
Xi Jinping fordert Aufklärung nach Brand in Schuhfabrik mit 28 Toten in China
Bei einem Brand in der Schuhfabrik Huiteng Shoes in Jinjiang, einem globalen Zentrum der Sneaker-Produktion, kamen mindestens 28 Menschen ums Leben. Präsident Xi Jinping ordnete eine sofortige Untersuchung an und warnte vor wiederholten Sicherheitsmängeln in der Industrie.
Der Brand
Der Brand brach am Donnerstag gegen Mittag in der fünfstöckigen Schuhfabrik Huiteng Shoes in Jinjiang in der Provinz Fujian aus. Große Mengen an Klebstoffen, Schaumstoff und Gummisohlen, die im Erdgeschoss gelagert waren, beschleunigten die Flammen und trieben dicken schwarzen Rauch durch das Gebäude. Arbeiter flohen auf das Dach, als die unteren Stockwerke in Flammen aufgingen; einige filmten ihre verzweifelte Wartezeit auf Rettung.
Wir sind im oberen Stockwerk, wir kommen nicht runter.
Rettungsarbeiten behindert
Feuerwehrchef Du Zhenzhou erklärte, Treppenhäuser und Ausgänge seien durch Stapel von Schuhmaterialien blockiert gewesen, was den Zugang der Feuerwehr zu den eingeschlossenen Arbeitern erschwerte. Die örtlichen Behörden setzten 183 Einsatzkräfte und 35 Fahrzeuge ein und mobilisierten später über 500 Helfer. Live-Bilder zeigten Feuerwehrleute, die das verkohlte Gebäude löschten, während Menschen in Fenstern und auf dem Dach ausharrten.
Meine Männer hatten Mühe, nach oben zu gelangen, weil Ausgänge und Ecken mit Stapeln von Sohlen und anderen Materialien blockiert waren.
Xi Jinpings Reaktion
Präsident Xi Jinping äußerte sich öffentlich zu der Katastrophe und forderte „alle Kräfte“ für die Rettungsarbeiten sowie eine zügige Untersuchung. Er wies darauf hin, dass China in diesem Jahr bereits mehrere schwere Arbeitsunfälle erlitten habe, und verlangte, die Verantwortlichen strikt zur Rechenschaft zu ziehen. Die Behörden nahmen die Geschäftsführer des Unternehmens fest und froren dessen Bankkonten ein.
Die Unfallursache sollte so schnell wie möglich ermittelt werden und … die Verantwortlichen müssen streng zur Rechenschaft gezogen werden.
Eine globale Sneaker-Hauptstadt
Jinjiang und sein Stadtteil Chendai bilden eines der größten Schuhproduktionszentren der Welt; hier wird etwa jedes fünfte weltweit verkaufte Paar Sneaker hergestellt. Die Region produzierte 2024 über 1,2 Milliarden Paar Schuhe, mit mehr als 7.000 Fabriken und Werkstätten auf nur 39 Quadratkilometern. Allein Huiteng Shoes stellte jährlich etwa eine Milliarde Paar her und belieferte Marken wie Zara und Prada.
Eine Serie tödlicher Unfälle
Der Brand ist der jüngste in einer Reihe tödlicher Industrie- und Gebäudeunfälle in China. Im Mai forderte eine Explosion in einer Feuerwerksfabrik in Hunan 37 Todesopfer, und wenige Wochen später kamen bei einer Kohleminenexplosion im Norden 90 Menschen ums Leben. Ein Hochhausbrand in Hongkong im November forderte 168 Todesopfer, und ein Wohnhausbrand in Guangdong im Dezember tötete 12 Menschen.
- Das Feuer bricht gegen Mittag in der Fabrik Huiteng Shoes aus, angefacht durch Klebstoffe und Rohmaterialien.
- Dutzende Arbeiter suchen Zuflucht auf dem Dach, während die Flammen die unteren Stockwerke erfassen.
- 183 Feuerwehrleute und 35 Fahrzeuge im Einsatz; Treppenhäuser durch Schuhmaterialien blockiert.
- Präsident Xi warnt vor ‚schweren menschlichen Verlusten‘ und fordert Aufklärung.
- Offizielle Zahl von mindestens 28 Toten von Staatsmedien bekannt gegeben.
- Hochhausbrand Hongkong (Nov.)
- 168 Todesopfer
- Wohnhausbrand Guangdong (Dez.)
- 12 Todesopfer
- Feuerwerksexplosion Hunan (Mai)
- 37 Todesopfer
- Kohleminenexplosion Nordchina
- 90 Todesopfer


