
Feijóo verspricht nationales Gesetz für „ungeborene Empfängnis“ nach Vorbild von Ayusos Madrider Maßnahme, falls er die Wahl gewinnt
Der PP-Vorsitzende Alberto Núñez Feijóo erklärte am Montag, er werde im Falle seiner Wahl zum Ministerpräsidenten ein nationales Gesetz erlassen, das die ungeborene Empfängnis als Familienmitglied für öffentliche Hilfen anerkennt – eine Kopie eines kürzlich verabschiedeten Madrider Regionalgesetzes.
Die Ankündigung
Alberto Núñez Feijóo, Vorsitzender der spanischen Partido Popular, nutzte ein Fernsehinterview bei Antena 3s Espejo Público, um ein nationales Gesetz für den „concebido no nacido“ (ungeborene Empfängnis) zu versprechen, falls seine Partei die nächste, voraussichtlich innerhalb eines Jahres stattfindende Parlamentswahl gewinnt. Er stellte die Maßnahme als Mittel dar, um sicherzustellen, dass eine Schwangerschaft von Anfang an in öffentlichen Subventionen und Hilfen berücksichtigt wird.
Wenn eine Frau ein Kind erwartet, muss dies bereits in den Hilfen und Subventionen des öffentlichen Sektors berücksichtigt werden.
Feijóo nannte keinen detaillierten Gesetzestext und erklärte lediglich, das Gesetz solle dem Ungeborenen „aus wirtschaftlicher und sozialer Sicht eine Auswirkung auf die Frau und die Familie, die es erwartet“, verleihen.
Die Präzedenzfälle Madrid und Galicien
Das Versprechen folgt unmittelbar auf die Verabschiedung eines ähnlichen Gesetzes durch die Autonome Gemeinschaft Madrid in der vergangenen Woche, das von der Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso vorangetrieben wurde. Dieses Gesetz behandelt den Embryo für Verwaltungszwecke als Mitglied der Familieneinheit und ermöglicht den Zugang zu Leistungen ab der 14. Schwangerschaftswoche. Feijóo selbst hatte diesen Ansatz 2011 in Galicien eingeführt, wo Familien eine Bescheinigung erhalten konnten, die das ungeborene Kind als Haushaltsmitglied für Hilfen und öffentlichen Wohnraum anerkennt.
- Feijóo führt als Präsident Galiciens ein Gesetz ein, das das Ungeborene als Familienmitglied für Hilfen und öffentlichen Wohnraum anerkennt.
- Das Madrider Regionalparlament verabschiedet ein ähnliches Gesetz, vorangetrieben von Isabel Díaz Ayuso, mit PP-Mehrheit und Unterstützung der Vox.
- Feijóo kündigt in einem Interview bei Antena 3 eine nationale Version des Gesetzes an, abhängig vom Gewinn der nächsten Wahl.
Politischer Kontext
Das Madrider Gesetz wurde mit der absoluten Mehrheit der PP und Unterstützung der Vox verabschiedet, während linke Parteien es ablehnten. Feijóos nationale Zusage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Parteien auf Wahlen vorbereiten, die bis Anfang 2027 stattfinden könnten. Er bezeichnete die Initiative als Teil des Abbaus des „Sanchismo“, seines Begriffs für die Politik von Ministerpräsident Pedro Sánchez, und als Geste an die Lebensschutz-Wählerschaft.
Was das Gesetz bewirken würde
Im Kern würde das vorgeschlagene nationale Gesetz ein ungeborenes Kind bei der Berechnung der Anspruchsberechtigung für Subventionen, Bildungsbeihilfen und Wohnungsbauhilfen als Familienmitglied zählen. Die Madrider Version besagt, dass „die Empfängnis als geboren gilt, wenn die Familieneinheit oder eines ihrer Mitglieder einen größeren Nutzen daraus zieht“, ohne eine Mindestschwangerschaftswoche vorzuschreiben, es sei denn, spezifische Regelungen sehen etwas anderes vor. Feijóos Ankündigung ließ offen, ob das nationale Gesetz dieselbe Schwelle übernehmen oder das galicische Bescheinigungssystem nachahmen würde. In Galicien wurden zwischen 2011 und 2019 weniger als 400 solcher Anerkennungen registriert, und die Leistungen werden widerrufen, wenn die Schwangerschaft nicht zu einer Lebendgeburt führt.


