
Moldawierin nach tödlichem Messerangriff auf Ehemann im Alentejo festgenommen – Unfallversion durch forensische Beweise widerlegt
Eine 41-jährige Moldawierin wurde am Freitag unter dem Verdacht festgenommen, ihren Ehemann getötet zu haben, nachdem Ermittler Beweise fanden, die ihrer Darstellung widersprechen, er habe sich in der gemeinsamen Arbeiterunterkunft in Alfundão versehentlich verletzt.
Eine 41-jährige Moldawierin befindet sich in Untersuchungshaft, weil sie ihren Ehemann in einem Haus, das von mehreren ausländischen Landarbeitern in Alfundão, Ferreira do Alentejo, bewohnt wird, tödlich erstochen haben soll. Das ebenfalls 41-jährige Opfer starb am 21. Juni an einer einzelnen Bauchwunde, aber der Fall eskalierte erst am 26. Juni zur Festnahme, nachdem forensische Untersuchungen die ursprüngliche Aussage der Verdächtigen erschüttert hatten.
Die Version der Verdächtigen widerlegt
Laut Polícia Judiciária (PJ) gab die Frau gegenüber den Beamten an, ihr Ehemann sei am 21. Juni nach Hause gekommen und habe gesagt, er habe sich in den Bauch geschnitten, sei dann zu Boden gefallen und gestorben. Der Tod wurde zunächst als möglicher Unfall behandelt. Die anschließende rechtsmedizinische Autopsie ergab jedoch eine Wunde, die durch einen scharfen Gegenstand verursacht wurde und nicht mit einer versehentlichen Selbstverletzung vereinbar war. Die Südliche Direktion der PJ übernahm den Fall und erwirkte auf der Grundlage forensischer Beweise und Zeugenaussagen einen Haftbefehl außerhalb des flagranten Tatbestands.
Lebensumstände und Gewaltgeschichte
Die Tat ereignete sich in einer Unterkunft in der Rua do Cotovelo, die mehrere Kernfamilien derselben Nationalität beherbergte, die alle als Landarbeiter beschäftigt waren. Die Ermittlungen ergaben, dass das Paar eine dokumentierte Vorgeschichte von Konflikten und körperlicher Aggression hatte, sowohl in Portugal als auch in ihrem Herkunftsland. Die Auseinandersetzung, die zu dem Messerangriff führte, scheint der Höhepunkt eines langen Musters häuslicher Gewalt zu sein.
Rechtliche Schritte
Am 26. Juni nahmen PJ-Beamte die Verdächtige fest. Sie wird nun den Justizbehörden in Ferreira do Alentejo zur ersten Vernehmung vorgeführt, bei der das Gericht über die anzuwendenden Zwangsmaßnahmen entscheiden wird. Die Staatsanwaltschaft von Ferreira do Alentejo leitet die Ermittlungen, die noch andauern, um die Umstände des Tötungsdelikts vollständig zu klären.


