zakopane gegen den 37-jährigen Władysław M. erhoben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten fahrlässige Tötung sowie die Zufügung von Körperverletzungen vor, die zu einer länger als sieben Tage andauernden Gesundheitsschädigung führten. Der Verdächtige war während der Ermittlungen in Haft und wurde der Staatsanwaltschaft in Zakopane vorgeführt. Bei seiner Vernehmung räumte Władysław M. die ihm zur Last gelegten Taten nicht ein und verweigerte die Aussage. Die Staatsanwaltschaft stellte ihn unter Polizeiaufsicht, verhängte ein Ausreiseverbot und ordnete eine finanzielle Kaution an. Der Angeklagte ist nicht vorbestraft.
Zusammenkunft in der Feuerwache Biały Dunajec
Der Vorfall ereignete sich am Abend des 1. August 2024 im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr in Biały Dunajec in der Woiwodschaft Kleinpolen. Mehrere Personen hatten sich zu einer geselligen Veranstaltung versammelt, bei der Alkohol konsumiert wurde. Während des Beisammenseins kam es zu einem Wortwechsel zwischen dem 37-jährigen Władysław M. und dem 25-jährigen freiwilligen Feuerwehrmann Paweł Z. Der Streit eskalierte rasch zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Die Ermittler stellten fest, dass Władysław M. dem Opfer mehrere Schläge versetzte. Einer der Schläge brachte Paweł Z. aus dem Gleichgewicht, sodass er nach hinten stürzte und mit dem Kopf auf dem Betonboden der Wache aufschlug.
Krankenhausaufenthalt und medizinische Befunde
Nach der Auseinandersetzung begleitete Władysław M. Paweł Z. nach Hause. Kurz darauf ging Paweł Z. zurück auf das Gelände der Feuerwache, um sein Mobiltelefon und seine Schlüssel zu holen, die dort zurückgeblieben waren. Innerhalb weniger Minuten fanden seine Mutter und seine Schwester ihn bewusstlos in einem nahe gelegenen Gebüsch liegend. Rettungskräfte brachten ihn in das Kreiskrankenhaus in Zakopane, von wo ihn die Ärzte zur Notoperation in ein Fachkrankenhaus in Nowy Targ verlegten. Paweł Z. starb zehn Tage später, am 11. August 2024, im Krankenhaus.
Eine gerichtsmedizinische Obduktion ergab, dass das tödliche Trauma aus intrakraniellen Verletzungen bestand, konkret einem akuten subduralen Hämatom und einem massiven Hirnödem. Diese Verletzungen führten zusammen mit einem anschließenden Multiorganversagen unmittelbar zum Tod des Opfers. Die Autopsie ergab zudem Schnittwunden an der Lippe, Verletzungen an den Gliedmaßen und einen gebrochenen Handgelenksknochen, der die körperliche Funktionsfähigkeit länger als sieben Tage beeinträchtigte.
Justyna Rataj-Mykietyn, Sprecherin der Regionalstaatsanwaltschaft in Nowy Sącz, erläuterte die Ergebnisse der Ermittlungen.
Auf Grundlage der Auswertung von Überwachungsaufnahmen, der Krankenunterlagen des Opfers und von Gutachten wurde festgestellt, dass die tödlichen Kopfverletzungen dadurch entstanden, dass Paweł Z. stürzte und mit dem Kopf auf eine harte Oberfläche aufschlug.
Gerichtliches Verfahren
Die Bezirksstaatsanwaltschaft in Zakopane schloss ihre Beweiswürdigung mehr als zwei Jahre nach der Auseinandersetzung ab. Die Ermittler stützten die formelle Anklage auf Videoaufzeichnungen aus dem Bereich der Wache, umfassende medizinische Berichte und forensische Analysen.
- Schlägerei in der Feuerwache Biały Dunajec; Paweł Z. schlägt mit dem Kopf auf
- Paweł Z. stirbt in einem Krankenhaus in Nowy Targ an einem Kopftrauma und Multiorganversagen
- Die Staatsanwaltschaft Zakopane reicht die Anklage wegen fahrlässiger Tötung beim Gericht ein
Das Bezirksgericht in Zakopane wird das Hauptverfahren gegen Władysław M. auf Grundlage der eingereichten Anklage durchführen.

