
Waldbrand bei Carcassonne nach 100 Hektar verbrannt, 150 evakuiert
Ein Vegetationsbrand, ausgelöst durch ein brennendes Auto auf der Autobahn A61, breitete sich am Sonntag über 100 Hektar bei Carcassonne aus, bedrohte Wohnhäuser und ein militärisches Übungsgelände, bevor die Feuerwehr ihn bis 21:00 Uhr für gelöscht erklärte.
Wie das Feuer begann
Das Feuer brach kurz nach 16:00 Uhr am Sonntag, dem 2. August, aus, als ein Fahrzeug auf der Autobahn A61 in der Nähe von Palaja, unmittelbar vor Carcassonne, in Brand geriet. Die Flammen griffen vom Auto auf trockene Vegetation über und breiteten sich, angefacht durch ungünstige Windverhältnisse, rasch über das hügelige Gelände aus. Innerhalb von drei Stunden hatte der Brand zwischen 50 und 100 Hektar erfasst, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Präfekt von Aude postete um etwa 17:00 Uhr auf Facebook, dass sich das Feuer aufgrund des widrigen Wetters schnell ausbreite. Die A61, eine wichtige Verbindung zwischen Toulouse und Narbonne, wurde zwischen den Ausfahrten 23 (Carcassonne-Ouest) und 24 (Carcassonne-Est) in beide Richtungen gesperrt. Das Feuer übersprang die Autobahn und stieg auf erhöhtes Gelände, was den Zugang für Bodentruppen erschwerte.
Feuerwehreinsatz
Die Behörden setzten nach eigenen Angaben eine erhebliche Anzahl von Kräften gegen das Feuer ein. Insgesamt wurden 280 Feuerwehrleute und 60 Einsatzfahrzeuge eingesetzt, unterstützt von drei Canadair-Löschflugzeugen, zwei Dash-Flugzeugen, zwei Löschhubschraubern und vier Air-Tractor-Flugzeugen. Christophe Magny, Direktor des Feuerwehr- und Rettungsdienstes von Aude (Sdis 11), sagte gegenüber Franceinfo, das Feuer sei wegen des Geländes besonders komplex gewesen. Trotz der Herausforderungen verhinderte der schnelle Luft- und Bodenangriff, dass die Flammen viele Häuser in den Gemeinden Carcassonne, Cazilhac und Palaja erreichten. Ein Sprecher von Sdis 11 bestätigte später, dass der Einsatz zahlreiche Wohnhäuser geschützt habe.
Das Feuer ist eingedämmt und unter Kontrolle. Rund 100 Hektar wurden von den Flammen erfasst, davon 50 Hektar verbrannt.
Evakuierungen und bedrohte Gebiete
Als das Feuer vorrückte, bedrohte es ein Wohnviertel und ein militärisches Übungsgelände. Die Präfektur ordnete die Evakuierung des Australian Park, eines Wildtierparks, an und evakuierte später auf Anweisung des Bürgermeisters etwa 150 Menschen aus der Gemeinde Cazilhac als Vorsichtsmaßnahme. Auch Autofahrer, die auf den Rastplätzen Auriac und Belvédère geparkt hatten, wurden in Sicherheit gebracht. Tiere aus einem nahegelegenen Tierpark wurden untergebracht. Emmanuelle Plantier-Lemarchand, Generalsekretärin der Präfektur, sagte vom operativen Führungsstab aus, das Feuer sei dank der erheblichen eingesetzten Mittel eingedämmt.
In dem Moment, in dem ich mit Ihnen spreche, ist das Feuer dank der erheblichen eingesetzten Mittel eingedämmt.
Eindämmung und nächste Schritte
Am frühen Abend breitete sich das Feuer nicht mehr weiter aus. Ein Sprecher von Sdis 11 gab kurz nach 21:00 Uhr bekannt, dass das Feuer gelöscht sei. Die Feuerwehrleute setzten die Nachlöscharbeiten die Nacht über fort, und eine große Überwachungseinheit blieb vor Ort. Der Wind vor Ort blieb empfindlich, warnte die Feuerwehr. Verkehrsminister Philippe Tabarot rief Autofahrer auf, das Gebiet zu meiden, um die Sicherheit zu gewährleisten und die Rettungsarbeiten zu erleichtern. Die A61 blieb am Sonntagabend in beide Richtungen gesperrt.
Meiden Sie das Gebiet, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten und den Einsatz der Rettungskräfte zu erleichtern.
- Auto brennt auf der A61, Feuer greift auf Vegetation über
- Präfekt warnt vor sich schnell ausbreitendem Feuer, A61 gesperrt
- Feuerwehrchef erklärt Brand als 'eingedämmt und unter Kontrolle'
- Feuer für 'gelöscht' erklärt, 150 evakuiert, 100 Hektar verbrannt
- Nächtliche Überwachung und Nachlöscharbeiten laufen weiter


