Argentinischer Journalist Edul sorgt mit „Las Malvinas son argentinas“-Trikot für Aufruhr bei Ibai Llanos' Boxveranstaltung
Gastón Eduls Auftritt mit einem Trikot, das die Falklandinseln beansprucht, und seine Äußerungen nach dem Kampf lösten in Sevilla während La Velada del Año VI Buhrufe und hitzige Online-Debatten aus.
Politische Botschaft im Ring
Gastón Edul, der argentinische Sportjournalist, betrat den Ring bei La Velada del Año VI mit einem Trikot, auf dem „Las Malvinas son argentinas“ stand. Sein Einzug wurde von der argentinischen Nationalhymne begleitet, gesungen von einem Veteranen des Falklandkriegs. Der Moment löste scharfe Pfiffe und Buhrufe aus dem Publikum in der Sevilla-Arena aus, und das Video verbreitete sich schnell im Internet, was ein Kreuzfeuer zwischen argentinischen Unterstützern, die es als patriotische Geste sahen, und spanischen Zuschauern, die die Politisierung einer YouTube-Entertainment-Show kritisierten, entfachte.
Las Malvinas sind argentinisch. Und Leo Messi: Es ist uns eine Freude, dass du weiterhin für die Nationalmannschaft spielst.
Die Botschaft überschattete auch weite Teile des sportlichen Ergebnisses.
Aufheizung beim Wiegen
Stunden vor dem Kampf hatte das Wiegen bereits eine angespannte Stimmung geschaffen. Edul und sein Gegner, der spanische Journalist Edu Aguirre (Stammgast bei El Chiringuito und als enger Freund von Cristiano Ronaldo bekannt), standen sich sichtbar feindselig gegenüber. Beide hatten sich auf ein Limit von 74 kg geeinigt; Aguirre wog 71,3 kg und Edul 73,8 kg, beide sicher darunter. Während des Staring Contests wurde Edul von Kameras dabei gefilmt, wie er eine Beleidigung murmelte, und das Paar diskutierte sogar die Möglichkeit, ohne Kopfschutz zu kämpfen, um die Show zu steigern. Vor dem Betreten des Rings am selben Abend wurde keine Entscheidung über die Schutzausrüstung getroffen.
- Edu Aguirre
- 71.3 kg
- Gastón Edul
- 73.8 kg
Der Kampf wurde als einer der Höhepunkte der sechsten Ausgabe von Ibai Llanos' viel beachteter Veranstaltung aufgebaut. Die Organisatoren stellten ihn in den Kontrast zwischen Aguirres Nähe zu Ronaldo und Eduls berühmtem Kameramoment mit Messi während der WM 2022, als der argentinische Kapitän zu Wout Weghorst sagte: „¿Qué mirás, bobo? Andá pa’ allá, bobo.“
Kampf, Ergebnis und virale Nachwirkungen
Edul verlor den Kampf nach Punkten, kehrte aber sofort ans Mikrofon zurück und wiederholte seinen Falkland-Anspruch. Die Worte entfachten den sozialen Mediensturm neu, der seit seinem Auftritt bereits loderte. Argentinische Nutzer verteidigten die Geste als Bekenntnis zur nationalen Souveränität, während Kritiker argumentierten, ein Promi-Boxabend sei nicht der Ort für territoriale Streitigkeiten. Edul forderte zudem einen Rückkampf mit Aguirre.
- Edul und Aguirre stehen sich gegenüber; Beleidigungen werden ausgetauscht; beide wiegen unter dem Limit von 74 kg.
- Edul betritt den Ring mit „Las Malvinas son argentinas“-Trikot, argentinische Hymne von Falklandveteran gesungen; Publikum buht.
- Kampf beginnt unter Hochspannung.
- Edu Aguirre gewinnt nach Punkten.
- Edul wiederholt Falkland-Anspruch und fordert Rückkampf; erwähnt Messi.
Jenseits der Wertungszettel der Richter wurde die Konfrontation zwischen Edul und Aguirre zur Episode, die bei La Velada del Año VI die meisten Diskussionen auslöste, einer Streaming-Veranstaltung, die wieder einmal Millionen von gleichzeitigen Zuschauern anzog.

