
Schlimmster Waldbrand Andalusiens stabilisiert – 12 Tote, 1.000 Evakuierte können zurückkehren
Der Waldbrand in Los Gallardos in der Provinz Almería, der seit Donnerstag 12 Menschen tötete und 7.000 Hektar vernichtete, ist nun unter Kontrolle. Regionalpräsident Juanma Moreno gab die Stabilisierung am Sonntag bekannt und erlaubte rund 1.000 evakuierten Bewohnern die schrittweise Rückkehr.
Eindämmung nach Tagen rascher Ausbreitung
Der Waldbrand, der am Donnerstag, dem 9. Juli, in der Nähe von Los Gallardos (Almería) ausbrach, wurde am Sonntag, dem 12. Juli, von der andalusischen Feuerwehrbehörde Infoca für stabilisiert erklärt. Günstige nächtliche Luftfeuchtigkeit half den Einsatzkräften, einen 40 km langen Umkreis zu sichern, nachdem sich die Flammen mit bis zu 100 Metern pro Minute ausgebreitet hatten. Der Präsident der Junta de Andalucía, Juanma Moreno, bestätigte, dass die Einsatzstufe herabgesetzt und die Rückkehranordnung erteilt wurde.
Gute Nachrichten. Nach sehr harten Tagen stuft der Infoca-Plan das Feuer als stabilisiert ein. Es ist eingegrenzt und kontrolliert, und wir genehmigen schrittweise die Rückkehr der 1.000 evakuierten Menschen.
Das Feuer, das nun das tödlichste und größte in der Geschichte der Region ist, hat 7.000 Hektar verbrannt. Moreno, der vom erweiterten Einsatzleitposten in Turre sprach, bezeichnete den Tag als den Beginn des Endes des Notfalls.
- Waldbrand bricht in Los Gallardos, Provinz Almería, aus.
- 12 Tote bestätigt; Behörden setzen Suche nach Vermissten fort.
- Feuer für stabilisiert erklärt; 1.000 Evakuierte dürfen zurückkehren.
- Ministerpräsident Pedro Sánchez plant Besuch des betroffenen Gebiets.
Zahl der Toten und Suche nach Vermissten
Bei dem Brand kamen mindestens 12 Menschen ums Leben, alle auf der Flucht. Beamte sagten, viele Opfer seien Ausländer, darunter vier britische Staatsbürger. Die Identifizierung verläuft langsam, da Angehörige im Ausland leben und forensische Proben schwer zu sammeln sind. Die Guardia Civil durchkämmt das verbrannte Gebiet mit 100 Einsatzkräften, um weitere Opfer zu finden.
Die Zahl der Vermissten bleibt ungewiss. Die Guardia Civil hat acht formelle Vermisstenanzeigen erhalten, andere lokale Berichte beziffern die Zahl der ungeklärten Fälle jedoch auf bis zu 23. Die Behörden betonten, dass die Zahl der Todesopfer erst aktualisiert wird, wenn Autopsien und Identifizierungen abgeschlossen sind.
Evakuierungsanordnungen und Kritik
Andalusiens Minister für Zivilschutz und Notfälle, Antonio Sanz, erklärte, die Opfer hätten frühe Evakuierungsanweisungen ignoriert. Als sie sich schließlich zur Flucht entschlossen, fuhren sie in die falsche Richtung, in eine Feuerwand.
Sie hätten früher gehen sollen. Stattdessen blieben sie, und als sie sich schließlich zur Flucht entschlossen, nahmen sie die falsche Route, eine Falle, die ihnen das Leben kostete.
Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente hinterfragte, warum das nationale Mobilwarnsystem ES‑Alert nicht aktiviert wurde. Sanz verteidigte die Entscheidung mit der Begründung, eine Massenwarnung hätte Panik auslösen können. Er sagte, die Behörden hätten gezielte Anweisungen über Einsatzkräfte und Gemeinderäte übermittelt.
Reaktion und Ausblick
Mehr als 500 Feuerwehrleute und 32 Flugzeuge sind weiterhin im Einsatz, um verbleibende Glutnester zu löschen. Die Militärische Nothilfeeinheit und Infoca-Teams setzen Drohnen ein, um kritische Punkte zu erkennen. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez wird das betroffene Gebiet am Montag, dem 13. Juli, besuchen.
Die Einsatzkräfte werden weiterarbeiten, bis das Feuer vollständig gelöscht ist. Ich danke allen Teams für ihren Einsatz und ihre Koordination.
Der Brand von Los Gallardos gilt nun als der schlimmste Waldbrand in der aufgezeichneten Geschichte Andalusiens, sowohl in Bezug auf die verbrannte Fläche als auch auf die Zahl der Todesopfer.


